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ra-steininger
ra-steininger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 304
Erfahrung:  Rechtsanwalt seit 2002
57738891
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ra-steininger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich schreibe aus Offenburg,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe aus Offenburg, Baden-Württemberg.
Meine Frage, haben Sie einen Präzidenzfall wo ein 20 jähriger Chinese nach Deutschland
einreisen durfte, um das Deutsche Abitur zu erlangen.

Ich frage für meinen Stiefsohn, momentan in Shanghai. Dort absolviert er die chinesische
High School nach 12 Schuljahren mit dem Abschluss Gao Kao.
Obwohl noch immer vom leiblichen Vater geschlagen, sieht das Regierungspräsidium
Freiburg keine aussergewöhnliche Härte für einen ordentlichen Familiennachzug,
zumal schon 20 Jahre alt und somit nicht minderjährig.
Jetzt suche ich eine Ausnahmegenehmigung für meinen Stiefsohn, nach Deutschland
einzureisen um nicht nur einen Sprachkurs zu besuchen, sondern anschließend
oder begleitend das deutsche Abitur zu erwerben mit anschließendem Studium
in Deutschland. Normaler Weise müßte er noch in China für 3-5 Semester ein Studium
beginnen was wir unserem Sohn aber ersparen wollen und er auch nicht in der Lage
ist zu unternehmen.
Sehen Sie hier eine Möglichkeit oder Präzidenzfall?
Freue mich von Ihnen zu hören
und verbleibe
mit freundlichen Grüssen aus Offenburg
JB
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 6 Jahren.
Leider kann hier auf alle Besonderheiten Ihres Falles nicht eingegangen werden. Daher würde ich Ihnen dringend raten, einen Kollegen vor Ort zu beauftragen.

Allgemein gilt für Ihre Frage zur besonderen Härte des § 36 II AufenthaltG, dass hieran hohe Anforderungen zu stellen sind.

So sieht es das Bundesverwaltungsgericht:
"Eine außergewöhnliche Härte als Voraussetzung für den Nachzug sonstiger Familienangehöriger nach § 36 Abs. 2 Satz 1 AufenthG setzt grundsätzlich voraus, dass der im Bundesgebiet oder im Ausland lebende Familienangehörige ein eigenständiges Leben nicht führen kann, sondern auf die Gewährung familiärer Lebenshilfe angewiesen ist, und dass diese Hilfe in zumutbarer Weise nur in Deutschland erbracht werden kann." (BVerwG, 10.03.2011 - 1 C 7.10)

Daher erscheint die Situation tatsächlich schwierig, denn alle weiteren Familienzusammenführungen beziehen sich nur auf minderjährige Kinder.

Hinsichtlich der Möglichkeit zur Ausbildung bleibt nur der Verweis auf die Ihnen wohl schon bekannten §§ 16,17 AufenthG.

Trotzdem wiederhole ich den Rat, einen Kollegen vor Ort zu beauftragen, damit dieser den EInzelfall noch genauer prüfen kann und ggf. mit dem RP Kontakt aufnimmt.
ra-steininger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Gibt es also keine Möglichkeit oder Fall, wo auch die Einreise nach Deutschland

für ein Gymnsiumbesuch mit Abitur gewährt werden kann?

 

Eine Antwort von Ihnen, würde mir hier sehr helfen.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Jürgen Bobist

gerne können wir auch direkt über meine eMail kommunizieren.

Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 6 Jahren.
Derzeit sehe ich leider Anhaltspunkte, um einen Aufenthaltstitel zu erlangen, da - wie Sie selbst sagen - die gestzlichen Voraussetzungen nicht vorliegen.

Allenfalls argumentativ müsste an der besonderen Härte gearbeitet werden, wobei ich diese momentan jedoch als nicht vorhanden ansehen würde.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Stiefsohn trotzdem viel Erfolg!

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