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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe ein Problem. Einem

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Problem. Einem Bekannten habe ich, obwohl er insolvent ist, ein Auto geleast. Er hat keine Inspektionen gemacht und einen Schaden am Auto hinterlassen von ca. 6200 €. Schriftlich ist nichts abgemacht worden, da er gesagt hat, dass er ja insolvent ist und kein Auto haben darf. Das Auto habe ich ihm zur Verfügung gestellt, da er mir geholfen hat meine Praxis aufzubauen. Gibt es eine Möglichkeit die Kosten von ihm zurückzufordern?

mit freundlichem Gruß

Ricarda Preuß
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Bei der Überlassung des Fahrzeuges handelt es sich rechtlich um einen sogenannten Leihvertrag.

Gesetzliche Regelungen finden sich hierzu in den §§ 598 BGB ff.

Grundsätzlich haftet der Verleiher, also der Bekannte, für Schäden, jedenfalls wenn er diese vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat. (§ 599 BGB)

Soweit also der Bekannte Schäden am Fahrzeug verursacht hat bzw. ein Schaden dadurch entstanden ist, dass Reparaturen oder Durchsichten nicht vorgenommen worden sind, dürfte ein Erstattungsanspruch bestehen.

Es ist im besonderen darauf hinzuweisen, dass etwaige Ansprüche innerhalb von 6 Monaten verjähren. Der Anspruch muss also kurzfristig rechtshängig gemacht werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen und einen gangbaren Weg aufzeigen.

Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Geht das auch, wenn keinerlei Verträge vorhanden sind, sondern ich nur den einen oder anderen Bekannten anbringen könnte, der es mündlich bestätigen könnte, dass der Wagen zumindest immer bei ihm gestanden hat?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich ist ein mündlicher Vertrag genau so gültig und verbindlich, wie ein schriftlicher. Natürlich ist die Gefahr bei mündlichen Abreden größer in Beweisnot zu geraten. Wenn es nichts anderes als Zeugen gibt, dann müssen diese genügen.

Es wäre natürlich schön, wenn die Zeugen ein wenig mehr bezeugen könnten, als dass der Wagen nur bei dem Bekannten gestanden habe, sondern auch dass er dies über längere Zeiträume genutzt hat.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
das geht auf jeden Fall!! Derselbe Bekannte hat bei mir auch noch alte Möbel in der Praxis stehen... wie krieg ich die raus? Kann ich "Nutzungsgebühr" und Entsorgung berechnen?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sollten den Bekannten schriftlich unter Fristsetzung auffordern, die Möbel abzuholen. Gleichzeitig sollten Sie avisieren, dass nach Ablauf der genannten Frist Unterstell"gebühren" geltend gemacht werden.

Sollte die Frist ergebnislos verstreichen, ist es ratsam nochmals eine Nachfrist zu setzen und zugleich die Entsorgung anzukündigen mit entsprechender Kostenfolge.

Das alles sollten Sie per Einschreiben versenden, damit Sie den Nachweis führen können.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Herzlichen Dank, ich denke das reicht erst einmal. Ich bin zumindest etwas beruhigter und nicht mehr ganz so hilflos.

 

mit freundlichem Gruß

 

Ricarda Preuß

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es freut mich, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.