So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an rafozouni.

rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 385
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
60461484
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
rafozouni ist jetzt online.

sehr geehrte damen und herren meine frage bezieht sich auf

Kundenfrage

sehr geehrte damen und herren
meine frage bezieht sich auf das thema erbrecht , im speziellen zum pflichtteil.
es geht um ein haus , welches 1936 gebaut wurde und vom erbauer ( alfred sen. verheiratet mit selma - zwei kinder - ruth u. alfred jun. )
selbst bewohnt wurde.
alfred , dann verheiratet mit gerda bekamen 1937 einen sohn ( manfred )
alfred wurde eingezogen ist in russland gefallen und wurde 1949 für tot erklärt.
1946 bekam gerda einen zweiten sohn ( reinhard ) welcher nicht von alfred jun. ist ,
da dieser bereits an der ostfront gefallen war , laut abstammungsurkunde aber als sohn von alfred jun. u. gerda geführt wird.
der erbauer und erblasser alfred sen. verstarb ein jahr nach seiner frau selma , am 08.09.1979 . schon jahre vorher bedurften alfred jun. u. selma durch körperliche gebrechen umfangreiche pflegemassnahmen , welche von manfred u. frau ( irmgard )
übernommen wurden. kontakt zu reinhard bestand so gut wie nicht bzw sehr wenig.
nach dem tot von alfred sen. bezogen manfred u. irmgard eine hälfte des hauses.
die andere hälfte bewohnten bereits ruth verheiratet mit herbert.
1996 wurde von manfred der erbschein angefordert mit eintragung , zu anteil 1/2 ruth
als tochter vom erblasser alfred sen. zu anteil 1/2 manfred .
dagegen wurde von reinhard nie einspruch eingelegt oder forderungen an das erbe gestellt , da bereits in einer anderen erbsache , von manfreds seite , zu gunsten reinhards verzichtet wurde. auch kenntnis vom tot des erblassers hatte reinhard.
am 16.04.2010 wurde antrag auf eiziehung des erbscheins beantragt und vom amtsgericht erteilt , mit eitragung vom 01.02.2011 , zu anteil 1/2 ruth
zu anteil 1/4 manfred
zu anteil 1/4 reinhard
meine frage dazu , hat reinhard noch anspruch auf seinen pflichtteil , oder kommt hier die verjährung von 3 bzw 30 jahren zum tragen. ( tot erblasser 09/79 - antrag 04/2010)
danke XXXXX XXXXX mühe , m.f.g. L.Frebel
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Der dargestellte Sachverhalt ist doch recht komplex, so dass es schwierig ist, ihn in der Kürze der Zeit vollständig zu erfassen und insbesondere die Erbfolge etc. im Einzelnen nachzuvollziehen.

Es ergibt sich zunächst die Frage, ob von irgendwem ein Testament vorliegt. Auch ist für mich nicht ganz klar, welcher Alfred gefallen ist bzw, ob es Alfred jun. gewesen ist, der mit Gerda verheiratet war.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni


Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie ich gesehen habe, sind Sie noch online. Ich hingegen werde mich in Anbetracht der fortgeschrittenen Stunde jetzt ausloggen, aber morgen bzw, sobald mir die ergänzenden Informationen vorliegen, gern versuchen, Ihnen die Rechtslage zu erläutern.

MfG

RA Fozouni
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ein testament lag nicht vor
im krieg gefallen ist alfred jun. verh. mit gerda


Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragsteller,

vielen Dank für die ergänzenden Informationen. Ihre Anfrage möchte ich jetzt gern wir folgt beantworten:

Ein Pflichtteilsanspruch entsteht nur dann, wenn ein Abkömmling des Erblassers, also ein gesetzlicher Erbe durch ein Testament von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen wird ( § 2303 BGB ).

Da –wie Sie mitteilen – ein Testament (von wem auch immer) nicht existiert, spielt ein Pflichtteil oder die Verjährung eines Pflichtteilsanspruchs keine Rolle, sondern es kann nur darum gehen, ob Reinhard, auf welchen Ihre Frage ja abzielt, Erbe geworden ist.

Im Ergebnis ist dies zu bejahen und die Erteilung eines Erbscheins mit 50% für Ruth und jeweils 25% für Manfred und Reinhard im Ergebnis korrekt, sofern auch Gerda nicht mehr lebt und diese mit Alfred jun. im Güterstand der Zugewinngemeinschaft (d.h. ohne einen die Zugewinngemeinschaft ausschließenden Ehevertrag) gelebt hat.

Dies ergibt sich aus folgenden Erwägungen:

Alfred sen. und Selma wurden von Ruth und Alfred junior als Erben erster Ordnung gem. § 1924 BGB zu jeweils 50% beerbet.

Nach der Todeserklärung betreffend Alfred jun. ist dieser zur Hälfte von Gerda beerbt worden ( §§ 1931 Abs.1, 1371 BGB) , d.h. Gerda hat von den 50% die Hälfte bzw. 25 % erhalten. Die anderen 25% gingen als Erben erster Ordnung nach Alfred jun. zu je 22,5% auf Manfred und Reinhard über.

