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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1368
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
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Rain Nitschke ist jetzt online.

Unser Sohn 13 Jahre hat im Wert von 200,00 ohne unsere Einwilligung

Kundenfrage

Unser Sohn 13 Jahre hat im Wert von 200,00 € ohne unsere Einwilligung und Wissen getätigt. Der Verkäufer weigert sich den Artikel wegen fehlender Verpackung und Kassenbon zurückzunehmen. Hat aber eingestanden das es bei Ihm gekauft wurde. Unser Sohn trifft die gleiche Aussage.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchender,

 

nur wer 18 und damit voll geschäftsfähig ist, kann rechtswirksame Vertrage eingehen. 7 - 17 - jährige, zu denen auch Ihr Sohn zählt sind beschränkt geschäftsfähig. Das beudetet, dass das Geschäft solange schwebend unwirksam ist, bis die Zustimmung der Eltern vorliegt. Etwas anderes gilt, wenn das Kind den Kauf mit Mitteln bewirkt hat, die ihm zu diesem Zweck zur freien Verfügung überlassen wurden - Sprich Taschengeld. Da Sie von dem Kauf nichts wussten und Ihr Sohn offenbar auch vorher nicht mitgeteilt hat, dass er speziell für den gekauften Gegenstand gespart hat und er dafür das Geld von Ihnen erhalten hat, findet der sog. Taschengeldparagraph keine Anwendung. Da Sie dem Geschäft ausdrücklich widersprochen haben, ist der Vertrag nichtig und muss rückabgewickelt werden. Verkäufer, die mit Kindern in dem Alter Geschäfte in der Größenordnung machen, sind auch nicht schutzwürdig.

 

 

Rain Nitschke und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Der Geschätsführer ist für uns persönlich nicht greifbar um das Geschäft rückgängig zu machen. Welchen rechtswirksamen Weg würden sie gehen?
Danke
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Der Vertrag muss nicht zwingend von dem Geschäftsführer rückabgewickelt werden.

 

Sollte sich der Verkäufer jedoch weiterhin weigern, die Kaufsache gegen Herausgabe des Geldes zurück zu nehmen, sollten Sie sich schriftlich an den Geschäftsführer wenden und Ihn unter Fristsetzung auffordern, das Geld herauszugeben. Kassenbon hin oder her, der Vertrag ist ohne Ihre Zustimmung definitiv nichtig. Sollte die Frist ungenutzt verstreichen kann der Betrag leider nur noch eingeklagt werden. Darauf muss es jedoch meiner Ansicht nach nicht ankommen.

 

Setzten Sie ihm schriftlich eine Frist, erklären Sie ihm, dass der Vertrag nichtig ist und Sie einen Anspruch auf Rückabwicklung haben und weisen Sie ihn darauf hin, dass Sie Ihre Ansprüche ggf. auch gerichtlich durchsetzen werden. In Anbetracht der Rechtslage wären die Kosten letztendlich vom Gegner zu tragen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin

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