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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26578
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin als Patientin einer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin als Patientin einer Zahnärztin nach einem Kostenvoranschlag von 150,00 € mit einer Rechnungslegung von 450,00 € konfrontiert. Die ZÄ listete Dienstleistungen auf, die gar nicht durchgeführt wurden und hat einen Rechtsweg eingeleitet. An die Kassenzahnärztliche Vereinigung des Landes SAchsen-Anhalt habe ich mich gewendet, die sich dort "heraushalten" will. In der Rechnung stehen vorformulierte Redewendungen, wie Anfertigung eines hochqualitativen Zahnersatzes. Lediglich wurde nur eine vorhandene Implantatbrücke gereinigt und wieder eingesetzt, auf Drängen der Zahnärztin hin.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Bitte helfen Sie mir freundlicherweise.
Ines Friedrich
Humboldtweg 26
38855 Wernigerode
03943/ 633391 [email protected]
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit Ihre Zahnärztin Dienstleistungen abrechnet, die sie gar nicht durchgeführt hat, haben Sie mehrere Möglichkeiten.

Sofern die Zahnärztin den Rechtsweg eingeleit hat, können Sie gegen einen Mahnbescheid Widerspruch und gegen eine Klage Klageabweisung beantragen.

Im Zivilprozess können Sie dann bestreiten, dass die von der Ärztin abgerechneten Leistungen auch tatsächlich erbracht worden sind. Dies hat zur Folge, dass die Ärztin jeden einzelnen Rechnungsposten beweisen muss. Im Zweifelsfalle wird dann ein vom Gericht bestellter Gutachter die Berechtigung und die Angemessenheit der Rechnung überprüfen.

Soweit die Ärztin noch keinen Mahnbescheid beantragt hat, sollten Sie sich mit Ihrer eigenen Krankenkasse, beziehungsweise dem medizinischen Dienst in Verbindung setzen. Dieser wird Sie untersuchen und so feststellen, welche Teile der Rechnung tatsächlich durchgeführt wurden und somit berechtigt sind. Im Gegensatz zur KV hat die Krankenkasse durchaus Interesse an der Klärung derartiger Sachverhalte.

Weiterhin können Sie sich an die nächste Polizeidienststelle wenden und dort Strafanzeige wegen des Verdacht des Betruges stellen, sollte die Ärztin auf Ihren Widerspruch die Rechnung nicht korrigieren.

Die Polizei wird dann eigenständig Ermittlungen anstellen und gegebenenfalls die Abrechnungsunterlagen der Ärztin sicherstellen. Dies kann im Extremfall zu einer Verurteilung und zum Entzug der Zulassung führen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr RA Schiessl,

ich danke für Ihre Ausführungen.

Gestatten Sie noch eine Nachfrage: Hat eine Krankenkasse Interesse an generell privat zu tragenden Leistungen, wie die Implantatversorgung in der Zahnmedizin?

 

Mit frdl. Gruß!

Ihre Mandantin Ines Friedrich

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

An der konkreten Leistung wohl nicht, da gebe ich Ihnen Recht. Die Krankenversicherung hat jedoch ein Interesse daran schwarze Schafe unter den Ärzten aufzudecken, da generell zu befürchten ist, dass die Ärztin auch gegenüber der Krankenversicherung nicht korrekt abrechnet.

Meiner Erfahrung nach hat sich in den Fällen zweifelhafter Leistung und Abrechnug der medizinische Dienst als recht hilfreich erwiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt