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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1317
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
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Rain Nitschke ist jetzt online.

Hallo, wir haben Weihnachten 2009 ein kind in Bereitschaftspflege

Kundenfrage

Hallo, wir haben Weihnachten 2009 ein kind in Bereitschaftspflege aufgenommen. Sie ist bis heute bei uns. Seit einiger Zeit wollen wir die kleine bei uns behalten. Laura ist jetzt 2 1/2 jahre alt. Die Herkunftseltern wollen Laura zurück. Wobei die Mutter nicht mehr in frage kommt weil die ein strakes Drogen problem hat, der Vater ist 63 Jahre alt und würde alleinerziehend werden. Laura ist ein frühchen mit einer geistigen Behinderung. Laura hat eine starke bindung zu mir und meiner Famillie, wir sind für sie Mama und Papa. Wie gut stehen unsere Chancen mit einem Antrag auf verbleib. Der Richter bei uns kann sehr gut mit dem Vater, wo wir von ausgehen das er die rückführung anordnen wird. Zur zeit läuft ein Erziehungsfähigkeitsgutachten. Danke XXXXX XXXXX Antwort.
Nadine Bockler
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

ohne ein genaues Aktenstudium, ist eine seriöse abschließende Aussage leider kaum möglich. Selbst der Richter stützt seine Entscheidung nicht allein auf die äußeren Umstände, sondern benötigt für seine Entscheidung das besagt Erziehungsfähig-keitsgutachten, sowie sämtliche Aussagen aller zur Verfügung stehenden Zeugen, die Angaben zum Kindeswohl und den Gesamtumständen machen können.

 

Wenn Sie jedoch das Kindeswohl durch die Rückführung zum Vater gefährdet sehen, sollten Sie den Antrag auf Verbleib unbedingt stellen. Das von Ihnen betreute Kind scheint schon aufgrund seiner Erkrankung besonders darauf angewiesen zu sein, dass es in einer stabilien Umgebung aufwächst und seine Versorgung sicher gestellt ist. Zudem ist es mittlerweile auch wissenschaftlich erwiesen, dass ein Bindungsabbruch schwere Folgen für Kinder haben kann.

 

Das zu erstellende Gutachten wird sich daher nicht allein mit der Erziehungsfähigkeit der Eltern auseinandersetzen, sondern es wird auch überprüft, wie stark die Bindung zu Ihnen und Ihrer Familie mittlerweile ist und welche Schäden das Kind durch den Bindungsabbruch erleiden könnte.

 

Einen interessanten Artikel zu diesem Thema finden Sie auch hier:

http://www.pflegeelternrecht.de/pf/verbleibenssicherung.php?detail=1

 

Kampflos sollten Sie das Kind jedenfalls nicht aufgeben und darauf hoffen, dass der Verbleib von Amtswegen angeordnet wird. Allein durch die Antragstellung zeigen Sie bereits, wie wichtig Ihnen die kleine Laura ist. Letztendlich bleibt es jedoch eine Einzelfallentscheidung.

 

Ich wünsche Ihnen für das Verfahren alles Gute!

 

Rain Nitschke und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wo stellt man so einen Antrag? Beim Rechtsanwalt? oder gibt es links wo so was schon mal formuliert ist? Den ich ich bin mir nicht sicher was auf jedenfall drin stehen soll und was noch so wichtig ist.
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Nachfrage

 

Zuständige wäre das Amtsgericht am Wohnort der Pflegeeltern - genauer gesagt, das dortige Familiengericht

 

Antragsberechtigt sind die Pflegeeltern. Ein Rechtsanwalt ist nicht zwingend für die Antragstellung notwenig. Es ist jedoch sehr zu empfehlen, sich an einen vor Ort im Familienrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden, da dieser mit Ihnen im persönlichen Gespräch alle nötigen Fakten sammeln und in seinem Antrag verbinden kann. Dieser ist vor allem darin geschult, den Antrag so zu formulieren, dass auch tatsächlich das Kindeswohl im Vordergrund steht. Stellen Pflegeeltern den Antrag selbst, neigen diese gerne dazu, lediglich die Nachteile der leiblichen Eltern hervorzuheben und es sieht so aus, als wolle man das Kind nicht aus Gründen des Kindeswohl behalten, sondern aus persönlichen Gründen. Dies ist aber gerade nicht Sinn der Pflegschaft. Da es sich bei der Angelegenheit um ein sehr emotionales Thema handelt, sollten Sie sich unbedingt von einem Anwalt unterstützen lassen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dann werde ich mir mal einen suchen. Das ganze Thema ist sehr Verfahren . Der Vater bekommt immer mehr Umgang mit Laura zugesprochen. Daher gehen wir davon aus das Laura zurück soll. Wir haben einen erfahrenen Anwalt hier bei ums , der aber auch schon viel mit dem Richter zu tun hatte, er ist auch in dem alters Bereich wie der Vater und der Richter. Ich bin mir nicht sicher ob der Ra die richtige Wahl ist?
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ob dieser Anwalt der richtige für Sie ist, kann ich leider nicht sagen. Prinzipiell kann ich in so einen Fall einen sogenannten Fachanwalt für Familienrecht empfehlen. Diesen finden Sie z.B. einen im Telefonbuch/Gelbe Seiten oder aber, Sie rufen die für Sie zuständige Rechtsanwaltskammer an. Diese empfehlen Ihnen dann einen spezialisierten Anwalt. Gerade wenn die Sache noch unsicher ist, sollten Sie einen Anwalt hinzuziehen, da dieser auch Einblick in die Verfahrensakte beantragen kann.

 

Alles Gute für Sie!

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