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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16572
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Meine Mutter ist seit l ngerer Zeit dement und hat mir schon

Kundenfrage

Meine Mutter ist seit längerer Zeit dement und hat mir schon vor Jahren Generalvollmacht, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht/Pflegevollmacht erteilt. Sie ist seit Februar in einem Seniorenheim auf der Demenzstation gut untergebracht und fühlt sich auch wohl. In den wenigen klaren Momenten, die sie noch hat, will sie jedoch "nach Hause". Meine Mutter ist 86 Jahre alt und an eine Rückkehr in ihre Wohnung ist nicht zu denken.

Das ist das Problem: Aufgrund der Heimunterbringung kann die Eigentumswohnung nicht mehr gehalten werden und muss verkauft werden. Der Verkauf der Wohnung ist jedoch nur möglich, wenn die Vorsorgevollmacht notariell beurkundet wird. Dies kann ich meiner Mutter jedoch nicht sagen, sie würde ausrasten. Der Notar sprach nun von einer gesetzlichen Betreuung. Doch auch dies ist mir suspekt. Ich möchte für meine Mutter das Beste. Nun meine Frage: Ich befinde mich in der Persönlichen Insolvenz. Kann ich trotzdem auch gesetzlicher Betreuer meiner Mutter sein. Hinzuzufügen ist, dass es außer mir keine weiteren Angehörigen/Erben gibt.

Können Sie mir einen Rate geben?

P.S. Der Kaufbetrag würde auf das Konto meiner Mutter gehen und ist auch für ihr weiteres Wohlbefinden gedacht. Sie ist physisch völlig fit und hat durchaus Ambitionen noch 10 oder mehr Jahre zu lebeb.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Bei einer Betreuung wird stets neben dem Wunsch des Betreuten, der Betreuung durch Angehörige der Vorzug vor einer Betreuung durch Vereine etc. der Vorzug gegeben.


Das Amtsgericht bestellt den Betreuer durch Beschluss.


Der Betreuer wird nur für die Aufgabenkreise bestellt, in denen er erforderlich ist.

Es wird also möglichst wenig in die Rechte des Betreuten eingegriffen.

Ihre Mutter bleibt also so selbstbestimmt wie möglich, wobei sich einige Aufgabenkreise durch die bereits erteilte Vollmacht erledigen lassen, so dass hier eine Betreuung nicht notwendig ist.


Der Betreuer darf nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Betreuten stehen. Es dürfen keine Interessenkonflikte bestehen.


Berufsbetreuer müssen Führungszeugnis und Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis vorgelegt werden.

Das gilt jedoch nicht für ehrenamtliche Betreuer, wie es in Ihrem Fall wäre.


Ihrer Betreuerbestellung dürfte also nichts im Wege stehen.




Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Gerne können Sie nachfragen.



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke













Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für die flotte Antwort!!!

 

Alle Vollmachten die ich besitze sind von meiner Mutter - teilweise auch schon vor Jahren - ausgestellt. Keine ist notariell beurkundet.

Von einer Fachklinik gibt es ein Gutachten, dass meine Mutter dement ist und der Betreuung bedarf.

 

Kann ich die Wohnung auch ohne weitere notarielle Beurkundung veräußern oder bedarf

es dafür unbedingt dieses Verfahrens der gesetzl. Betreuung?

 

Danke!

 

Neue Frage: kann die vorhandene Vorsorgevollmacht durch eine nachträgliche Beurkundung auch zur Grundstücksübertragung ermächtigen?

 

Danke & schönen Abend

 

 

 

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,


jedes Grundstücksgeschäft bedarf der notariellen Beurkundung,.

Das hat der Gesetzgeber so entschieden.

Bei der Beurkundung der Vorsorgevollmacht prüft der Notar jedoch auch die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers.

Der Voöllmachtgeber muss wissen, was er tut. Er muss selbstbestimmt handeln.

Ist diese, wie bei Ihrer Mutter offensichtlich nicht vorhanden, darf er nicht beurkunden.


Die einmal gegebene Vollmacht kann also nach Geschätfsunfähigkeit nicht mehr erweitert werden.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke




Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dankeschön für den Bonus und Ihnen und Ihrer Mutter alles Gute !

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