So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21868
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Abend, unsere Tochter hat seit 10/2008 in N rnberg

Kundenfrage

Guten Abend,

unsere Tochter hat seit 10/2008 in Nürnberg Wirtschaftswissenschaften studiert. Am Ende des 5. Semesters 02/2011 hat sie eine Rechtsklausur zum dritten mal nicht bestanden. Sie und weitere Kommilitonen waren davon ausgegangen, dass die 2. Klausur, die wegen Feueralarms, also ohne Vorankündigung nach bereits 45 Minuten statt nach 60 beendet worden war, nicht bewertet würde. Dies war jedoch ein Irrtum.

Diese 2. Klausur, bestehend aus 4 Teilen war im Nachhinein hochkorrigiert worden. Der Prüfungsausschuss war davon ausgegangen, dass bei 60 Minuten und 4 Aufgabenstellungen die letzten beiden Aufgaben gestrichen werden könnten und damit den Studenten geholfen sei.

Bei der Arbeitsmethode unserer Tochter war dies jedoch nicht der Fall. Bei der Rechtsklausur hat sie erst alle 4 Fälle durchdacht, auf einen Hilfszettel als Brainstorming sich die Struktur erarbeitet um anschließend flüssig den Text nieder zu schreiben. Hierzu reichte jedoch die Zeit nicht und der Hilfszettel nutzte nichts.

Mit Bescheid vom 31.05.11 wurde sie exmatrikuliert. Dieser Bescheid wies jedoch vielfältige Fehler auf, die z.T. zwischenzeitlich korrigiert worden sind. Gegen den jetzt geltenden Bescheid wurde zwischenzeitlich formell zur Fristwahrung Wiederspruch eingelegt.

Im Augenblick befindet sich unsere Tochter in Verhandlungen mit dem Nachfolgeprofessor, der die 3. Klausur gestellt hat und ihre Sichtweise teilt. Heute hat er ihr jedoch mitgeteilt, welche Begründung der Prüfungsausschuss zugrunde gelegt hat und ihr für morgen einen Termin bei der Rechtsberatung für Studenten. angeraten oder vermittelt.

In § 14 der Studienordnung/Prüfungsordnung steht ggf. noch eine Möglichkeit, die nutzbar wäre oder vielleicht haben Sie eine bessere Idee oder sehen eine andere Möglichkeit.

Für Unterstützungsvorschläge oder konkrete Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Generell unterliegen Prüfungsentscheidungen dem Verwaltungsrechtsweg. Es gilt insoweit das übliche Widerspruchsverfahren und der sich anschließende Klageweg.

 

Je nach Landesrecht muss gegen den Prüfungsbescheid zunächst Widerspruch erhoben werden oder aber der Bescheid muss unmittelbar mit der Klage zum VG angegriffen werden.

 

Da die Prüfungssituation für das Gericht nicht ohne weiteres rekonstruierbar ist und den Prüfern eine gerichtlich nicht zugänglicher Beurteilungsspielraum zugestanden wird, ist eine Klage unmittelbar auf Bestehen der Prüfung oder Verbesserung der Note im Regelfall nicht aussichtsreich, es sei denn es liegen krasse Form- oder Verfahrensfehler vor, die eine Aufhebung des Bescheides erzwingen.

 

Solche die Aufhebung des Prüfungsbescheides erzwingenden Umstände könnten hier aber vorliegen in Anbetracht der verkürzten Bearbeitungszeit für die in Rede stehende Klausur.

 

Insoweit könnte mit guten Gründen ein Verstoß gegen den für das Prüfungsrecht elementaren Gleichheitsgrundssatz ins Treffen geführt werden, denn es ist von Prüfling zu Prüfling unterschiedlich, wie er/sie sich die zur Verfügung stehende Zeit einteilt und innerhalb welchen Zeitrahmens er/sie die gefundenen Resultate schrfitlich fixiert.

 

Dies kann zu einer Verzerrung der Prüfungsergebnisse führen, die grundsätzlich die Annahme eines Verstoßes gegen den Gleichheitsgrundsatz rechtfertigen kann.

 

Von daher sollte Ihr bereits fristwahrend eingelegter Widerspruch entsprechend begründet werden.

 

 

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz