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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26234
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich will ein Grundst ck in einer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich will ein Grundstück in einer Zwangsversteigerung erwerben. durch die Zwangsversteigerung wird das Grundstück lastenfrei, bis auf ein Auflassungsvormerk. was bedeutet das für mich als Käufer?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Durch die Zwangsversteigerung erlöschen Belastungen die auf dem Grundstück liegen, also Grundschulden und Hypotheken. Durch den Versteigerungserlös werden die Gläubiger, die sich teilweise mit diesen Belastungen abgesichert haben, befriedigt.

Dies gilt allerdings nur, wenn die Versteigerungsordnung für das Grundstück nicht von sogenannten "bestehenbleibenden Rechten" spricht. Solche Rechte müssen zum Beginn der Zwangsversteigerung vom Rechtspfleger mitgeteilt werden.

In diesem Falle würden Sie zum Beispiel eine Grundschuld übernehmen, die vom früheren Grundstückseigentümer einem Kreditinstitut bestellt worden war.

Aus dieser Grundschuld haften Sie dann dem Kreditinstitut.

Wenn Ihnen vom Amtsgericht jedoch kein bestehenbleibendes Recht mitgeteilt wird, so besteht eine solche Haftung nicht.

Zur Sicherung des Anspruchs auf Übertragung des Eigentums wird eine Auflassungsvormerkung ins Grundbuch eingetragen (§ 833 BGB).

Diese dient dem Schutz des Erwerbers. Die Vormerkung soll verhindern, dass der Veräußerer das Eigentum ein weiteres Mal verkauft.

Soweit eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch zurückbleibt müssen Sie den Begünstigten dieser Vormerkung zur Löschung auffordern.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

wie ist diese Auflassungsvormerkung zu verstehen? warum wird sie nicht im Zuge der Zwangsversteigerung gelöscht? welche Verpflichtungen entstehen für mich als Erwerber? was, wenn der Begünstigte die Vormerkung nicht löscht? was, wenn es den Begünstigten nicht mehr gibt?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Eigentlich kann die Auflassungsvormerkung nur dann bestehen bleiben, wenn diese der Beschlagnahme des Grundstücks zum Zwecke der Zwangsversteigerung im Rang vorgeht, also früher erfolgt ist.

Die Auflassungsvormerkung gibt dem Berechtigten grundsätzlich einen Anspruch das Eigentum am Grundstück auf sich umschreiben zu lassen.

Für Sie als Ersteigerer ergeben sich keine Verpflichtungen.

Falls sich der Begünstigte nicht zur Löschung bereit erklärt, so müssen Sie ihn auf Löschung verklagen. Wenn es den Begünstigten nicht mehr gibt, so müssen Sie seine Erben verklagen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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