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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Danjel Newerla ist jetzt online.

Ich hatte ein Verh ltnis (inzwischen fast 1 1/2 Jahre her und

Kundenfrage

Ich hatte ein Verhältnis (inzwischen fast 1 1/2 Jahre her und beendet) zu einem Kollegen . Er war zu diesem Zeitpunkt vergeben (nicht verheiratet), ich nicht, wobei er wohl davon ausging, ich sei es. Seine Freundin hat damals wohl etwas mitgekriegt, denn er drohte mir mit den Worten "Das wird Dir noch Leid tun" und "Du wirst Dich noch wundern". Ich bekam auf der Arbeit deswegen eine Depression und war anschließend 4 Monate stationär in psychatrischer Behandlung. Als ich wieder zurückkam, dauerte es ca. 2 Monate, bis er wieder Kontakt zu mir aufnahm. Wir gingen öfter zusammen an den Getränkeautomaten Kaffee trinken, mehr lief aber nicht. Eines Tages wollte er sich wieder mit mir treffen, ich sagte zu, wollte aber nur ein Gespräch zur Klärung mit ihm haben, welches aber nicht Zustande kam. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon mehrere Wochen die Medikamente zur Behandlung meiner Depression (in Absprache mit dem behandelnden Arzt) abgesetzt. In diesen Wochen hatten sich die Kollegen gegenseitig bei mir übereinander beschwert. Jeder hat sich über jeden bei mir beklagt. Manche Kollegen haben mich auch aufgeregt und so habe ich den Beschwerden hin und wieder zugestimmt. Irgendwann habe ich dann meinem Vorgesetzten davon erzählt, dass die Stimmung im Büro so schlecht sei. Der muss dies gegenüber den Kollegen unter Nennung meines Namens geäüßert haben. Das Ende vom Lied war, dass die Kollegen sich massiv über mich beschwert haben und mir Worte in den Mund gelegt haben, die ich nie gesagt habe. Das ganze hat jetzt schon meinen Freundes- und Bekanntenkreis erreicht, auch hier wird alles was ich sage gegen mich ausgelegt und ich habe das Gefühl, dass nur darum geht, mich in die Pfanne zu hauen. Auch dass ich dieses Verhältnis mit meinem Kollegen hatte, glaubt mir auf einmal keiner mehr. Was kann ich tun um diese Stimmungsmache gegen mich zu beenden? Inzwischen habe ich richtig Angst um meine Arbeitsstelle und meinen Ruf.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Wenn ich Sie richtig verstanden habe werden hier von seiten ihrer Kollegen sowohl in ihrem beruflichen Bereich als auch in ihrem Privatbereich unwahre Behauptungen veröffentlicht, die Sie in Ihrer Ehre verletzen und sogar zu Depressionen geführt haben.

 

Hier könnten sie zivilrechtlich als auch strafrechtlich vorgehen.

 

In zivilrechtlicher Hinsicht hätten sie aufgrund der Depressionen grundsätzlich einen Anspruch auf Schmerzensgeld insbesondere haben sie aber für die Zukunft gem. § 1004 BGB einen Unterlassungsanspruch, der auf sofortige Einstellung dieses Verhaltens gerichtet ist.

 

In strafrechtlicher Hinsicht könnten Sie hier über eine Strafanzeige wegen Verleumdung und/oder übler Nachrede ( und wenn in ihrem Zusammenhang Schimpfworte gefallen sein) sogar wegen Beleidigung erstatten.

 

In zivilrechtlicher wie in strafrechtlicher Hinsicht ist es wichtig, dass sie die Vorwürfe auch beweisen können. Dieses könnte problematisch werden, sofern es lediglich an ihrem Arbeitsplatz geschehen ist.

 

Da die Gerüchte aber bereits ihren Freundes und Bekanntenkreis erreicht haben, stehen doch zumindest aus diesen Kreisen Zeugen zur Verfügung, die notfalls vor Gericht die Äußerungen bestätigen können.

 

Da hier also offensichtlich Ansprüche gegeben sind und auch Zeugen vorhanden sind,lohnt es sich meines Erachtens die Sache weiter zu verfolgen.

 

Vor diesem Hintergrund sollten sie schnellstmöglich einen Kollegen vor Ort mit der notfalls gerichtlichen Geltendmachung ihrer Ansprüche beauftragen. Der Kollege sollte dann zunächst die betreffenden Personen außergerichtlich anschreiben. Oftmals genügt dieses in der Praxis.

 

Sollte auch dieses nichts nutzen, müsste spätestens dann der gerichtliche Weg gewählt und gegebenenfalls Strafanzeige erstattet werden.








Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



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Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241







Danjel Newerla und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Für mich stellt sich auch vor allem die Frage, wie ich mich auf der beruflichen Ebene wehren kann. Wenn die Kollegen gegen mich zusammenhalten, wie kann ich da beweisen, dass ihre Aussagen falsch sind?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ohne Beweise ist es natürlich schwierig.

Sie sollten dennoch versuchen auch auf beruflicher Ebene Zeugen zu finden.

Sofern nachweisbar ist, dass es genau diese Personen/Arbeitskollegen sind, die auch privat gegen sie die Unwahrheiten verbreiten, könnte man ihren Arbeitgeber oder falls vorhanden auch den Betriebsrat damit konfrontieren.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241