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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6171
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Habe mit einer Anfrage ber Online einen neuen Stromlieferanten

Kundenfrage

Habe mit einer Anfrage über Online einen neuen Stromlieferanten gesucht. Am 22.02. wurde diese Anfrage von "Hitstrom" ExtraEnergie GmbH mit einer Zusage beantwortet und
eine Belieferung ab 01.03.2011 zugesagt. Dabei wurde Kunden Nr. und Vertrags Nr. mitgeteilt. Gleichzeitig wurde aber eine erhebliche Abweichung meines angegebenen Jahresbedarfes von der Verbrauchgröße die angeblich der Netzbetreiber E-ON mitgeteilt hatte festgestellt. Diese Größe müsse nochmals geprüft werden. Am 15.03. erfolgte dann der Zählertausch, da ich bis dahin über einen Sparstromzähler von Yellostrom mit Online-Anschluß und monatlicher Ist-Abrechnung versorgt wurde. am 22.03.2011 wurde mir die Verbindlichkeit des von E-ON übermittelten Jahresbedarfes mitgeteilt (16.526 kWh/11 Monate) Nach meiner seit 1992 geführten Statistik, seit 2004 keine Verbrauchsänderungen mehr und seit März 2009 monatliche Abrechnung tägliche Onlin-Zählerstandübermittlung ergibt sich ein Durchschnitt von 11.000 kWh -Maxwert bisher 12.506 kWh/12 Mte). Jetzt wurde eine Abschlagszahlung von mtl.324 € festgelegt (mtl. 80 € mehr) Heute habe ich versucht den V ertrag zu widerrufen/kündigen die Ablehnung kam auch sofort Online wegen Verspätung --- kann ich noch etwas tun ?(24 Monate Laufzeit)
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Stromanbieter legen den voraussichtlichen Verbrauch in der Regel anhand der Verbrauchswerte der Vergangenheit fest. Diese Daten werden oftmals vom Vorgänger Stromanbieter geliefert oder beim Kunden erfragt, der diesen anhand einer "alten" Rechnung nachweist.

Grundsätzlich ist ein Dauerschuldverhältnisse aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündbar. Ein wichtiger Grund liegt immer vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann. Ob man in Ihrem Fall einen solchen wichtigen Grund bejahen kann, wird man davon abhängig machen müssen, welche Bedingungen der Vertrag enthält, also ob sich der Anbieter ggf. es vorbehalten hat, den voraussichtlichen Verbrauch nach eigenem Ermessen festzulegen.

Ein Widerrufsrecht für online geschlossene Verträge besteht bei ordnungsgemäßer Belehrung nur 14 Tage lang. Dies war nach Ihren Schilderungen offensichtlich schon abgelaufen.



Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und zu bewerten. Bei Unklarheiten oder weiterem Klärungsbedarf nehmen Sie bitte, möglichst unter Schilderung von Einzelheiten, Kontakt mit uns auf.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

[email protected]
S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort,

Einen ordentlichen Vertrag habe ich nicht in den Händen - nur den Zugang zu einer Internetseite,
wo meine Daten und bestimmt auch alle rechtlichen Bestimmungen aufgeführt werden.
Da dieser Internetzugang mir bereits bekannt gegeben wurde scheint ja nun alles gelaufen zu sein - oder es wird ein Rechtsstreit mit ungewissen Ausgang und kosten.
Die überhöhten Abschlagszahlungen sind für mich nur eine verdeckte Vorauszahlung zur
Kundenanwerbung.

Vielen Dank ,

P.Sänger
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Sänger,

Ihre Vermutung kann durchaus zutreffend sein. Fakt ist, dass am Jahresende eine Abrechnung durch den Anbieter erfolgen und ein eventuell sich zu Ihren Gunsten ergebendes Guthaben an Sie ausgekehrt werden muss.


Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

[email protected]

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