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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3100
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Erbrecht, Testamentsvollstrecker, Pflicht zur Rechnungslegung Der

Kundenfrage

Erbrecht, Testamentsvollstrecker, Pflicht zur Rechnungslegung:
Der TV muss offenbar (§2218 BGB) lediglich jährliche Rechnungslegung machen. D.h. Jahresabschluss reicht. Ist damit das Kalenderjahr gemeint, dh. der Sterbetag ist der 16.11.2010 und damit der erste Jahresabschluss zum 31.12.2010? Und wie lange hat der TV Zeit, den Jahresabschluss den Erben vorzulegen, d.h. wann können die Erben verlangen, dass der Jahresabschluss vorliegt?
Zweitens was gehört zur Rechnungslegung, nur die Geschäfte in Eigenschaft als TV, also Aufwendungen im Zusammenhang mit der TVollstreckung? Was ist mit den Geschäften des Nachlasses, Bankerträge, Mieterträge, sonstiges, das der Verstorbene betrieben hat und jetzt weiterläuft? Ist das auch nur jährlicher Rechnungslegung unterworfen oder können die Erben jederzeit Auskunft verlangen?
Danke XXXXX XXXXX
Rainer Gauger
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

mit dem jährlichen Abschluss ist das Kalenderjahr gemeint. Eine genauen Zeitraum, in dem der TV den Jahresabschluss vorlegen muss, ist nicht gesetzlich definiert. Allerdings ergibt sich aus der Natur der Sache und auf die Verweise in § 2218 BGB auf die §§ 664 BGB (Auftrag), dass der TV seinen Pflichten, also die Geschäftsbesorgung nach Art und Weise ordnungsgemäß ausführen muss. Hierzu gehört auch eine zeitnahe Bekanntgabe des Abschlusses. Hier ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass eine längere Frist gewährt werden muss, wenn der Umfang des Abschlusses größer ist.

Ein jährliche Rechnung kann nur verlangt werden, wenn die TV länger dauert.

Inhaltlich muss der TV in der Rechnungslegung alles angeben, was düe die Nachlassberechnung erforderlich ist und eine Nachvollziehbarkeit gewährleistet, hierzu gehören auch die von Ihnen angemerkten Dinge.

Die Erben könne hierzu jederzeit Auskunft verlangen, was sich direkt aus § 2218 BGB ergibt,

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich auf Ihre Akzeptierung gemäß den Nutzungsbedingungen (grünes Feld).

Viele Grüße


Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke! Bin schon fast zufrieden. Die Auskunft, auf die Erben jederzeit Anspruch haben, muss vermutlich auch zeitnah erfolgen. D.h. innerhalb 20 Tagen muss der TV auf gezielte Fragen zu einzelnen Geschäften, die im Zusammenhang mit dem Nachlass stehen, eine Auskunft erteilen? So dass lediglich die Gesamtübersicht jährlich erfolgt?

 

Zu Ihrer Kenntnis: Die TVollstreckung wird sich voraussichtlich einige Jahre hinziehen, da ein gemeinschaftliches Testament vorliegt und der Ehegatte des Verstorbenen lebt.

Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie können dem Testamentsvollstrecker einfach eine angemessene Frist zur Auskunft setzen. Kommt er dieser nicht nach ggf. nochmals mahnen oder gerichtlich durchsetzen, da, der TV sodann in Verzug mit seinen Pflichten kommt.

Zu einzelnen Geschäften muss er auf Nchfrage grds. Auskunft erteilen, damit die Erben hier auch informerit sind und die Tätigkeit nachvollziehen können. Die Rechnungslegung und die Übersicht über das vergangene Jahr erfolgt dann jährlich.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und darf höflich an meine Akzeptierungsbitte erinnern.

Viele Grüße
Rechtsanwalt Christian Joachim und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Gut, danke. Ich werde Ihre Antworten akzeptieren.

 

Der TV ist nicht nur im Verzug, sondern vollständig unfähig. Es kostet mich sehr viel Aufwand, ihm alles einzeln "nahe" zu legen, dann tut er es meist doch nicht. Das Amt des TV ist nach meiner Auffassung selbständig zu führen, und die Erben sollten eigentlich dem Willen des Erblassers und em Gesetz entsprechend bedient werden. Wenn die Erben ihm jedoch sagen müssen, was als nächstes zu tun ist, ist er nicht überflüssig?

Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Herzlichen Dank für Ihre Akzeptierung.

Grds. sollte der TV fähig sein, seine Aufgaben eigenständig wahrzunehmen und dabei auch die Erben zu unterstützen bzw. den Wünschen des Erblassers entsprechend nachzukommen. Hier gebe ich Ihnen Recht.

Ein Testamentsvollstrecker kann vom zuständigen Nachlassgericht gem. § 2227 BGB von seinem Amt abberufen werden, wenn ein wichtiger Grund hierzu vorliegt. Ein solcher Grund ist insbesondere grobe Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße

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