So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich bin per Titel vom 1.7.2007 verpflichtet, meinem vollj hrigen

Kundenfrage

Ich bin per Titel vom 1.7.2007 verpflichtet, meinem volljährigen Sohn Barunterhalt zu gewähren. Der Sohn ist gut 29 Jahre alt und studiert im 14. Semester. Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester.
Nach dreijährigem Versuch, ihn zum Examen zu bewegen, meldet er sich seit 4 Monaten nicht mehr.
Hat er nach deutlicher Überziehung der Studiendauer noch Anspruch auf Unterhalt?

Grüße
Josef Wolf
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Aufgrund der Tatsache, dass hier nicht vorgetragen wurde, dass Ihr Sohn beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen die Regelstudienzeit überschritten hat, dürfte vorliegend kein Unterhaltsanspruch Ihres Sohnes mehr bestehen. Die Rechtsprechung billigt eine begründete Überziehung der Regelstudienzeit von 2 Semestern. Die Überschreitung um 5 Semester kann nicht mehr glaubwürdig dargetan werden, so dass ein Unterhaltsanspruch nicht mehr besteht.

Sie sollten daher Ihrem Sohn mitteilen, dass Sie die Unterhaltszahlung mit dem Monat August 2011 aufgrund von Überschreitung der Regelstudienzeit einstellen werden. Fordern Sie Ihren Sohn darüber hinaus auf, eine Erklärung dahingehend abzugehen, dass er aus dem Titel vom 01.07.2007 keine Rechte mehr herleitet und sein Einverständnis erklärt, dass kein weiterer Unterhaltsanspruch besteht. Setzen Sie dieses Schreiben nachweislich per Einschreiben-Rückschein ab und setzen Ihrem Sohn eine Frist von 14 Tagen für die Abgabe der Erklärungen. Sollte Ihnen fristgerecht keine Erklärung zugeleitet werden, müssen Sie um den Titel aus der Welt zu schaffen, einen Abänderungsantrag beim Familiengericht einreichen. Hierzu benötigen Sie dann allerdings einen Anwalt, denn im Unterhaltsverfahren herrscht Anwaltszwang. Die Kosten des Verfahrens gehen dann allerdings auf Grund der oben beschriebenen außergerichtlichen negaiven Inverzugsetzung zu Lasten Ihres Sohnes.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder ist etwas unklar geblieben ?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn Sie dann keine Nachfrage mehr haben, darf ich noch höflichst an das Akzeptieren erinnern.

Vielen Dank.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

ich hatte durch Anwahl der höchsten Auskunftsdichte ein paar klare Fakten zum weiteren Vorgehen erwartet.

1. Wie steht es mit dem Prozeßrisiko, falls mein Sohn den freiwillgen Verzicht auf den Titel nicht vornimmt, was zu erwarten ist?

2. Wenn er ablehnt und wie üblich einen Anwalt einschaltet, wer trägt dann die Kosten für das Schreiben, das ebenfalls zu erwarten ist?

3. Was passiert, wenn er inzwischen sein Studium abgebrochen hat und eine Ersatzausbildung aufgenommen hat oder anstrebt?

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Herzliche Grüße

Josef Wolf

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich denke ich hatte Ihnen sehr deutlich mitgeteilt, wie im vorliegenden Fall vorzugehen ist.

Zu Ihren weiteren Nachfragen folgendes:

1) Das Prozessrisiko ist minimal, es sei denn Ihr Sohn kann vortragen, dass die Verzögerung des Studiums unverschuldet ist.

2) Die Kosten des Anwaltes hat Ihr Sohn selbst zu tragen.

3) Eine Ersatzausbildung dürfte unterhaltsrechtlich nicht mehr akzeptabel sein. Es besteht auch dann kein Anspruch auf Unterhalt mehr.

Bitte fragen Sie auch weiterhin nach, wenn etwas unklar geblieben ist.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie noch Nachfragen ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Antwort ist nicht zielführend in Sinne der Anfrage. Der Experte hat auf die Nachfrage unwillig und nicht sinnvoller geantwortet.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Wolf,

da Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten sollen, bitte ich Sie darum, bezogen auf Ihre Sachverhaltsschilderung zur formulieren, welche Aspekte im Sinne einer zielführenden Beantwortung noch näher beleuchtet werden sollen.

Gern werde ich dann weitere Ausführungen machen.

Bitte teilen Sie mir insbesondere mit, wo sich Ihnen der Sinn meiner bisherigen praktischen und der Rechtslage entsprechenden Ausführungen nicht erschließt, damit auch dies weitergehend erläutert werden kann.

Mit freundlichen Grüßen


Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz