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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Mein Bruder erwirkte nach dem tode meiner Mutti eine einstweilige

Kundenfrage

Mein Bruder erwirkte nach dem tode meiner Mutti eine einstweilige Verfügung im Schnellverfahren. Er behauptete, dass ich vorhabe, die Leiche meiner Mutti in die Schweiz zu verbringen, sie dort verbrennen zu lassen und die Urne in meinem Garten vergraben zu wollen. Am Freitag war die Anhörung. Bereits vorher konnte ich alle diese Vorwürfe aus der Welt schaffen und mit Unterlagen das Gegenteil beweisen. Nun widersprach mein Bruder dem Bestattungswunsch meiner Mutter (obwohl ich präsente Zeugen und diverse eidesstattliche Versicherungen im Gepäck hatte, die ihn hätten belegen können) und es konnte keine Einigung erzielt werden. Wie ich eben durch ein Schreiben des Gerichtes erfuhr, habe ich, angelblich am Freitag einen Vergleich abgeschlossen und mein Bruder wurde aufgefordert, das Hauptsachverfahren gegen mich zu eröffnen. Ich bin völlig überrascht, weder hat meine Anwältin mich entsprechend aufgeklärt, noch hätte ich mich darauf eingelassen. Die Verfügung gegen mich beruhte nur auf Lügen, eidesstattlich versichert von meinem Bruder. Das steht außer Frage. Darüber wurde letztendlich überhaupt nicht mehr gesprochen. Ich hätte niemals einen Vergleich abgeschlossen, denn ich bin nicht gewillt, wegen dieser Lügen hier Kosten zu tragen. Mein Bruder hat Prozesskostenhilfe beantragt und kann so gelassen der nächsten Klage entgegensehen. Welche rechtlichen Möglichkeiten bieten sich mir, um jetzt noch dagegen vorzugehen???
Ich fand bei meinen Recherchen folgenden Paragraphen, wäre er in meinem Fall zutreffend?

§ 779
Begriff des Vergleichs, Irrtum über die Vergleichsgrundlage.


(1) Ein Vertrag, durch den der Streit oder die Ungewissheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis im Wege gegenseitigen Nachgebens beseitigt wird (Vergleich), ist unwirksam, wenn der nach dem Inhalt des Vertrags als feststehend zugrunde gelegte Sachverhalt der Wirklichkeit nicht entspricht und der Streit oder die Ungewissheit bei Kenntnis der Sachlage nicht entstanden sein würde.

(2) Der Ungewissheit über ein Rechtsverhältnis steht es gleich, wenn die Verwirklichung eines Anspruchs unsicher ist.

Leider kann ich meine Anwältin nicht kontaktieren, da sie seit gestern wegen schwerer gesundheitlicher Probleme für Wochen stationär behandelt werden muss und wohl auch am Freitag deshalb schon den Kopf voll hatte....
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:








Nach ihrer Schilderung gibt es für mich nur zwei Möglichkeiten:

 

Entweder das Gericht hat einen Fehler gemacht oder die Kollegin hat ohne es mit ihnen abzusprechen einen Vergleich in ihrem Namen geschlossen. Sofern sie die Kollegin ordnungsgemäß beauftragt haben, wovon nach ihrer Schilderung auszugehen ist, wäre sie auch in der Lage gewesen in ihrem Namen einen Vergleich abzuschließen.


Hier sollte unbedingt noch einmal bei der Kollegin sowie dem Gericht nachgefragt werden.

 

Ein Vergleich ist grundsätzlich ein Vertrag. Sofern der Vergleich nicht unter Widerrufsvorbehalt geschlossen worden ist (dieses ist durchaus möglich) ist dieser Vertrag grundsätzlich bindend und kann nicht einseitig von ihnen aufgehoben werden.

 

Etwas anderes wäre nur dann möglich, wenn sie sich beim Abschluss des Vergleichs geirrt hätten beziehungsweise die Kollegin (dieses lässt sich ihrer Schilderung nicht entnehmen) oder, wenn sie durch arglistige Täuschung oder Drohung zum Vergleichsabschluss bewegt worden sind. In diesen Fällen wäre der Vergleich nämlich anfechtbar.

 

Dieses kann ich aber beides auch nicht ihrer Schilderung entnehmen.

