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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Andreas Scholz ist jetzt online.

meine tochter (12) wollte heute was in drogeriemarkt was mitnehmen,

Kundenfrage

meine tochter (12) wollte heute was in drogeriemarkt was mitnehmen, hat verpackungen kaputtgemacht und die ware in ihre tasche reingelegt, aber sie war noch nicht aus dem geschäft raus. sie meinte, sie war noch beim überlegen, ob sie die ware so mit nimmt oder bezahlt an der kasse, eigentlich hat sie genug geld dabei gehabt. dabei war sie erwischt und ins büro wurde eingeladen. normalerweise so weit ich weiß, diebstahl, wenn sie erst aus dem geschäft rausgeht und dann wird angehalten. wie ist die rechtslage?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

eines vorab: Nachdem Ihre Tochter erst zwölf Jahre ist, ist Sie nicht strafmündig, § 19 StGB, kann strafrechtlich daher nicht belangt werden. Nur rein informativ daher das Folgende:

Bei Diebstahl geht es darum, ob neuer Gewahrsam über eine Sache gegen den Willen des ursprünglichen Gewahrsamsinhabers (hier der Drogerieinhaber) begründet worden ist. Dieser Vorgang wäre dann die den Diebstahl begründende sog. Wegnahme.

Die zur Vollendung des Diebstahls führende Wegnahme ist dann vollzogen, wenn fremder Gewahrsam gebrochen und neuer Gewahrsam begründet worden ist. Für die Frage des Wechsels der tatsächlichen Sachherrschaft ist entscheidend, ob der Täter die Herrschaft über die Sache derart verlangt, daß er sie ohne Behinderung durch den alten Gewahrsamsinhaber ausüben kann.

Beim Verbringen von kleinen Gegenständen in den körperlichen Nahbereich - was etwa auch die Handtasche Ihrer Tochter ist - nimmt die Rechtsprechung den Gewahrsamswechsel, sprich die Begründung neuer eigener Sachherrschaft an. Denn dann ist der in den körperlichen Nahbereich verbrachte Gegenstand dem Blickfeld und der Kontrolle des ursprünglichen Gewahrsamsträgers entzogen, so dass er seine ursprüngliche Sachherrschaft nicht mehr ausüben kann.

Es kommt daher nicht zwingend darauf an, dass der Supermarkt tatsächlich verlassen wird. Als Gegenbeispiel ließe etwa der Fernseher anführen. Dieser ließe sich nicht einfach so in der Tasche verstecken und so dem Einflussbereich des Marktinhabers entziehen. Hier wäre in der Tat von einem vollendeten Diebstahl erst dann auszugehen, wenn der Fernseher tatsächlich aus dem Markt verbracht würde.

Aber wie gesagt: Aufgrund ihres Alters hat Ihre Tochter nicht zu befürchten.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben. Bitte akzeptieren Sie die Antwort entsprechend den Vorgaben dieser Plattform. Danke.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
wie ist die folge, wird es an die polizei weitergeleitet. ich hab mitbekommen, dass es noch an das jugendamt weiter geht und an die schule
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin,die Schule dürfte nicht informiert werden. Möglich ist aber, dass Sie und Ihre Tochter zu einem Gespräch bei einem Sachbearbeiter beim Jugendamt eingeladen werden.Auch wenn die Polizei informiert werden würde, würde die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstellen, weil Ihre Tochter noch nicht strafmündig ist.Ich hoffe weitergeholfen zu haben. Bitte akzeptieren Sie die Antwort entsprechend den Vorgaben dieser Plattform. Danke.Mit freundlichen GruessenScholzRechtsanwalt
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

wenn Ihnen die Antwort weitergeholfen hat, bitte ich, durch Anklicken des Buttons "Antwort akzeptieren" meine Antwort zu akzeptieren, denn nur so kann der von Ihnen für die Beantwortung Ihrer Frage versprochene Betrag auch abgerechnet werden. Vielen Dank und

freundlichen Grüße

Scholz, RA

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

wenn Ihnen die Antwort weitergeholfen hat, bitte ich, durch Anklicken des Buttons "Antwort akzeptieren" meine Antwort zu akzeptieren, denn nur so kann der von Ihnen für die Beantwortung Ihrer Frage versprochene Betrag auch abgerechnet werden. Vielen Dank und

freundlichen Grüße

Scholz, RA

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