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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo Herr R semeier Es haben sich noch einige Fragen ergeben

Kundenfrage

Hallo Herr Rösemeier

Es haben sich noch einige Fragen ergeben und hoffe das sie mir diese beantworten können.

Also da wäre zunächst die Frage, welche Unterlagen muss ich mit zu einem Anwalt nehmen?
Ich habe einen ersten (Beratungs-)Termin am 26.08.2011.
Hieraus ergibt sich für mich die Frage, welche möglichen finanziellen Konsequezen es hätte, wenn meine Ex- Frau zuerst zu einem Anwalt geht um den Unterhalt berechnen zu lassen. Oder ist es sinnvoller,wenn ich zuerst zum Anwalt gehe und meine Ex-Frau sich dann einen Rechtsbeistand nimmt?

Was kostet das Unterhalts berechnungsverfahren im allgemeinen ca.?

Wie kann ich feststellen dass der neue Lebenspartner meiner (noch)Frau dort schon länger wohnt?.
Ab wann zählt eine Lebensgemeinschaft?

Danke XXXXX XXXXX Beantwortung meiner Fragen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

selbstverständlich kann ich mich an Ihre Anfrage erinnern und gerne beantworte ich Ihre weiteren Fragen.

Ich gehe davon aus, dass Sie nunmehr die Scheidung einreichen wollen. Hierzu benötigen Sie die Heiratsurkunde und die Geburtsurkunden der Kinder. Es reicht aber vollkommen aus, wenn Sie die Urkunden in Kopie dem Anwalt vorlegen.

Auch wenn Sie derzeit mehr Unterhalt zahlen, als in meiner vorläufigen Berechnung, sollte bei Ihnen im absoluten Vordergrund die Scheidung stehen. Denn mit rechtskräftiger Scheidung endet der Trennungsunterhaltsanspruch. Für einen nachehelichen Unterhalt spielt dann auch der tatsächliche Wohnvorteil und insbesondere der neue Lebensgefährte eine entscheidende und bedeutende Rolle.

Einen höheren, als den derzeitigen Unterhaltsanspruch wird Ihre Frau wohl kaum durchsetzen können. Von daher sollten Sie sich die Unterhaltsberechnung sparen, solange es irgendwie möglich ist. Denn beim Unterhalt wird der Gegenstandswert, nachdem die Anwaltsgebühren berechnet werden, nach dem Jahresunterhaltsanspruch ermittelt. Da kommen schnell bei größeren Summen erhebliche Anwaltskosten auf Sie zu. Bei 350 € Trennungsunterhalt monatlich kostet die Unterhaltsberechnung rund 400 € Honorar für den Anwalt.

Was den Lebensgefährten angeht, so geht man von einer gefestigten Beziehung aus, wenn sich Ihre Ehefrau verloben würde oder aber ein Kind erwarten würde, ansonsten in der Regel nach 2 Jahren. Wie lange der Lebensgefährte schon im Haushalt Ihrer Ehefrau lebt, lässt sich meist nur durch Zeugenaussagen belegen. Wenn Sie ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn haben, wären diese den Kinder natürlich vorzuziehen.

Meine Empfehlung an Sie ist daher, so schnell wie möglich das Scheidungsverfahren einzuleiten, damit der Trennungsunterhalt zeitnah durch Rechtskraft der Scheidung endet. Ansonsten warten Sie ab, ob Ihre Ehefrau wegen des Unterhalts tätig wird. Ein Nachteil kann Ihnen daraus nicht entstehen.

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für ihre umfassenden Antworten Das hat mir sehr weiter geholfen. Eine Frage hätte ich aber noch gerne von ihnen beantwortet. Soll ich den Termin bei dem Anwalt trotzdem wahrnehmen und als Beratungsgespräch führen?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn das Trennungsjahr bereits abgelaufen ist, sollten Sie den Termin wahrnehmen, um die Scheidung einzuleiten. Der Scheidungsantrag kann 10 Monate nach der Trennung beim Familiengericht eingereicht werden. Von daher sollten Sie den Termin durchaus nutzen.

Es freut mich, wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte.