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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3175
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

M chte gerne Klarheiten zu einem besonderen Fall Ehefrau

Kundenfrage

Möchte gerne Klarheiten zu einem besonderen Fall:
Ehefrau und Ehemann tätigen ein noterielles Testament, das besagt, das die beiden Kinder erben sollen.
In jedemm Falle auch wenn der verbliebene Partner wieder heiraten würde....
Nach dem Tod der Frau ist ein Kind noch nicht 18 Jahre und weiss nichts vom Testament (etwa im 'Jahre 1955). Nach einigen Jahren heiratet der Mann wieder und bekommt in der zweiten Ehe 3 Kinder.
Das erste Testament aus der ersten Ehe bleibt verschwiegen....und es wird ein neues notarielles TEstament verfasst, das besagt, das nun die 2. Frau alles erbt.
Vom Gericht kam nach dem Tod des Mannes ein Schreiben an das Kind (das Kind wußte bis dahin vom ersten Testament nichts), das die zweite Frau Alleinerbin ist....
Im ersten Testament war aber festgelegt, dass die Kinder aus erster Ehe die Erben sein sollen...und das bis zum 35. Lebensjahr des Kindes/der Kinder dies im Grundbuch eingetragen werden soll, was aber nie geschah.... ist die zweite Frau nun Erbin????????
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe davon aus, dass das zweite Testament, zu Gunsten der zweiten Ehefrau wirksam ist.

Allerdings stelle ich dies unter den Vorbehalt, dass die Inhalte der Testamente eine andere Lösung beinhalten können. Es wäre ohne weiteres notwendig, hier den genauen Inhalt der Testamente zu kennen.

Zwar ist es so, dass grundsätzlich das zweite Testament nicht automatisch das erste Testament aufhebt, allerdings dürfte, da ein entgegenstehender Wille gezeigt wird, hier an eine Aufhebung gedacht werden. Insbesondere würde das erste Testament auch dann aufgehoben, wenn im zweiten Testament ein entsprechender Widerruf formuliert ist.

Zu hinterfragen wäre sodann auch, ob der Ehemann ein solches Testament hätte errichten dürfen. Dies hätte gegebenenfalls auch im ersten Testament stehen müssen. Ist hier nichts davon geschrieben, so ist davon auszugehen, dass er weiterhin nicht in seiner Testierfähigkeit beschränkt ist. Dies würde bedeuten, dass sodann die zweite Ehefrau erben würde. Allerdings stehen in den Abkömmlingen des Ehemanns, also dessen Kinder auf jeden Fall Pflichtteilsansprüche zu.

Inwieweit noch die Geltendmachung von Ansprüchen wegen dem Tod der ersten Ehefrau also der Mutter möglich sind, ist fraglich, da insbesondere hier möglicherweise Verjährung eingetreten sein dürfte.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich auf Ihre Akzeptierung (grünes Feld).

Viele Grüße