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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26191
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Werkvertrag ber Bad-Erneuerung Der angesprochene Installateur

Kundenfrage

Werkvertrag über Bad-Erneuerung:
Der angesprochene Installateur vermaß zunächst den Raum mit Fotos und präsentierte daraus in seinen Räumen eine 3D-Vorführung, in die er unsere Vorstellungen einbaute. Ursprünglich war die Maßnahme noch für Juni vorgesehen. Nach der 2. Sitzung erbaten wir ein schriftliches Angebot mit Einzelpreisen, er veranlasste jedoch weitere 2 Sitzungen. Bei der gestrigen legte er erstmalig sein schriftliches Angebot vor mit nur einem Gesamtpreis ohne Positionsschlüsselung. Er erläuterte uns einzelne Positionen, wobei ich über den Tisch nicht alles lesen konnte. Eigentlich wollten wir das Angebot zu Hause prüfen, doch er überredete uns mit Abzügen für Farbe, Eigenleistung für Demontage und Skonti zu einem Festpreis und ließ mich sofort das Auftragsformular unterschreiben, Ausführung im September wegen Zulieferterminen.
Kann ich den Vertrag widerrufen?
Zusatzfrage: Nach Überschreibung von 3/4 des Anwesens auf meinen Sohn und 1/4 auf meine Frau bin ich nur noch Nießbrauchberechtigter. Kann ich ggf. deswegen widerrufen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Verbraucherschutz greift nur insoweit, soweit Sie den Vertrag über Fernkommunikationsmittel geschlossen haben, eine Haustürgeschäft oder ein verbundenes Geschäfts (Kauf und Finanzierung bei Bank) vorlag.

Nur dann können Sie den Vertrag widerrufen.

Ansonsten sind Sie leider an den Vertrag gebunden.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass das Anwsen auf Ihren Sohn und Ihre Frau Überschieben wurde. Ausschlaggebend für den Installateur ist die im Vertrag genannte Person, egal ob Eigentümer oder nicht.

Sie können den Werkvertrag lediglich kündigen. Dies hat zur Folge, dass Sie dem Handwerker den vollen Werklohn schulden, abzüglich dessen, was er sich an Aufwendungen erspart hat und er anderweitig verdienen konnte.

Ich bedaure Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Da der Vertrag erst gestern unterschrieben wurde, kann der Installateur bei Kündigung doch keine Aufwendungen geltend machen - außer der vorvertraglichen Beratung, die ja kostenlos sein sollte. - oder doch?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Leider ist es nicht so:

Die von mir beschriebene Rechtsfolge ist in § 649 BGB niedergelegt:

Danach hat der Handwerker grundsätzlich den vollen Anspruch auf Vergütung abzüglich was er erspart hat oder anderweitig verdienen konnte.

Also tatsächlich wird Ihr Handwerker in jedem Fall Arbeiten verlangen können, die er nach Vertragsschluss bereits getätigt hat (Beispiel: Aufwand für Einkaufsfahrten beim Großhändler,...) und er wird entgangenen Gewinn von Ihnen verlangen können. Diesen muss er allerdings beziffern, was kein Unternehmer gerne tut.

Deshalb sieht § 649 S.3 BGB eine Vermutung dahingehend aufgestellt, dass dem Handwerker 5% der vereinbarten Summe in jedem Falle zustehen sollte.

MIt freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt





Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke, alles klar - bis auf die Frage: Kostet Ihre 2. Antwort nochmals 45 €?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Nein, das war eine kostenlose Folgeantwort. Sie haben freundlicherweise bereits einmal akzeptiert und das ist auch ausreichend.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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