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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26613
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe vom 04.04.-09.04 2011 Urlaub in Lanzarote gebucht.

Kundenfrage

Ich habe vom 04.04.-09.04 2011 Urlaub in Lanzarote gebucht. Der Urlaub war schon am Anfang des Jahres genehmigt. Weil mein Chef mich loswerden wollte fing er an mich zu mobben, daraufhin wurde ich von meiner Hausärztin krankgeschrieben. Diese Krankmeldung war ausgestellt bis zum 16.04.2011. Meine Ärztin riet mir dringend zur Erholung ich habe dann ungeachtet die kurzreise nach lanzarote angetreten. Mein Arbeitgeber kündigte mir darauf fristlos. Das KündigungsschreiXXXXX XXXXXes er von einem angeblichen Boten in meinem Briefkassen werfen und das zu später abendstunde. wie kann ich jetzt vorgehen ist die kündigung rechtens. Das Mobbing kann ich nachweisen nur deswegen erfolgte der Krankenschein
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Der einzige Weg gegen diese Kündigung vorzugehen ist die Kündigungsschutzklage.

Diese Klage müssen Sie binnen 3 Wochen ab Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht einreichen. Die Klage können Sie selbst beim Arbeitsgericht zu Protokoll der Geschäftsstelle erheben. Ein Rechtspfleger hilft Ihnen bei der Formulierung. Sie müssen dabei den Arbeitsvertrag und die Kündigung vorlegen. Hinsichtlich der Kosten trägt jede Partei grundsätzlich Ihre Kosten selbst. Das bedeutet: Auch wenn Sie verlieren sollten, müssen Sie in keinem Fall die Kosten des gegnerischen Anwalts zahlen.


Nach Klageeinreichung wird der Arbeitsrichter unverzüglich eine Güteverhandlung anberaumen.

Nun zur Kündigung selbst:

Da die Kündigung eines sogenannte empfangsbedürftige Willenserklärung ist, muss der Arbeitgeber den Zugang nachweisen. Aus diesem Grund hat er einen Boten gesandt, der den Einwurf der Kündigung bezeugen kann.

Als Kündigungsgrund liegt eine verhaltensbedingte Kündigung vor, da Sie trotz Erkrankung den Urlaub angetreten haben. Insoweit behauptet der Arbeitgeber, dass der Urlaubsantritt eine Verletzung eines gesundheitsfördernden Verhaltens darstellt.

Ein arbeitsunfähig erkrankter Arbeitnehmer muss sich so verhalten, dass er bald wieder gesund wird und an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann. Er hat alles zu unterlassen, was seine Genesung verzögern könnte.

Dabei kommt es in Ihrem Falle darauf an, was zu Ihrer Genesung erforderlich ist. Wenn Ihnen Ihre Ärztin Bettruhe verordnet hat, so kann der Urlaubsantritt die Genesung verzögern.

Wenn Ihnen Ihre Hausärztin jedoch Erholung verordnet hat, so kann der Kurzurlaub die Genesung fördern, so dass keinerlei Pflichtverletzung vorliegt, die eine fristlose Kündigung fordert.

Im Kündigungsschutzprozess müssen Sie daher darlegen, dass der Urlaubsantritt ein keiner weise Ihre Genesung beeinträchtigt hat.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt