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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3665
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

L uft die Erbe eines Ehegatten w hrend der Ehe in die Zugewinsumme

Kundenfrage

Läuft die Erbe eines Ehegatten während der Ehe in die Zugewinsumme und kann es dann aufgeteilt werden
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Gemäß § 1374 Abs. 2 BGB werden bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs Erbschaften, die während der Ehe angefallen sind, zum Anfangsvermögen addiert. Eine Erbschaft fließt also in das Anfangs- und Endvermögen ein, so dass sie sich aus Sicht des Zugewinns neutralisiert.

Damit ergibt sich wegen ihr kein Zugewinn. Der andere Ehegatte bekommt nichts aus der Erbschaft. Er partizipiert aber an etwaigen Wertsteigerungen der Erbschaft während der Ehezeit.

Ein Unterhaltsanspruch besteht nur bei Bedüftigkeit des Unterhaltsberechtigten. Bedürftigkeit läge dann nicht vor, solange und soweit er sich aus seinen Einkünften und seinem Vermögen selbst unterhalten kann (§ 1577 BGB).

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
wann besteht eine bedürftigkeit,kommte es nicht daraufhin wie der lebenstill gewesen wäre,wie lange muss mann dann verheiratet sein um ein anderen lebensstill durch den partner geltend machen zu wollen
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

In § 1569 Satz 1 BGB heißt es:

"Nach der Scheidung obliegt es jedem Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen."

Nur wenn ein Ehegatte nach der Scheidung nicht in der Lage ist, für seinen Unterhalt zu sorgen, kommt ein Unterhaltsanspruch in Betracht.

Denkbar ist hier z.B. der Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit (§ 1573 BGB), wenn ein Ehegatte nach der Scheidung keine angemessene Erwerbstätigkeit finden kann.

Dabei gilt aber, dass der geschiedene Ehegatten die Pflicht hat, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben. In § 1574 BGB heißt es:

Angemessen ist eine Erwerbstätigkeit, die der Ausbildung, den Fähigkeiten, einer früheren Erwerbstätigkeit, dem Lebensalter und dem Gesundheitszustand des geschiedenen Ehegatten entspricht, soweit eine solche Tätigkeit nicht nach den ehelichen Lebensverhältnissen unbillig wäre.

Bei den ehelichen Lebensverhältnissen sind insbesondere die Dauer der Ehe sowie die Dauer der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes zu berücksichtigen.


Er muss nachweisen, dass es sich um eine Tätigkeit bemüht. Die ernsthaften und nachhaltigen Bemühungen sind gegebenenfalls vor dem Familiengericht zur Begründung des Anspruchs zu belegen.