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ra-steininger
ra-steininger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 304
Erfahrung:  Rechtsanwalt seit 2002
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ra-steininger ist jetzt online.

Guten Tag! Mein Name ist Mirko Wolfersdorf. Ich suche einen

Kundenfrage

Guten Tag! Mein Name ist Mirko Wolfersdorf. Ich suche einen Anwalt für Sozialrecht mit Erfahrung für Schadensersatzklagen speziell gegen die Berufsgenossenschaft.Ich war Bühnentänzer am Theater und hatte im Okt. 2007 einen Arbeitsunfall.Ich verstauchte und verdrehte mir das linke Knie. In der anschliesenden Notaufnahme stellte man nur eine Überdehnung fest und gab es leider auch so zu Protokoll. 2 Tage später stellte ich mich einen Unfallchirurgen vor, der für Arbeitsunfälle zuständig ist, und es folgten 5 Operationen. Es war der Miniskus abgerissen und ein Knorpelschaden 4 Grades. Die BG lehnt die Schadensersatzansprüche ab, mit der Begründung "Tänzer haben immer Vorschäden"! Ein Gutachten, dass vom Sozialgericht in Auftrag gegeben wurde viel derart zu meinen Ungunsten aus, dass mein Anwalt keine Erfolgsausichten sieht. Die Ärzte die mein Knie operiert haben bescheinigen mir ausnahmslos das ich keinen Verschleiß oder Vorschäden hatte. Ein Gutachten für meine Unfallversicherung bescheinigte auch einen bleibenden Schaden. Ich habe mehrere Zeugen die das Knie, unmittelbar nach dem Unfall, geschwollen gesehen haben. Der Unfallchirurg, den ich 2 Tage später aufsuchte gab ebenfalls ein Gelenkerguß zu Protokoll. Nur im Protokoll der Notaufnahme steht nichts darüber, so das der Gutachter vom Soz.Gericht keine Verbindung sieht.
Meine Fragen wären jetzt; was kommen für Kosten auf mich zu( seit Feb.2010 zahlt die Krankenkasse nicht mehr und ich lebe seitdem von meinen Ersparten, da es für Harz 4 zuviel war, kann ich den Anwalt wechseln, kann ich etwas gegen das Gutachten unternehmen und darf ein Gutachter von der BG mich persönlich anrufen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sie können jederzeit den Anwalt wechseln. Allerdings können dann teilweise doppelte Kosten entstehen.

Der Gutachter kann natürlich auch angegriffen und das Gutachten angezweifelt werden.

Das Gericht muss einen neutralen Gutachter beauftragen.

Der Gutachter hätte Sie auch nicht anrufen dürfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Wie hoch sind die Kosten ca. die auf mich zu kommen?Greift da nicht die Gerichtskostenbeihilfe?

Wie gehe ich gegen das Gutachten vor um es anzuzweifeln? Ich habe keine Erfahrung über einen Prozessverlauf. Auf was muß ich achtgeben, dass es positiv für mich ausgeht.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ja, Sie könnten Prozesskostenhilfe beantragen und sich einen Anwalt beiordnen lassen.

Ihr neuer Anwalt wird dann das Gutachten angreifen und eine neue Begutachtung fordern.
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank XXXXX XXXXX Frage, die ich auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch wie folgt beantworten möchte:

1. Die Kosten im sozialgerichtlichen Verfahren betragen für den Anwalt (je nach Schwierigkeit und Umfang)bis zu 520,00 Euro zzgl. Auslagen und Mehrwertsteuer. Die Festlegung erfolgt durch den Anwalt, so dass eine genaue Bezifferung hier nicht möglich ist. Der Anwalt muss dabei den Umfang, die Schwierigkeit und die Bedeutung der Angelegenheit berücksichtigen.
2. Sie können auch im sozialgerichtlichen Verfahren Prozesskostenhilfe beantragen. Dann würden die Anwaltskosten von der Staatskasse getragen werden. Ggf. müssten Sie diese in kleinen Raten zurückzahlen.
3. Wie Sie das Gutachten genau anzweifeln können, kann ich Ihnen ohne genaue Aktenkenntnis natürlich nicht sagen. Letztendlich muss das Sozialgericht von Amtswegen alles ermitteln. Die anderen Ärzte sollten unbedingt als Sachverständige zeugen in den Prozess gebracht werden und man muss sich mit deren Attesten im Vergleich zu dem Gutachten auseinandersetzen. Ggf. ist hier die Einholung eines weiteren gerichtlichen Gutachtens zu beantragen.
4. Sofern das Sozialgericht den Sachverhalt für ausermittelt hält, haben Sie immer noch das Recht, ein eigenes Gutachten zu beantragen – vergl. § 109 SGG. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass Sie für diese Gutachterkosten vorschusspflichtig sind. Sie müssen also – selbst wenn Sie Prozesskostenhilfe erhalten – den Gutachter zunächst bezahlen, eine andere Regelung kommt regelmäßig nicht in Betracht (str. Rspr. LSG Baden-Würrtemberg). Die Kosten hier dürften bei mind. 1500 Euro liegen.
5. Den Anwalt können Sie jederzeit wechseln, allerdings dürften die Mehrkosten durch die doppelte Vertretung in einer Instanz zu Ihren Lasten gehen (s.o.).

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke XXXXX XXXXX recht herzlich.


ra-steininger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 304
Erfahrung: Rechtsanwalt seit 2002
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