 

Sofern der Vergleich für sie nachteilig ist und nicht unter Widerrufsvorbehalt geschlossen wurde und der Vergleich von ihrer Anwältin ohne Rücksprache mit ihnen abgeschlossen wurde, hätten sie grundsätzlich gegenüber der Kollegin Schadensersatzansprüche.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241









Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Rechtsanwalt und Diplom Jurist
Danjel Newerla und 6 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

ich habe der kollegin eindeutig gesagt, dassich grundsätzlich gegen einen vergleich bin und wenn überhaupt, er für mich nur unter ganz bestimmten voraussetzungen überhaupt in betracht käme. diese sind nicht einmal besprochen worden, ich darf ja meine mutti immer noch nicht beisetzen. alles beruht auf dieser falschen eidesstattlichen versicherung meines bruders, der hier seinen ganz persönlichen rachefeldzug gegen mich gestartet hat.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

wie kann oder muss ich mich nun verhalten?

 

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Sofern sie der Kollegen gesagt haben, dass sie ausdrücklich gegen einen Vergleich sind, hat die Kollegin als auftragswidrig gehandelt.

Selbst wenn sie ihr dieses nicht ausdrücklich gesagt hätten, hätte sie keinen nachteiligen Vergleich für sie abschließen dürfen.

Im Ergebnis wäre hier wirklich ernsthaft zu prüfen, ob Sie hier Schadensersatzansprüche hätten.

Zunächst einmal sollten Sie sich schnellstmöglich mit der Kollegin zusammensetzen, um die Angelegenheit mit der Kollegin zu besprechen beziehungsweise sich erklären zu lassen.

Sollten Sie keine plausible Erklärung haben,können Sie sich gegebenenfalls an die Rechtsanwaltskammer wenden beziehungsweise sollten darüber nachdenken einen Kollegen vor Ort mit der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen zu beauftragen.

Der Kollege müsste dann prüfen, ob der Vergleich tatsächlich nachteilhaft für Sie ist.

Dieses wäre zum Beispiel dann nicht der Fall, wenn das Urteil voraussichtlich schlechter ausgegangen wäre, ist der Vergleich. Dieses kann ohne Kenntnis der Prozessakten aber leider nicht abschließend beurteilt werden.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

das ist eben nicht so. ich konnte mit unterlagen und präsenten zeugen

und eidesstattlichen versicherungen anderer zeugen eindeutig nachweisen, dass die aussagen meines bruders jeder grundlage entbehren. so ist der vergleich für mich auf jeden fall nachteiliger, denn ich sitze jetzt auf 1000 euro gerichtskosten und 600 euro anwaltsgebühren. da meine rechtsschutz bei unterlassungsklagen nicht zahlt. mein bruder bekommt das geld nun vom staat, trotzdem er nachweislich mit falschen aussagen diese verfügung gegen mich erwirkt hat...da ich noch nie mit dem gericht zu tun hatte, bin ich nun wirklich überrascht und werde auf jeden fall versuchen dagegen vorzugehen. ich danke ihnen aber erst einmal für ihre informationen, die mir einen gewissen überblick verschafft haben. ich habe nun nur einen gewissenskonflikt. nur ein paar tage, nachdem die anwältin mein mandat übernahm informierte sie mich, dass am Freitag, den 24.06. ihr letzter Arbeitstag ist, da sie danach für längere zeit ins krankenhaus muss. wir sprachen noch einmal am montag, den 20.06. persönlich, auch mein mann war dabei und für uns stand fest, dass die verfügung wegen falscher beschuldigungen nicht haltbar ist und ich

danch meine mutti endlich beisetzen kann. in der verhandlung war sie dann wie gelähmt. die gegnerische anwältin brachte sie dann sogar zum weinen. Sie fühlte sich persönlich beleidigt und wohl auch vorgeführt. ich dachte, ich bin im falschen film. tröstete sie und versuchte der sache zu folgen. sie sprach dann kein wort mehr, weder meine zeugen wurden gehört, noch die schriftlichen zeugenaussagen wurden an das gericht heran getragen...aber dennoch weiß ich eben auch, dass sie sehr krank ist und hadere deshalb mit mir und meinem gewissen. hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir natürlich einen

anderen anwalt genommen. ich denke, das hat dazu geführt, dass sie mental gar nicht in der lage war, sich für mich einzusetzen....

 

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Ihre Äußerungen bestätigen leider meine vorherigen Ausführungen.

Hier drängt sich der Verdacht eines Schadensersatzanspruches auf, da die Kollegin den Prozess nicht ordnungsgemäß geführt hat.

In menschlicher Hinsicht kann ich die Sache sehr gut verstehen. Das Problem ist aber, dass die Kollegin das Mandat angenommen hat und sie auch vertreten hat.

Wäre sie dazu nicht in der Lage gewesen (das wäre voraussichtlich die bessere Entscheidung gewesen), hätte sie das Mandat nicht annehmen dürfen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

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