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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17232
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Ich habe einen Wohnung in Berlin gekauft mit einer M glichkeit

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe einen Wohnung in Berlin gekauft mit einer Möglichkeit des Balkonanbaus (in der Teilungserklärung steht "nach baurechtlichen Vorschriften kann ein Balkon angebaut werden). Die Baugenehmingung des Baurechtsamtes für den Balkonanbau liegt auch bereits vor.

Mein Nachbar unter mir, der davon betroffen ist, legt nun Widerspruch ein, weil er die Stützen nicht haben möchte. Jetzt habe ich eine hängende Variante vorgeschlagen, jetzt akzeptiert er die Tiefe des Balkons (baurechtlich möglich sind 2m Tiefe und 5.60m Breite) nicht, da ein Zimmer dunkler wird.

Hinweis: Er hat seine Wohnung vor mir gekauft mit dem Wissen, dass nach baurechtlichen Vorschriften ein Balkon gebaut werden kann. Er hat sich allerdings bei Kauf nicht erkundigt, wie groß der Balkon dann werden könnte.

Nun meine Frage: Kann er den Balkon verhindern, obwohl er bei Kauf seiner Wohnung wusste, dass ein Balkon über ihm gebaut werden kann? Ist er nicht selbst schuld, wenn er sich bei Kauf seiner Wohnung nicht erkundigt, wie groß der Balkon baurechtlich werden kann?

Ich versteh, dass er nach WEG die Stützen verhindern kann. Verstehe aber nicht, dass er jetzt auch noch die Tiefe bestimmen möchte.

Beste Grüße aus Berlin
Markus
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Balkone sind Gemeinschaftseigentum, da sie das äußere Erscheinungsbild einer Immobilie beeinflussen.


Jeder Balkonbau ist eine bauliche Änderung, die der Zustimmung aller Eigentümer bedarf, die betroffen sind.

Hier greift § 22 WEG.

Das bedeutet, dass jeder Eigentümer zustimmen muss, dessen Rechte in einer über den zulässigen Gebrauch hinausgehenden Weise beeinträchtigt werden.


Der Eigentümer muss also zustimmen, selbst wenn er sich beim Kauf seiner Wohnung über den Balkon keine Gedanken gemacht hat, wenn der Gebrauch seiner Wohnung durch den Balkon beeinträchtigt wird, was bei Verdunkelung, Verschattung der Fall sein kann.


Die baurechtliche Zulässigkeit des Balkons besagt nichts über die Zulässigkeit nach Wohnungseigentumsrecht.




Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Sehr gerne können Sie bei Unklarheiten nachfragen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn Ihre Frage beantwortet ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

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Vielen Dank




















Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Claudia Schiessl und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Fragen beantwortet sind, bitte ich höflichst um Akzeptierung


Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das mit der Zustimmung ist das Problem. Er stimmt auch einer hängenden Variante von 2m Tiefe und 5,60 Breite NICHT zu. Seine RA schlägt einen Balkon mit 1,20 Tiefe vor. Ich weiß nicht, wie sie auf 1,20m kommt. Ich glaube, dass dies die Tiefe ist, die man an ein Haus einfach "anschrauben" kann (also ohne Hängung).

Seine RA argumentiert mit §13 Abs 1 WEG und §§1004 Abs 1 BGB, 15 III WEG bzgl. der Stützen. Bzgl. der hängenden Variante liegen keine § schriftlich vor.

Weiter wird ein Balkon ohne Stützen gefordert, was ich jetzt mit einer hängenden Version erfülle. Trotzdem will er die Tiefe von 1,80m (ich bin ihm entgegengekommen) NICHT akzpetieren.

Würde Ihre Aussage einem Gerichtsverfahren standhalten (was ich nicht anstrebe - mein Ziel ist ein 1,80 tiefer mit 5m Breite)?

Und was heißt in Ihrer Aussage, "er muss" zustimmen? Ich lese aus §22 WEG leider nicht Ihre Aussage (sorry, will hier nicht besserwisserisch sein. Es nervt nur langsam das Auftreten des Nachbarn).

Danke XXXXX XXXXXür Ihre HIlfe!
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Mit er muss zustimmen meinte ich dass seine Zustimmung erforderlich ist, da seine Rechte beeinträchtigt werden.

Ich meinte damit nicht, dass er zur Zustimmung verpflichtet ist.

Tut mir leid, wenn ich mich mßißverständlich ausgedrückt haben sollte.

Wären seine Rechte nicht beeinträchtigt , könnte der Balkon zustimmungfrei gebaut werden.



Es wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben, als den Balkon nach den Wünschen des Nachbarn zu bauen, oder aber ihn auf Zustimmung zu verklagen.

Dann entscheidet ein Gericht ob eine Beeinträchtigung in der vom Nachbarn behaupteten Weise zulässig ist.

Dies ist eine Frage der Würdigung des Einzelfalls.


Gegebenenfalls muss Sachverständigengutachten erholt werden, oder das Gericht ordnet einen Augenschein an.



Es tut mir sehr leid, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können.





Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht





Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung.


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