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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag, meine Name ist XX. Wir wurden im letzten

Kundenfrage

Guten Tag, . Wir wurden im letzten Jahr wegen Eigenbedarf gekündigt. Nun vermietet die Vermieter zum 1.8.2011 neu. Unser Auszug erfolgte im September 2010. Grund der Kündigung war ihr schlechter Gesundheitszustand, der nun auch nicht besser ist, eher schlechter. Sie selbst ist nie dort eingezogen. Unserer damaligen Nachbarin hatte sie auch gekündigt, sie darf nun doch wohnen bleiben und hat einen 5 Jahresmietvertrag bekommen. Bibt es Möglichkeiten Schadensansprüchen wie Provision, Umzugskosten ect. geltend zu machen. Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

es könnte sich in Ansehung Ihrer Sachverhaltsschilderung um eine vorgetäuschten Eigenbedarf handeln.

In folgenden konstellationen ist der Vermieter dem Mieter zum Schadensersatz verpflichtet:

  • wenn der Vermieter den Eigenbedarf vorgetäuscht hat (und der Mieter daraufhin bereits umgezogen ist),
  • wenn der Eigenbedarf entfällt, bevor der Mieter ausgezogen ist und der Vermieter dem Mieter den Wegfall des Eigenbedarfs nicht mitgeteilt hat,
  • wenn der Vermieter den Eigenbedarf zurückzieht, nachdem der Mieter einen neuen Mietvertrag unterschrieben hat.
Als Schaden kommen alle in Verbindung mit der Kündigung stehenden Kosten in Betracht: Zum Beispiel die Umzugskosten und Kosten einer notwendigen Einrichtung, aber auch Maklergebühren für die Suche nach einer neuen Wohnung und Mehraufwendungen infolge größerer Entfernung der neuen Wohnung zum Arbeitsplatz.


Grundsätzlich hat der Mieter, wenn er sich eine vergleichbare Wohnung gesucht hat, auch Anspruch auf die Mietdifferenz für einen Zeitraum bis zu 4 Jahren.

Der Mieter hat die Beweislast dafür, dass die Kündigung ungerechtfertigt war. Da sich die Gründe aber meistenteils im persönlichen Lebensbereich des Vermieters abspielen, wird dem Mieter teilweise ein Auskunftsanspruch gegen den Vermieter zuerkannt.

Hat der Mieter bewiesen, dass die Wohnung nicht von der im Kündigungsschreiben genannten Person bezogen worden ist, muss der Vermieter seinerseits beweisen, dass der Eigenbedarf vorgelegen hat und zwar so, wie er geltend gemacht wurde.


Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder ist etwas unklar geblieben ?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn Sie keine Nachfrage mehr haben, darf ich noch höflichst an das Akzeptieren erinnern.

Vielen Dank.