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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3523
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

ich arbeite bei einer leihfirma und komme jetzt ins unbefristete

Kundenfrage

ich arbeite bei einer leihfirma und komme jetzt ins unbefristete arbeitsverhältnis jetzt sagten sie mir aber das das nichts zu sagen hat wenn die firma nicht verlängert kann es sein das sie mich kündigen müßen wie sieht das aus wenn sich mein verdacht bestätigt das ich schwanger bin
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach den Regelungen des Mutterschutzgesetzes besteht während einer Schwangerschaft für eine werdende Mutter grundsätzlich Kündigungsschutz .


Ihr Arbeitgeber könnte allenfalls bei bei der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörde einen Antrag stellen, die Kündigung des Arbeitsverhältnisses für zulässig zu erklären. Dieser Antrag muss jedoch vor der Kündigungserklärung gestellt werden. Im Zuge dieses Verfahrens würden Sie als werdende Mutter von der zuständigen Behörde angehört werden müssen. In diesem Fall sollten Sie sich dann aber von einem Kollegen vertreten lassen.

Eine Kündigung ohne Zustimmung dieser Behörde ist unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt wirksam.
Rein vorsorglich sollte dann aber innerhalb von drei Wochen nach Zustellung der Kündigung Klage vor dem Arbeitsgericht erhoben werden.

RAKRoth und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

und wie sieht das aus wenn ich die kündigung bekommen habe und dann erst rauskommt das ich schwanger bin kann ich dann was gegen die kündigung tun denn ich weiß erst in 6 wochen genau ob ich schwanger bin und ich habe nur verlängerung bis 30.06

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

auch in diesem Fall könnten Sie gegen die Kündigung vorgehen, da die Kündigung während der Schwangerschaft erfolgt ist.

Zu beachten ist allerdings § 9 Abs. 1 Mutterschutzgesetz:

§ 9 Kündigungsverbot

(1) Die Kündigung gegenüber einer Frau während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist unzulässig, wenn dem Arbeitgeber zur Zeit der Kündigung die Schwangerschaft oder Entbindung bekannt war oder innerhalb zweier Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wird; das Überschreiten dieser Frist ist unschädlich, wenn es auf einem von der Frau nicht zu vertretenden Grund beruht und die Mitteilung unverzüglich nachgeholt wird. Die Vorschrift des Satzes 1 gilt für Frauen, die den in Heimarbeit Beschäftigten gleichgestellt sind, nur, wenn sich die Gleichstellung auch auf den Neunten Abschnitt - Kündigung - des Heimarbeitsgesetzes vom 14. März 1951 (BGBl. I S. 191) erstreckt.