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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich habe folgendes Problem Habe einen Hund von privat bernommen

Kundenfrage

Ich habe folgendes Problem:
Habe einen Hund von privat übernommen mit einem "Übernahmevertrag". Dort steht "Mit dem heutigen Tag übernimmt die neue Besitzerin die volle Verantwortung und Haftung für den Hund XY" Angaben zu Rasse, Geburtsdatum usw sind vorhanden.
Der Hund ist nun 6 Wochen bei mir und ist für mich nicht zu halten da er den Ortswechsel nicht akzeptiert hat, schnappt, auf der Straße aggressives Verhalten zeigt und auch körperlich die Treppen nicht bewältigen kann.
Habe ich eine Möglichkeit den Hund dem Vorbesitzer zurückzugeben? Durch Gespräche am Telefon mit Schilderung der Notlage hat er nur Tierheime empfohlen oder Tierschutzvereine, sagte aber das er den Hund nicht zurücknehmen kann. Da aber die Tierheime keine Hunde aufnehmen musste ich den Hund in eine Pansion geben de täglich sehr teuer ist und es auch zunächst keine alternative gibt für voaraussichtlich die nächsten 2-3 Monate und das ist von mir nicht tragbar.
Bitte um Hilfe
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte

Wenn Sie sich im Übernahmevertrag nicht die Option des Rücktritts vorbehalten haben, haben Sie keinen Rechtsanspruch den Hund an den früheren Besitzer zurückzugeben.

Da ein Hund nach dem Gesetz eine Sache ist, müsste hier sozusagen ein Mangel vorliegen. Der Vorbesitzer hätte Ihnen daher Eigenschaften des Hundes verschweigen müssen, damit ggf. ein Rückgaberecht durchgesetzt werden könnte. Ist dies nicht der Fall, scheidet auch aus diesem Grunde der Rücktritt aus. Dass der Hund den Ortswechsel nicht verkraftet, scheidet aber als Mangel aus. Allenfalls wenn der Hund vorher schon ein sog. "Beißer" gewesen wäre, hätte man eine Möglichkeit, wenn Ihnen diese Tatsache verschwiegen wurde, einen Rücktritt vom Vertrag zu erklären.

Versuchen Sie nochmals Kontakt zum Vorbesitzer aufzunehmen und gemeinsam eine Lösung für den Hund zu finden.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke XXXXX XXXXX es befürchtet aber wäre ein "Mangel" das der Hund die Treppen aus körperlichen Gründen nicht steigen kann (laut Vorbesitzer kein Problem) und das beim Tierarzt festgestellt wurde das seine Hoden im Bauchraum liegen was mit einer kostenspieligen OP zusammenhängt? Natürlich versuche ich momentan mit dem Vorbesitzer eine Möglichkeit zu finden nur habe ich schon 1000 Euro in 6 Wochen investiert und es kommen in dem nächsten Monat noch mehr Kosten dazu die für mich unmöglich zu bezahlen sind und die nicht absehbar waren in so einem kurzen Zeitraum.
In dem Vertrag steht leider nichts weiter als der Satz aus meiner Frage also nichts zum Rücktritts-Recht.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Ihnen der Vorbesitzer die Erkrankungen des Hundes verschwiegen hat, dann besteht tatsächlich eine Möglichkeit den Übertragungsvertrag rückgängig zu machen.
Nachbesserung geht bei einem Tier nicht, ist somit ausgeschlossen, haben Sie das Recht vom Vertrag zurückzutreten.
Wenn keine Lösung in kurzfristiger Sicht möglich ist, treten Sie vom Vertrag zurück und bringen Sie den Hund zum Vorbesitzer zurück. Lassen Sie sich vom Tierarzt zum Nachweis bestätigen, dass der Hund weder Treppen steigen kann und zudem eine Operation erforderlich ist.

Teilen Sie daher dem Vorbesitzer mit, dass Ihnen ein rechtliches Rücktrittsrecht zusteht. Vielleicht findet er dann ganz schnell einen neuen Besitzer für den Hund.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank!
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Bitte schön. Viele Grüße und viel Glück.