Wenn Gerda – wie unterstellt – nicht mehr lebt haben Manfred und Reinhard von dieser wiederrum die 25% bzw. jeweils 12,5% erhalten, so dass die beiden jetzt jeweils 25% bzw. ¼ „besitzen“.

Reinhard ist mithin im Ergebnis Erbe geworden mit einem Anteil von 25% und der zuletzt erteilte Erbschein damit korrekt.

Dass es vorher bereits einen Erbschein für Ruth und Manfred zu je 50% gegeben hat, ist unerheblich. Erbe wird man durch den Tod des Erblassers und nicht durch die Erteilung eines Erbscheins. Umgekehrt wird ein gesetzlicher Erbe nicht dadurch von der Erbschaft ausgeschlossen, dass zunächst zugunsten Andere ein Erbschein ausgestellt wird, der nicht der tatsächlichen Erbfolge entspricht.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Angaben gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 385
Erfahrung: Fachanwalt für Arbeitsrecht
rafozouni und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
nnn
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wie wird der wert des erbteils , in diesem fall immobilie u. grundstück bewertet ,
wird zum zeitpunkt des erblasses (1979) , oder zum jetzigen zeitpunkt bewertet ?
was kann ewtl. als wertmindernt herangezogen werden ( häusliche pflege der erblasser über mehrere jahre , werterhaltung usw )
danke für ihre antwort
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Maßgeblich ist der heutige Wert, doch findet gemäß § 2057a BGB ein Ausgleich statt.

Diese Vorschrift hat folgenden Wortlaut:

"§ 2057a Ausgleichungspflicht bei besonderen Leistungen eines Abkömmlings
(1) Ein Abkömmling, der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde, kann bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben zur Erbfolge gelangen; § 2052 gilt entsprechend. Dies gilt auch für einen Abkömmling, der den Erblasser während längerer Zeit gepflegt hat.

(2) Eine Ausgleichung kann nicht verlangt werden, wenn für die Leistungen ein angemessenes Entgelt gewährt oder vereinbart worden ist oder soweit dem Abkömmling wegen seiner Leistungen ein Anspruch aus anderem Rechtsgrund zusteht. Der Ausgleichungspflicht steht es nicht entgegen, wenn die Leistungen nach den §§ 1619, 1620 erbracht worden sind.
(3) Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

(4) Bei der Auseinandersetzung wird der Ausgleichungsbetrag dem Erbteil des ausgleichungsberechtigten Miterben hinzugerechnet. Sämtliche Ausgleichungsbeträge werden vom Wert des Nachlasses abgezogen, soweit dieser den Miterben zukommt, unter denen die Ausgleichung stattfindet."

Bei der Bemessung des Ausgleichsbertrages ist zum einen auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und zum anderen sind die Auswirkungen der Leistungen auf das hinterlassene Vermögen zu ermitteln.

Die Höhe des Ausgleichbetrages ist nach Billigkeit zu ermitteln, darf aber nicht dazu führen, dass der Ausgleichsberechtigte den ganzen Nachlass erhält.

Ich würde Ihnen empfehlen, sich wegen der genauen Einzelheiten Ihres Falles von einem im Erbrecht tätigen Kollegen vor Ort beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
< Zurück | Weiter >
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
  • Ihre Antwort hat mir wieder Mut gemacht. Ich werde wohl ein treuer Kunde bei Ihnen werden. Vielen Dank! PS: Anmeldung wird in Betracht gezogen Rudolf N. Leichlingen
  • Sehr nette und schnelle Beratung. Einfach Klasse. Spart lange Sitzungen im Anwaltsbüro. Sehr zu empfehlen und wenn nötig, immer wieder gern. Vielen Dank! Susanne Weimar
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • RASchiessl

    RASchiessl

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    9073
    Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/CH/chiessl/2015-7-17_7493_resizedimage.64x64.jpg Avatar von RASchiessl

    RASchiessl

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    9073
    Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RE/rechtso/2011-4-16_115947_P10100052.64x64.JPG Avatar von ra-huettemann

    ra-huettemann

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    10849
    Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/raschwerin/2009-12-08_112115_RA_Steffan_-_neu_Large.jpg Avatar von raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    8339
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/TR/troesemeier/2012-8-30_105621_IMG4178.64x64.JPG Avatar von Tobias Rösemeier

    Tobias Rösemeier

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    7152
    seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RA/RAUJSCHWERIN/2012-4-24_184611_1109007sw10erxLarge.64x64.jpg Avatar von RA_UJSCHWERIN

    RA_UJSCHWERIN

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    1136
    Rechtsanwältin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/a.merkel/bwbilda.jpg Avatar von Anja Merkel

    Anja Merkel

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    956
    Staatsexamen, Internationaler Titel LL.M.Eur, Zulassung als Rechtsanwältin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/SC/SchiesslClaudia/2013-11-27_153731_unnamed2.64x64.jpg Avatar von Claudia Schiessl

    Claudia Schiessl

    Rechtsanwältin und Fachanwältin

    Zufriedene Kunden:

    5516
    Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz