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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Hallo, ich habe per notariellem KaufV nach MaBV (Nov 2010)

Kundenfrage

Hallo,

ich habe per notariellem KaufV nach MaBV (Nov 2010) ein Grundstück inkl. Haus von einem Bauträger erworben.

Das Haus befindet sich derzeit im Rohbaustadium: Mauern sind hochgezogen und der Dachstuhl ist drauf.

Nunmehr stelle ich während der Bauphase fest, dass mutmaßlich Wasser in den Keller drückt. Ich sehe das als wesentlichen Mangel. Ich habe das nun über die zurückliegende Trockenperiode festgestellt. Regen fällt als Ursache aus.

Bisher gab es keinerlei Korrespondenz oder Konversation zu diesem Thema zwischen den Vertragspartnern!

_Wie soll ich mich verhalten? Außer dass ich versuche Beweise zu sammeln und einen Gutachter einschalte.

_Könnte ich vom Vertrag rücktreten?

_Was sollten meine nächsten Schritte sein?

Gruß
RR
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







_Wie soll ich mich verhalten? Außer dass ich versuche Beweise zu sammeln und einen Gutachter einschalte.



Dieses ist schon vernünftig mit der Beweissicherung. Der Bau ist noch nicht fertiggestellt, so dass hier zumindest aus der Ferne noch nicht abschließend beurteilt werden kann, ob hier ein Mangel vorliegt.



Der Vertragsgegenstand ist ja noch nicht übergeben worden, so dass hier noch keine Gewährleistungsansprüche bestehen. Diese sind erst dann gegeben, wenn das Haus „fertig“ ist und Ihnen als vertragsgemäß übergeben wird.



Sie sollten hier noch einmal mit dem Bauträger sprechen und eventuell einen Gutachter beauftragen. Zunächst sollten Sie aber vor der Gutachterbeauftragung die Fertigstellung bzw. Übergabe als vertragsgemäß abwarten.



_Könnte ich vom Vertrag rücktreten?



Nein, da hierfür ein gewährleistungsrechtlicher Mangel vorhanden sein muss und Sie dem Bauträger zuvor erfolglos eine angemessene Frist zur Mangelbeseitigung setzen müssten.

_Was sollten meine nächsten Schritte sein?



Sie sollten mit dem Bauträger sprechen und wie oben beschrieben verfahren.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.




Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Freitagabend!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244









Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
hmmm,

wenn nun der Bauunternehmer einfach so weiterbaut und den mutmaßlichen Mangel "überdeckt"... soll ich dann tatenlos zuschauen, gemäß Zahlungsplan alles berappen und dann hoffen, dass gem. BGB-GWL innerhalb 5 Jahren etwas passiert?

Was, wenn ein zu erwartender Mangel erst nach fünfeinhalb Jahren in Erscheinung tritt?

Ist das dann ein arglistig verdeckter Mangel? Müssen die (der Bauträger, der Bauunternehmer oder gar der Architekt) mich nicht jetzt, im Falle eines Problems, davon in Kenntnis setzen? Wie kann ich denen ein sog. "Organisatonsverschulden" o.ä. nachweisen?

_Sollte ich das deshalb mit "denen" offen ansprechen?
_oder sollte ich es lediglich mit dem Vertargspartner besprechen?
-> Aufgrund der Kettenkonstellation Käufer-Bauträger(&Architekt)-Bauunternehmer bin ich sehr verunsichert über meine Position!