So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Morgen eine Bekannte ist Verfahrensbeistand und hat

Kundenfrage

Guten Morgen eine Bekannte ist Verfahrensbeistand und hat in Fachforen im Internet unter anderem Namen fall- und fachbezogene Fälle diskutiert, diese ohne Namen weiteren Angaben auch mit Verfälschungen und Verdrehungen der Fälle. Eine Zuordnung ist nur sehr schwer möglich. Eine Privatperson hat nun dies zum Anlass genommen, meiner Bekannten zu schaden, sie hat diese Beiträge, die über Jahre geschrieben wurden, an Ämter zur Überprüfung auf konkrete Fälle geschickt, und diese auch an Gerichte. 1. Liegt bei fall- und fachbezogenen Beispielen, die kein Geheimnis darstellen und anonymisiert sind, eine Straftat nach § 203 vor? 2. Wie kann man gegen diese Privatperson vorgehen, die damit bewusst meine Bekannten schaden will? 3. Kann diese Privatperson aktiv in Foren gegen meine Bekannte vorgehen, in dem sie z.B. den Beruf und den Wohnort bzw. die Zuständigkeit veröffentlicht und anderen anbietet, mehr über meine Bekannten über Email zu berichten? 4. wie sind fallbezogene Darstellungen z.B. auf homepages zu werten, wenn sie anonymisiert sind und der sach- und fachbezogenen Darlegung dienen, wie z.B. X kauft ein Haus und hat eine Pfändung, etc. Ich hoffe, Sie können meine Fragen für meine Bekannte beantworten, da es derzeit durch diese Privatperson um ihre Existenz geht. mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

1. Der Straftatbestand dürfte bei entsprechender Anonymisierung der Sachverhaltsschilderung nicht erfüllte werden.

2. Hier wäre wohl zivilrechtlich mit der Auforderung zur Unterlassung zu arbeiten und ggf. auf eine gerichtliche Verfügung zu erwirken, die es dem Herrn untersagt bestimmte Äußerungen zu tätigen.
Strafrechtlich wäre hier ggf. der Tatbestand der Verleumdung erfüllt, so dass diesbezüglich auch Strafanzeige erstattet werden könnte.

3. hier dürfte das selbe wie zu 2) gelten.

4. Das dürfte wie unter 1) beschrieben unproblemtisch sein, sofern kein Rückschluss auf bestimmte Personen gezogen werden kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen. Fragen Sie bitte nach, falls etwas unklar geblieben ist.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

etwas ist mir noch nicht ganz klar, weil es weitere Kreise zieht-

 

wenn diese Person nun alle!!! Beiträge in Foren an Jugendämter schickt und jemand meint, einen konkreten Fall erkennen zu können. der aber auch anonym zum Austausch dient, trifft dann § 203 zu?

 

wenn ja dürften ja auch Urteile nicht veröffentlicht werden, da hier der Name der Betroffenen fehlt.

 

Kann, da sie noch festangestellt ist, solch eine Nachricht an den Arbeitgeber von dieser Person zur Kündigung führen?

 

Sie verschickt tatsächlich alle Beiträge mit massiven Verleumdungen, sogar private Aktivitäten.

 

eine Unterlassungsklage wird sie heute noch machen, es geht immerhin um ihre Existenz.

 

Danke für die Mühe.

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bei Anonymisierung liegt kein Geheimnisverrat im Sinne des § 203 StGB vor. Sie gehen insofern auch Recht in der Annahme, dass Urteile ja dann auch nicht veröffentlich werden könnten.

In diesem Sinne und mangels Erfüllung eines Straftatbestandes kann damit auch keine Kündigung seitens des Arbeitsgebers gerchtfertigt werden.

Hier muss auf jeden Fall umgehend mit einer Unterlassungsverfügung reagiert werden, um demjenigen, der hier wohl eindeutig schädigen will, Einhalt zu gebieten.
Sie sollte daher auf jeden Fall, auch eine Strafanzeige in Erwägung ziehen.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Herzlichen Dank - jetzt bin ich ein großes Stück weiter!

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Kraft.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Die Kraft ist wichtig, da es um die Existenz geht -

 

aber die hatte das in einem Forum ja schon angekündigt.

 

Ihnen einen schönen und ruhigen aber erfolgreichen Tag

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke.