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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27029
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Makler bietet ein Grundst ck an (gibt gegen ber dem K ufer

Kundenfrage

Makler bietet ein Grundstück an (gibt gegenüber dem Käufer an er habe einen Maklerauftrag); Grundstück wird zur Besichtigung betreten; verlangt im Erfolgsfall Provision; läßt mich im gleichen Auftrag ihn beauftragen, einen Termin für notariellen Kaufvertrag zu vereinbaren; nachdem Eigentümer Notarvorentwurf bekommt, gibt der Eigentümer gegenüber dem Käufer an, dass nie ein Maklerauftrag bestand, der Makler dem Eigentümer bis dahin unbekannt war, der Makler ohne deren Wissen sein Werbeschild auf dem Grundstück platziert und das Grundstück im Internet angeboten hat, er das Grundstück aber privat an den Käufer verkaufen würde.
-Wie komme ich aus dem Vertrag heraus?
-Wer muss die Notarkosten zahlen?
-Was kann ich tun bzw. muss ich beachten?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Für die Entstehung des Provisionsanspruchs des Maklers ist ausschlaggebend, dass er von Ihnen das zum Verkauf stehende Grundstück nachgewiesen hat und er Ihnen die Provisionspflichtigkeit seines Tuns mitgeteilt hat.

Die Provisionspflicht entsteht jedoch nur dann, wenn der Verkäufer zu Beginn seiner Tätigkeit verkaufbar war. Daran könnte es hier fehlen, wenn der Verkäufer angibt, nicht an über einen Makler kommende Kunden verkaufen zu wollen. Der Makler kann auch dann keine Provision begehren, wenn der Eigentümer sich später doch zum Verkauf oder zur Vermietung entschließt und der Interessent das Objekt dann ohne weitere Mitwirkung des Maklers erwirbt bzw. anmietet (BGH Beschluss vom 28.09.1995).

Wenn der Makler trotz Kenntnis über die fehlende Beauftragung durch den Verkäufer einen Notarstermin abschließt, dann macht er sich Ihnen gegenüber Schadensersatzpflichtig und muss für die Notarskosten aufkommen.

Sie können also den Makler über die derzeit fehlende Verkaufsbereitschaft des Verkäufers informieren, mit der Folge, dass das Maklerhonorar nicht entsteht.

Sollte es sich der Verkäufer später dennoch anders überlegen und einen Kaufvertrag mit Ihnen abschließen wollen, so entsteht durch diese später entstandene Verkaufsbereitschaft der Hornoraranspruch.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt