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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Wir hatten eine Beratung wegen einer Anlage mit unserem Bankberater,

Kundenfrage

Wir hatten eine Beratung wegen einer Anlage mit unserem Bankberater, sagten diesem aber ausdrücklich das wir keine Riester wollen. Es ging um eine Anlage in höhe von 40.000 € .
Wir sind seit 20 Jahren Kunden der Bank und haben den gleichen Berater.
Dieser legte uns die Unterlagen vor das wir nicht sehen konnten das wir eine Riester unterschrieben haben. Selbstständig buchte dieser 2 x 20.000 € vom Konto ab.
Da wir ein eigenes Haus gebaut haben und die Anlage auf keinen Fall fest sein sollte, wollten wir jetzt die 40.000€ zurüch auf unser Konto gebucht haben, jedoch stellt sich die Allianz nun quer und zahlt das Kapital nicht mehr aus. Können wir die Bank wegen Falschberatung verklagen oder hat es keinen Sinn?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich haftet der Anlageberater der Bank bzw. die Bank für eine Falschberatung.

Grundsätzlich muss die Beratung anlage- und anlegergerecht sein und sich auf alle Eigenschaften und Risiken der Geldanlage beziehen, die für die Anlageentscheidung wesentliche Bedeutung haben oder haben könnten.

Der Berater hat nicht nur die Pflicht, den Anleger vor Vertragsschluss über die Chancen und die Risiken der Geldanlage aufzuklären. Er muss auch den finanziellen Hintergrund, die Anlageziele, die Risikobereitschaft und die Vorkenntnisse des ­Anlegers abfragen und in die Beratung ­einfließen lassen.

Im Streitfall müssen Sie die Falschberatung beweisen.

Allerdings ist auch die Bank verpflichtet, eine Beratungsdokumentation zu fertigen.

Die Beratungsdokumentation, nach der Banken verpflichtet sind, den Inhalt jeder Anlageberatung bei Privatanlegern zu protokollieren und den Kunden eine Ausfertigung des Protokolls (Beratungsprotokoll) auszuhändigen, gilt seit dem 01. Januar 2010. Ein Beratungsprotokoll ist eine Dokumentation der erfolgten Anlageberatung und ist auch ein Beleg dafür, dass eine Aufklärung des Kunden stattgefunden hat. Die Dokumentation der Beratung ist eine zwingende Grundlage für ein Beratungsgespräch und erlaubt für beide Seiten einen besseren Nachweis, auf welche Anlageformen man sich im Anlagegespräch geeinigt hat.

Im Falle einer Falschberatung kann der Bankkunde von der Bank bzw. Sparkasse die Herausgabe des Beratungsprotokolls fordern, um daraus zu erkennen, ob bereits Fehler in der Anlageberatung aufgrund des Beratungsprotokolls festzustellen sind.

Dies sollten Sie als erstes tun und dann eine Beratung bei einem auf Bankrecht spezialisierten Anwalt in Anspruch nehmen.

Liegt ein Beratungsfehler vor, sind die Chancen Schadensersatzansprüche erfolgreich gegen die Bank geltend zu machen, gut.

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Der Banker hat kein Beratungsprotokoll gefertigt, jedoch war die Beratung schon April

2009

Mfg Manfred Lorenz

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zu dem Zeitpunkt gab es sicherlich noch nicht die Pflicht ein Beratungsprotokoll zu führen, da diese, wie oben bereits ausgeführt, erst seit dem 01.01.2010 besteht.