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raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16967
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Guten Abend! Mein Bauleiter hat nun nach 8Monaten berziehung

Kundenfrage

Guten Abend!
Mein Bauleiter hat nun nach 8Monaten Überziehung der Fertigstellung, mir noch offeriert, dass er bei einer Bausumme von 240t€, die als Festpreisgarantie im Bauvertrag steht, nun die Summe auf 270t€ erhöht, da er kein Geld mehr hat, die Gewerke zu bezahlen! Nebenher sind 50t€ Eigenleistung erbracht worden von vereinbarten 20t€. Letztendlich mit Auslagen über die 8Monate (Vermietobjekt, entgangene Miete, Fahrkosten in den Harz, Verdienstausfall durch Zusatzbesuche der Baustelle, eigenes Organisieren der letzten Arbeiten in den vergangenen 6Monaten) würde ich auf eine Summe von 25t€ zusätzlichen Auslagen neben der mehrgezahlten Eigenleistung kommen! Wie soll ich mich verhalten? Soll ich ihn auf die Summe verklagen, wenn ja wie und mit welcher Begründung?! Gibt es eine Möglichkeit im Vorfeld mit einem Anwalt das gesamte Thema zu besprechen oder macht es erst Sinn, wenn entweder er mich auf Zahlungsfordung verklagen will und ich dann erst reagiere oder soll ich im Vorfeld mit einer rechtsanwaltlichen Forderung zum ihm gehen? Da er ein 2-3Mann Unternehmen ist, wird er mit den noch ausstehenden Rechnungen der Gewerke von ca. 35t€ Insolvenz anmelden werden. Was passiert dann?! Vielen Dank
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Zunächst darf der vereinbarte Preis nur um maximal 10 % überschritten werden.

Alles andere müssten Sie nicht bezahlen.

Das Risiko der Fehlkalkulation trägt die Firma dan selber.

Sie sollten hier aber abwarten bis direkt Forderungen geltend machen werden und dann mit der Firma verhandeln und notfalls einen Anwalt nehmen.

Sollte es soweit kommen, dass überhöhte Forderungen geltend gemacht werden und Sie diese nicht zahlen und die Firma daher in die Insolvenz muss, wird der Insolvenzverwalter die Forderung geltend machen. Das wird nicht gut ausgehen.

Daher ist es zu empfehlen, vorab eine Lösung mit der Firma zu finden.
raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX heißt jedoch nichtgut ausgehen!? Meinen Sie, wenn ich überhöhte Forderungen an den Bauleiter stelle oder generell, nicht von mir, sondern von den Gewerken zu hohe Forderungen ausstehen, die ihn in die Insolvenz treiben? Die zusätzlichen Eigenmittel sind letztendlich verwendet worden, um das fehlende Material zu bezahlen. Die Arbeit, die der Bauleiter beauftragt, wird er nicht zahlen können! Dies ist doch aber selbst im Rahmen der Insolvenz nicht mein Problem oder doch?! Als Insolvenzmasse wird dann sein gesamtes Eigentum, sprich Baumaschinen, Haus etc. verwendet? Aber ist es denn oder wird es mein Problem, wenn er sich verkalkuliert hat mit dem Bau des Hauses? Wenn ich Zahlungsnachweise habe, die bestätigen, dass er das Geld bekommen hat, abzüglich der vereinbarten Baumaterialien, kann der Insolvenzverwalter dann immernoch das ausstehende von mir einfordern?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie gesagt, es ist nicht Ihr Problem, dass er sich verkalkuliert hat.

Sie zahlen den vereinbarten Preis, auf dem Rest bleibt er sitzen.

Weiterhin können Sie Mehraufwendungen als Schadensersatz geltend machen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
In dem Zusatzvertrag, stehen sämtliche vom Bauleiter angegebenen Fertigstellungstermine drin, 5Stück, stehen alle Arbeiten drin, die noch zu erledigen sind und sogar aus Kulanz ein Verzicht auf eine Solar und Voltarikanlage in Höhe von 20t€ und dass ein Raum von 40qm nicht fertiggestellt werden muss!

Jedoch, falls er in die Insolvenz geht, kann der Insolvenzverwalter an mich noch Forderungen stellen, so hatte ich Sie in der ersten Antwort verstanden!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, wenn Sie den überhöhten Nachforderungen nicht nachkämen und man Insolvenz anmeldet, würde der IV die Forderungen geltend machen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Aber die vereinbarte Bausumme ist doch von mir gezahlt worden und wie Sie sagten, wenn er sich verkalkuliert hat, ist es doch sein Problem, wieso sollte oder würde ich im Endeffekt dann doch das bezahlen?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Weil man das dem IV erstmal erklären muss. Der ist da in der Regel aber nicht so zimperlich.

Daher sollte man es nicht soweit kommen lassen und vorab der Firma klar machen, dass die überhöhten Forderungen nicht bestehen, dass man selbst den Irrtum zu vertreten hat.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gut, vielen Dank!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern.

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