So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Mann hat eine neue Unterhaltsberechnung

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann hat eine neue Unterhaltsberechnung vom Jugendamt für seinen 12-jährigen Sohn erhalten. Unserer Meinung nach ist der Zahlbetrag zu hoch. Er wurde auch eine Gehaltsstufe höher eingestuft, da er angeblich nur ein unterhaltspflichtiges Kind hat.
Ist es richtig, dass die Düsseldorfer Tabelle nur eine Richtlinie ist und keinen Gesetzesstatus hat ? Welche Möglichkeiten haben wir, uns dagegen zu wehren ?

Vielen Dank.
MFG
Kerstin Tuttlies
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Ihrem Ehemann wurde hier offensichtlich eine neue Unterhaltsberechnung des Jugendamtes vorgelegt. Solange diese nicht tituliert ist, ist dies nur eine vorläufige Berechnung, die Ihren Ehemann allerdings mit dem geltend gemachten Unterhaltsbetrag in Verzug setzt.

Bei der Einstufung in die Düsseldorfer Tabelle ist es tatsächlich so, dass die Unterhaltsbeträge von 2 Unterhaltsberechtigten ausgehen. Ist Ihr Ehemann hier nur gegenüber einem Kind zum Unterhalt verpflichtet, so rechtfertigt dies, den Unterhaltsbetrag eine Einkommensgruppe höher vorzunehmen. Haben Sie als Ehefrau allerdings kein Einkommen, wären Sie die 2. Unterhaltsberechtigte, so dass hier eine Höherstufung nicht erfolgen kann.

Es gibt auch noch andere Mittel und Wege, das Einkommen Ihres Ehemannes, welches für den Unterhalt herangezogen wird, herabzusetzen. Dies ist inbesondere der berufsbedingte Aufwand, der erfahrungsgemäß von den Jugendämtern nur mit der Pauschale von 5 % in Ansatz gebracht wird. Ihr Ehemann darf aber für jeden gefahrenen Kilometer zur Arbeit (also Hin- und Rückweg) einen Betrag in Höhe von 0,30 € je Kilometer ansetzen. Dies vermindert in der Regel das Einkommen drastisch. Ebenso anerkannt wird eine private Altersvorsorge bis zu einer Höhe von 4 % des Jahresbruttoeinkommens.

Ich empfehle Ihnen daher, sich den Unterhalt von einem Fachanwalt für Familienrecht korrekt im Rahmen einer Beratung berechnen zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist.
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

 

Müssen wir schriftlichen Widerspruch gegen den Unterhaltsbescheid einlegen, wenn wir erst einmal einen Anwalt konsultieren möchten ?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ja, teilen Sie dem Jugendamt mit, dass Sie mit der Berechnung nicht einverstanden sind und umgehend einen Anwalt beratend hinzuziehen werden.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz