So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich habe durch eine private Unterschrift auf eine Verzichtserkl rung

Kundenfrage

Ich habe durch eine private Unterschrift auf eine Verzichtserklärung auf die Lebensversicherungsleistung im Sterbensfall verzichtet. Mein früherer Lebensgefährte hatte eine Versicherung auf mich abgeschlossen und anscheinend einige Tage vor seinem Tod per Fax das Bezugsrecht auf seine Eltern abgeändert. Da die Versicherung der Unterschrift auf dem Fax nicht glaubte, überzeugte mich sein Bruder, eine selbst aufgesetzte Verzichtserklärung zu unterschreiben. Mittlerweile bereue ich dieses,denn immerhin hatte ich über 12 Jahre eine Beziehung und selbst viele Euro in die Firma die wir zusammen aufgebaut haben gesteckt. Der Bruder hat an meine ehemalige Liebe appelliert und mich in ca. 5 Min. zu der Unterschrift überredet. Ich hatte keine Bedenkzeit - meine Schuld - aber mittlerweile komme ich zu der Überzeugung, dass mein ehemaliger Lebensgefährte das gar nicht veranlasst hat, sondern, dass die Familie versucht alles für sich zu retten. Dabei sind diese Menschen noch nicht mal bedürftig, sondern besitzen Eigentumswohnungen und Häuser. Wie sollte ich nun reagieren ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Ein Widerruf der Verzichtserklärung wäre nur solange möglich gewesen, bis die Verzichtserklärung den Empfänger erreicht hat.

Allenfalls bliebe hier eine Anfechtung Ihrer Willenserklärung. Hierbei käme eine Anfechtung wegen Irrtum, Täuschung und Drohung in Betracht. Hier wird es aber anhand Ihrer Schilderung schwierig ein Tatbestandsmerkmal plausibel zu begründen.

Zu prüfen wäre hier allerdings, ob der Bruder des verstorbenen Lebensgefährten hier unter Vortäuschung falscher Tatsachen, insbesondere im Hinblick auf das Fax mit der Änderung der Bezugsberechtigung, Sie dazu bewegen wollte, hier einen Verzicht abzugeben. Hierzu wäre es allerdings erforderlich gegen den Bruder eine Strafanzeige wegen des Verdachtes des Betruges zu erstatten, so dass die Staatsanwaltschaft hier die Ermittlungen aufnimmt. Diese würde dann prüfen, ob es das Fax an die Versicherung überhaupt gegeben hat, ob der Lebensgefährte dieses unterzeichnet hat und warum der Bruder Sie überredet hat, die Verzichtserklärung abzugeben.

Dies wäre die einzige Möglichkeit, hier überhaupt noch Rechte ggf. herleiten zu können, allerdings auch nur dann, wenn der Betrug nachgewiesen werden kann.

Es tut mir leid, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können.

Ich hoffe, dennoch, Ihnen eine erste Orientierung verschafft zu haben, bitte fragen Sie nach, falls etwas unklar geblieben sein sollte.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Ein Widerruf der Verzichtserklärung wäre nur solange möglich gewesen, bis die Verzichtserklärung den Empfänger erreicht hat.

Allenfalls bliebe hier eine Anfechtung Ihrer Willenserklärung. Hierbei käme eine Anfechtung wegen Irrtum, Täuschung und Drohung in Betracht. Hier wird es aber anhand Ihrer Schilderung schwierig ein Tatbestandsmerkmal plausibel zu begründen.

Zu prüfen wäre hier allerdings, ob der Bruder des verstorbenen Lebensgefährten hier unter Vortäuschung falscher Tatsachen, insbesondere im Hinblick auf das Fax mit der Änderung der Bezugsberechtigung, Sie dazu bewegen wollte, hier einen Verzicht abzugeben. Hierzu wäre es allerdings erforderlich gegen den Bruder eine Strafanzeige wegen des Verdachtes des Betruges zu erstatten, so dass die Staatsanwaltschaft hier die Ermittlungen aufnimmt. Diese würde dann prüfen, ob es das Fax an die Versicherung überhaupt gegeben hat, ob der Lebensgefährte dieses unterzeichnet hat und warum der Bruder Sie überredet hat, die Verzichtserklärung abzugeben.

Dies wäre die einzige Möglichkeit, hier überhaupt noch Rechte ggf. herleiten zu können, allerdings auch nur dann, wenn der Betrug nachgewiesen werden kann.

Es tut mir leid, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können.

Ich hoffe, dennoch, Ihnen eine erste Orientierung verschafft zu haben, bitte fragen Sie nach, falls etwas unklar geblieben sein sollte.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz