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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

wir sind 31 Jahre verheiratet u lassen uns dieses Jahr scheiden.Ich

Kundenfrage

wir sind 31 Jahre verheiratet u lassen uns dieses Jahr scheiden.Ich arbeite 75 % u verdiene 2200 brutto. Mein Ehemannn verdient 6200 brutto.
Ich bin 59Jahre alt mein Mann wird 63.
Habe ich Anspruch auf Unterhalt?
danke
Christa Drews
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Drews,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Sofern sie entsprechendes nicht wirksam in einem Ehervertrag ausgeschlossen haben,

besteht unter bestimmten Voraussetzungen für den Fall der Trennung ein Anspruch auf so genannten Trennungsunterhalt und nach rechtskräftiger Scheidung ein Anspruch auf so genannte nachehelichem Ehegattenunterhalt.

Der Grundsatz ist, dass ein Ehegatte dann Anspruch auf Unterhalt hat, wenn er bedürftig ist, der andere Ehegatte muss hingegen zahlen, wenn er leistungsfähig ist.

Die Leistungsfähigkeit besteht dann, wenn der Ehegatte, der grundsätzlich zum Unterhalt verpflichtet ist, über seinen so genannten Selbstbehalt nach der Düsseldorfer Tabelle liegt.

Dieses dürfte nach dem ziemlich hohen Einkommen ihres Mannes durchaus der Fall sein.

Die Frage ist auch ob sie bedürftig sind. Hierbei spielt insbesondere auch der finanzielle Standard während der Ehe eine Rolle.

Abschließend lässt sich dieses ohne Kenntnis der gesamten Zahlen aus der Ferne im Rahmen einer Erstberatung leider nicht beurteilen.

Nach ihrer Schilderung und den mir vorliegenden Zahlen werden sie aber voraussichtlich einen Unterhaltsanspruch haben.

Zur Berechnung des Unterhaltsanspruches müsste auf beiden Seiten das so genannte unterhaltsrelevante bereinigte Nettoeinkommen ermittelt werden.

Hierzu wird das steuerliche Nettoeinkommen herangezogen, von dem noch bestimmte Positionen, wie etwa Kindesunterhalt sowie berufsbedingte Aufwendungen abgezogen werden können (und auch noch weitere einzelfallbezogene Positionen, wie bestimmte Schulden), bevor man das unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen als Berechnungsgrundlage für den Unterhaltsanspruch erhält.

Hierbei wäre bei Ihnen noch zu berücksichtigen, dass Sie lediglich 75 % , also Teilzeit, arbeiten. Hier wäre dann auch noch die Frage zu klären, ob sie sich nicht gegebenenfalls um eine Vollzeitstelle bemühen müssten.

Als Unterhaltsberechtigter darf man sich nämlich grundsätzlich nicht künstlich bedürftig halten. Sollten Sie also nicht beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen daran gehindert sein, eine Vollzeitstelle aufzunehmen und sollten sie sich nicht ordnungsgemäß um eine Vollzeitstelle bemühen, so kann ihnen gegebenenfalls ein sog. fiktives Einkommen angerechnet werden, was im Ergebnis zu einer Schmälerung des Unterhaltsanspruchs führen würde.

Da es bei Fragen nach Unterhalt immer auf die besonderen Umstände des Einzelfalles ankommt möchte ich Ihnen an dieser Stelle dringend empfehlen die oben aufgeworfenen Fragen abschließend bei einem Fachanwalt für Familienrecht vor Ort im Rahmen einer umfangreichen Beratung klären und gegebenenfalls eine Unterhaltsberechnung vornehmen zu lassen.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244




Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Drews,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch gem. den AGB dieser Plattform nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie auf das grüne Feld "akzeptieren" direkt unter meiner Antwort klicken.


Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Muß ich mich trotz meines hohen Alters 59 Jahre um eine Vollzeitstelle bemühen? Mein Chef kann mir keine Vollzeitstelle anbieten und andere Möglichkeiten habe ich nicht.

Ich war 14 Jahre daheim undhabe mich um die ngemeinsamen Kindern gekümmert.

Wir haben keine Immobilie u keine Schulden.

Ich wäsre mist ca 300.- Euro Unterhalt einverstanden.

Danke für Ihre Antwort

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Sofern sie gesund sind müssen sie sich auch grundsätzlich noch um eine Vollzeitstelle bemühen. Sofern Sie aber keine Vollzeitstelle finden,kann Ihnen dieses nicht negativ angelastet werden und führt nicht zu einer Kürzung des Unterhaltsanspruchs.

Wie bereits gesagt halte ich einen Unterhaltsanspruch nach ihrer Schilderung sehr wahrscheinlich. Abschließend und insbesondere vor dem Hintergrund einer konkreten Berechnung sollten sie einen Kollegen vor Ort aufsuchen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244