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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1462
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
49776616
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Rain Nitschke ist jetzt online.

Hallo, ich habe von einer Firma einen per Post einen kostenlosen

Kundenfrage

Hallo,
ich habe von einer Firma einen per Post einen kostenlosen Promotioncode für 3 Monate erhalten; um diesen kostenlosen Code für die gedachte Testphase in Anspruch zu nehmen sollte ich mich anzumelden; dazu musste ich den Button "Jetzt anmelden " betätigen.
Während der Anmeldung kamen mir wegen der geforderten Angaben doch Bedenken und ich hatte dann die Anmeldung abgebrochen.
Es ist möglich, dass ich aber zuvor die AGB akzeptiert habe.
Jedenfalls behauptet die Firma nun durch das Anmeldung und durch den Klick "Jetzt anmelden" hätte ich einen rechtsgültigen Vertrag geschlossen.
Ich habe nie eine Bestätigung erhalten oder wie die Firma in den AGB angibt
- den regelmäßigen Newsletter erhalten
- ist mir nie die kostenlose Laufzeit oder die Freischaltung bestätigt worden

Jetzt habe ich eine Zahlungserinnerung an den Beitrag von 198,50 EUR erhalten unter Androhung, dass ein Inkasso-Unternehmen den Vorgang übernehmen wird.
Interessant ist auch, dass ich z.B. gleich die längste Laufzeit und das teuerste Angebot
gebucht haben soll.
Meine Frage: wie soll ich mich verhalten ?
mfg
Helmut Ernst
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Ernst,

 

offenbar handelt es sich um eine Betrügerfirma, wie Sie leider massenhaft im Internet anzufinden ist. Um keinen Eintrag bei der Schufa zu riskieren, sollten Sie den angeblichen Vertrag schriftlich wegen arglistger Täuschung anfechten, ihn vorsorglich kündigen und ihn aufgrund eines offenbar nicht ausreichend mitgeteilten Widerrufsrecht widerufen. Musterschreiben gibt es diesbezüglich auf den Internetseiten der Verbaucherzentralen.

 

Keinesfalls sollten Sie den Betrag zahlen. Sofern die Gegenseite Ansprüche gegen Sie erhebt, so ist es ihrer Aufgabe, diesen Anspruch auch nachzuweisen. Sollte die Gegenseite mit einem gerichtlichen Mahnschreiben versuchen, die Forderung einzutreiben, so müssen Sie zwingend innerhalb der Widerspruchsfrist Widerspruch einlegen. Diese beträgt zwei Wochen. Ich kann in so einem Fall jedoch nur raten, umgehend tätig zu werden. Wenn Sie Widerspruch eingelegt haben, wäre die Gegenseite in der Pflicht, den Anspruch einklagen zu müssen, was widerum bedeuten würde, dass allein die Gegenseite Ihnen den Vertragsschluss nachweisen muss.

Rain Nitschke und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.