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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Vor drei Jahre habe ich eine Wohnung gekauft, wo ich leider

Kundenfrage

Vor drei Jahre habe ich eine Wohnung gekauft, wo ich leider die alte Hausordnung bekommen habe. Ich habe extra eine andere Wohnung sausen lassen, da dort Tierverbot war, und ich einen Hund habe. Beim Einzug kam es dann raus das dies der alte Hausordnung war. Der Verkaufer hatte wie er sagt, noch keinen neuen Hausordnung bekommen. Ich habe dennoch erlaubniss bekommen meinen Hund zu behalten.Ich habemeinen Verwalter geschriebendas ich dennoch nicht bereit bin nach ableben meines Hundes, so wie er schrieb,auf Tiere zu erzichten. Da ich meine Tochter schon länger eine Katze versprochen hatte, habe ich mir jetzt eine reine Rassen-Wohnungskatze(ohne Auslauf) gekauft. Im Haus selber hat jemanden schon eine Katze mit Auslauf, auch mit Genehmigung. Dürfen die mir als Eigentümerin meine Katze verbieten? Das ist reine Schikane, nur weil ich vorher nicht gefragt habe.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ein Verbot der Haustierhaltung in einer Eigentumswohnung ist für den Wohnungseigentümer nur verbindlich, wenn er sich diesem vertraglich unterworfen hat. Andernfalls ist ungeachtet der Hausordnung im Einzelfall zu ermitteln, ob und inwieweit die Tierhaltung nach Maßgabe des § 14 Nr.1 WEG wegen unzumutbarer Belästigung der anderen Wohnungseigentümer oder im Interesse einer ordnungsmäßigen Hausverwaltung zu untersagen ist.

So hat jedenfalls das BayObLG bereits in einem Beschluß vom 7. März 1972, Az.: 2 Z 59/71 entschieden.

An dieser grundlegenden Rechtsansicht hat sich zwischenzeitlich auch nichts geändert.

Die Haltung einer Rassekatze insbesondere ohne Auslauf dürfte hier überhaupt kein Problem sein und auch nicht wirksam verboten werden.

Die Eigentümer dürfen Ihnen die Haltung also nicht verbieten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.


Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ein Verbot der Haustierhaltung in einer Eigentumswohnung ist für den Wohnungseigentümer nur verbindlich, wenn er sich diesem vertraglich unterworfen hat. Andernfalls ist ungeachtet der Hausordnung im Einzelfall zu ermitteln, ob und inwieweit die Tierhaltung nach Maßgabe des § 14 Nr.1 WEG wegen unzumutbarer Belästigung der anderen Wohnungseigentümer oder im Interesse einer ordnungsmäßigen Hausverwaltung zu untersagen ist.

So hat jedenfalls das BayObLG bereits in einem Beschluß vom 7. März 1972, Az.: 2 Z 59/71 entschieden.

An dieser grundlegenden Rechtsansicht hat sich zwischenzeitlich auch nichts geändert.

Die Haltung einer Rassekatze insbesondere ohne Auslauf dürfte hier überhaupt kein Problem sein und auch nicht wirksam verboten werden.

Die Eigentümer dürfen Ihnen die Haltung also nicht verbieten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier:
Was ist eigentlich wenn die anderen Bewohnern des Hauses sich dennoch über ein Balkonnetz beschweren könnten?
(Damit der Kater nicht unten im Garten springt? (Wenn das ein Problem geben könnte, würde ich es nicht anbringen lassen, wäre für den Kater schade..der mag auch mal frische Luft.)
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage ist nicht ganz unberechtigt.

Die Miteigentümer könnten in der Tat die Entfernung des Netztes dann verlangen, wenn der optischen Eindruck des Gemeinschaftseigentums zu stark beeinträchtigt werden würde. Es gibt jedenfalls Urteile, die den Miteigentümern recht gegeben haben.