So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Abend sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgende

Kundenfrage

Guten Abend sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Frage:

Vor etwas mehr als 4 Jahren ( Feb. 2007) war ich in Zahnärztlicher Behandlung.
Mein Zahnarzt hat mir am 30.12.2010 noch schnell, kurz vor der Verjährung, die Rechnung für eben diese Behandlung geschickt (per Einschreiben und Mahnbescheid vom Amtsgericht).
Ich habe diese Rechnung allerdings bereits im Jahr 2007 bezahlt. Da bin ich mir sicher. Ich weiß aber nicht mehr bei wem in der Arztpraxis ich bezahlt habe und einen Beleg, bzw. die quittierte Rechnung von damals habe ich auch nicht mehr.
Nun will der Zahnarzt Klage einreichen.
Kommt er damit durch? Soll/MUSS ich die Rechnung (immerhin über 600,00€) nun nochmal bezahlen?

Vielen Dank XXXXX XXXXX für die Antwort/en.

Mit freundlchen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Soweit Sie sich sicher sind, dass Sie die Rechnung seinerzeit bezahlt haben, sollten Sie weiterhin der Forderung widersprechen.

Für die Zahlung sind Sie allerdings beweispflichtig, so dass Sie schon schauen sollten, ob Sie eine Quittung oder anderen Zahlungsnachweis auffinden können.

Können Sie nichts mehr auffinden, sollten Sie gegenüber dem Gericht darlegen, dass es abweichend vom normalen Ablauf der Dinge, keine Mahnungen und keine Androhung eines gerichtlichen Mahnverfahrens gegeben hat.

Im Ernstfall geraten Sie in Beweisnot, so dass Sie durchaus verurteilt werden könnten, nochmals zu bezahlen.

Im Zweifel sollten Sie daher über eine Betrugsanzeige gegen den Zahnarzt nachdenken. Die Staatsanwaltschaft könnte wegen des Verdachtes ggf. die Buchhaltung des Arztes sichten und so feststellen, ob dieser hier wissentlich unter Vortäuschung falscher Tatsachen eine unberechtigte Forderung durchsetzt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren. Vielen Dank.
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,

vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle und verständliche Antwort.
Aber ist es nicht so, dass ich als Privatperson meine Unterlagen nur max. 2 Jahre aufheben muss???
Den Beleg (die quittierte Rechnung) habe ich bestimmt gehabt; aber sie ist mittlerweile wohl schon zum Altpapier gewandert?!

Es steht doch Aussage gegen Aussage, oder nicht? Und im Zweifel: Für den Angeklagten?

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Förster
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

für Privatpersonen ist gesetzlich keine Aufbewahrungspflicht geregelt. Es ist jedoch sinnvoll, Quittungen und andere Zahlungsnachweise bis zum Ablauf der Verjährungsfrist aufzubewahren.

Leider sind Sie für die Zahlung beweispflichtig. Im Zivilverfahren gelten harte Beweisregeln. Stehen Aussage gegen Aussage, wenn es um die Zahlung geht, ist der Zahlungspflichtige beweisbelastet.

"Im Zweifel für den Angeklagten" gilt nur im Strafprozess.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz