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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3129
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
55358529
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RARobertWeber ist jetzt online.

Hallo, ich habe gerade eine Honorarrechnung von einem Architekten

Kundenfrage

Hallo,
ich habe gerade eine Honorarrechnung von einem Architekten erhaten.
Dieser sollte im Juli 2010 ermitteln, ob mein Baugrundstück bebaut werden kann und ob sich diese Investition für mich als Investor rechnet.
Wir haben mündlich vereinbart das er als Architekt dieses Objekt bauen soll und dafür ein Pauschalhonorar erhalten sollte.
DieseVereinbarung sollte aber nur dann zu tragen kommen, wenn
1. die Baugenehmigungsvoraussetzungen erfüllt sind und
2. sich für mich dieses Projekt als Investor auch rechnen lässt.
Da ich, aufgrund der mir vorgelegten Zahlen über die Erstellungskosten, festgestellt habe das sich dieses nicht rechnen lässt, habe ich davon Abstand genommen dieses Projekt weiter zu verfolgen.
Die Zahlen über die Erstellung des Projektes habe ich im November 2010 erhalten.

Heute nun erhalte ich eine Honorarrechnung die nicht vereinbart war.
Der Architekt hat mir nun eine Honorarrechnung gestellt über die Grundlagenermittlung in Höhe von 3 % sowie eine Vorplanung mit 7% in der Honorarzone III , Honorarsatz: Von-Satz.

Kann mir bitte jemand mitteilen, ob diese Rechnung bezahlt werden muß ?
Obwohl eine entsprechende mündliche Vereinbarung getroffen wurde ?

MfG

Rainer Stresow
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Die Vereinbarung mit dem Pauschalhonorar betraf nur das Erbauen des Projektes, nicht die Beurteilung des Grundstückes und der Investition.

Da Sie für die vorherige Beurteilung zwar einen Auftrag an den Architekten erteilt haben, aber kein Honorar vereinbart haben, gilt die branchenübliche Honorierung. Wenn die Rechnung der branchenüblichen Honorierung entspricht, müssen Sie die Rechnung bezahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben und bedanke XXXXX XXXXX Voraus für die freundliche Akzeptierung. Sie akzeptieren die Antwort durch Anklicken des grünen Feldes.
Die eingestellte Antwort steht unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Akzeptierung. Die Erbringung unentgeltlicher Rechtsberatung ist in Deutschland nach zwingendem Recht nicht gestattet.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3129
Erfahrung: Rechtsanwalt in Berlin
RARobertWeber und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort:.
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Stresow,

es kommt darauf an, was Sie genau vereinbart haben. Nach Ihrer Schilderung wurde zuerst die Ermittlung vorgenommen und dann der bedingte Auftrag erteilt.

Da die Bedingungen nicht eingetroffen sind, kann der Architekt hierfür nichts verlangen.

Für die Ermittlung wurde keine Vereinbarung getroffen, eine Vergütung durfte dann aber erwartet werden. Diese liegt im Bereich der "üblichen" Vergütung, die sich regelmäßig nach der HOAI bestimmt.

Dies scheint der Architekt getan zu haben.



Die Rechnung scheint im Bezug auf die Ermittlungskosten grundsätzlich (Detail sind hier nicht prüfbar) in Ordnung.

Die Vorplanungskosten sind Leistungsphase 2 und beinhalten Grundlagenanalyse, die Abstimmung der Aufgabenstellung und die Erarbeitung eines Planungskonzeptes.

Nach dem Auftrag, auch Investitionen planen zu können, dürfte dies ebenfalls beauftragt gewesen sein und nicht erst Teil der (bedingten) Bauausführung.

Daher spricht auch einiges dafür, dass dieser Posten dem Grunde nach berechtigt ist.

Ggf. sollten Sie sich diesen Posten aber vom Architekten nochmals darlegen lasssen.
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ist noch etwas unklar? Dann fragen Sie bitte. Ansonsten bitte ich, die Antwort zu akzeptieren, denn Sie wünschten ausdrücklich eine erneute beantwortung.

Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Morgen Herr Steininger,

 

vielen Dank für ihre Rückantwort.

Sie schreiben, es kommt darauf an was vereinbart wurde.

Hierzu möchte ich ihnen mitteilen, dass ich keinen Auftrag erteilt habe und die gesamte

Angelegenheit erst einmal auf Möglichkeit der Bebaubarkeit des Grundstückes untersucht werden sollte.

Es wurde auch besprochen das bis dahin auch nur der tatsächliche Aufwand in Rechnung gestellt werden sollte, wenn sich ergeben sollte, dass diese Baumaßnahme nicht umgesetzt werden kann/wird.

 

Wann hätte der Architekt denn keinen Anspruch auf eine Vergütung gehabt ?

Vor oder nach erteilten Auftrag ? Die Ermittlung setzt doch eine Grundlagenermittlung und eine Vorplanung voraus, oder ?

Das ich für die bisher geleistete Arbeit bezahlen muß ist mir klar, aber dann nur den Aufwand und nicht nach der HOAI.

Oder wie beurteilen sie diese Sache ?

 

MfG

 

 

Rainer Stresow

 

 

Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für die Ergänzung.

ich sehe einen (mündlichen) Auftrag durchaus als gegeben. Der Architekt sollte die Grundlagen erheben.

Dafür kann er wohl nach der Verkhrsauffassung eine Vergütung verlangen, so dass die Übliche gilt.

**
§ 612 BGB

(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

(2) Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen.
**

Keinen Anspruch auf Vergütung hatte der Architekt nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart gewesen wäre - was Sie beweisen müssten.

Da die HOAI die übliche Taxe im Sinne des Gesetztes sein dürfte, ist diese zu als vereinbart anzusehen.

Ich hoffe, die Unklarheiten beseitigt zu haben.
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, ich konnte helfen.
Bitte akzeptieren Sie die Antwort, damit meine Leistung entsprechend entlohnt wird.

Vielen Dank.

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