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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

mein opa m chte das sein haus im familienbezitz bleibt.keiner

Kundenfrage

mein opa möchte das sein haus im familienbezitz bleibt.keiner seiner kinder möchte dieses haus und von den enkel würde ich in frage kommen.nun meine frage: wie bekomme ich dieses haus oder erwerbe ich dieses haus ohne das jemand der direkten erben (kinder) oder enkelkinder (meine schwester ect.) einen anspruch mir gegenüber zwecks erbauszahlung hat? ginge mit einem ERBKAUF? wie würde das von statten gehen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Der Begriff des Erbkaufs ist etwas missverständlich.

 


Unter einem Erbkauf versteht man nämlich einen, unwiderruflichen Kauf unter Verzicht auf das Rückkaufsrecht.

Hiermit ist ihnen aber offensichtlich nicht geholfen.

Hier sehe ich eigentlich nur eine vernünftige Möglichkeit.

Sie sollen ja letztendlich Eigentümer dieser Immobilie werben beziehungsweise entsprechende Rechte an der Immobilie haben.

Es käme also in Betracht ihnen ein lebenslanges Wohnrecht einzuräumen oder direkt das Eigentum vollständig auf sie zu übertragen im Wege einer Schenkung (so genannte vorweggenommene Erbfolge).

Ein lebenslanges Wohnrecht würde ihnen zwar sofern es im Grundbuch eingetragen wird das Recht geben zu Wohnzeiten immer in dem Haus zu wohnen ( auch wenn es verkauft wird), mit ihrem Tod würde aber das Wohnrecht erlöschen und müsste dann auf Antrag auch aus dem Grundbuch gelöscht werden.

Dieses würde aber nicht verhindern, dass die Immobilie vererbt werden könnte.

Bei einem lebenslangen Wohnrecht würden Sie also grundsätzlich nicht auszahlen müssen und könnten zu Lebzeiten dort wohnen, könnten aber das Eigentum an der Immobilie an die Erben zumindest teilweise verlieren.

Die andere Variante wäre wie bereits angedeutet eine vollständige Eigentumsübertragung.

Hier müsste ein notarieller Schenkungsvertrag zwischen Ihnen und Ihrem Großvater gemacht werden.

Der einzige Nachteil wäre, dass wenn Ihr Großvater innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung sterben würde, die Erben, hier also voraussichtlich die Kinder, ihnen gegenüber so genannte Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend machen können.

Dieses kann auch grundsätzlich so nicht einseitig verändert werden.

Ich persönlich halte es aber für die bessere Variante.

Solche Großvater nämlich er später als 10 Jahre nach der Schenkung zu sterben, hätten die Erben beziehungsweise Pflichtteilsberechtigten keinerlei Ansprüche mehr gegen über ihnen und wären grundsätzlich alleiniger Eigentümer des Grundstücks.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241







Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
also kann ich im grunde genommen garnichts machen? mit dem wohnrecht wäre aus meiner lage heraus keine option da ich selbst ein haus besitze...wäre es eine andere option wenn ich meinem opa das haus abkaufe,zu einem symbolischen betrag bspw. 1000 euro.würde das haus dann in mein besitz übergehen ohne das erbrechtliche ansprüche an mich gestellt werden können?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Man muss sich vor Augen halten, dass es bei einer Übertragung zu Lebzeiten ihres Großvaters nicht umgekehrt Ansprüche im engeren Sinne sondern sowieso nur um Pflichtteilsansprüche und gegebenenfalls Pflichtteilsergänzungsansprüche geht.

Diese können nicht umgangen werden, was auch Sinn solcher Ansprüche ist.

Eine Variante wäre natürlich, dass sie das Haus abkaufen.

Die Pflichtteilsergänzungsansprüche würden ihnen gegenüber nämlich grundsätzlich nur im Falle einer Schenkung geltenden.

Hier ist aber auch das Problem.

Bei dem symbolischen Betrag würde es sich um eine so genannte gemischte Schenkung handeln.

Es würde also der tatsächliche Betrag und der objektiven Verkehrswert gegenübergestellt werden und die Differenz würde als Schenkung bewertet werden und würde auch im Rahmen des Pflichtteilsergänzungsanspruch ist grundsätzlich Berücksichtigung finden.

Andere Varianten gibt es leider nicht, insbesondere ist eine Umgehung der Pflichtteilsberechtigten so nicht möglich.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagabend und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort. Sofern sie noch Verständnisfragen haben können sie natürlich gerne nachfragen.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241


Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich denke meine fragen sind beantwortet und bedanke mich dafür.ebendfalls wüsch ich noch einen schönen abend...
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es freut mich, dass ich Ihnen soweit helfen konnte, auch wenn ich bedaure ihnen keine positivere Nachricht geben zu können.

Dann wünsche auch ich Ihnen noch einen angenehmen Abend und möchte sie noch höflich bitten kurz zu akzeptieren.

Sofern sie noch Verständnisfragen haben können sie (gerne auch zu einem späteren Zeitpunkt) natürlich nachfragen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
halt eine frage habe ich noch...wie hoch wäre der pflichtanteil den ich zahlen müsste wenn dazu kommt der opa würde es keine 10 jahre mehr schaffen,was ich nicht möchte,und würde dieser pflichtanteil sich aus dem gesamten erbe( bargeld,aktien ect) zusammen setzen oder wäre der teil den ich zahlen müsste nur vom wert des hauses ausgehend?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Zunächst müsste also ermittelt werden,wie groß der gesetzliche Erbteil ist.Hier geht es um den gesamten Nachlass,also das gesamte Vermögen des Erblassers zum Zeitpunkt des Todesfalls.

Beim Pflichtteilergänzungsanspruch wird der Wert der Schenkung dem Nachlass hinzugerechnet und daraus der Pflichtteil errechnet.Je länger die Schenkung her ist desto geringer fällt dieser Betrag aus.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur.Danjel-Philippe Newerla,Rechtsanwalt
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch gem. den AGB dieser Plattform nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie auf das grüne Feld "akzeptieren" direkt unter meiner Antwort klicken.


Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt