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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16564
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

1. Frage. Muss bei einer gerichtlichen Verf gung auch der Schuldner

Kundenfrage

1. Frage. Muss bei einer gerichtlichen Verfügung auch der Schuldner benachrichtigt werden? Wir haben im Zwangsversteigerungsverfahren keine Erhalten.
Und jetzt folgt ein Beschluss vom Amtsgericht dass eine Zwangsverwaltung auf Antrag der Gläubigerin angeordnet ist.
Dazu die 2.Frage. Kann man wie im Zwangsversteigerungsverfahren auch bei dem Beschluss zur Zwangsverwaltung den Vollstreckungsschutz nach §765a ZPO beantragen? Da meine Frau, die Bürgin ist, schwer depressiv krank und somit Suizid gefährdet ist.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort D.W.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Bei der Zwangsverwaltung läuft es etwas anders.

§ 765 a ZPO betrifft rein die Zwangsvollstreckung, wie sich auch aus dem Wortlaut explizit ergibt.


Gemäß § 149 ZVG sind dem Schuldner bei einer Zwangsverwaltung die für seinen Hausstand unentbehrlichen Räume unentgeltlich zu belassen, so dass Sie in Ihrem Anwesen weiter wohnen dürfen.

Dieses Wohnrecht beinhaltet auch das Wohnen des Ehepartners.

Allerdings entscheidet der Zwangsverwalter darüber , welcher Wohnraum angemessen ist.

Wenn die Durchführung der Zwangsverwaltung allerdings schuldhaft gefährdet wird kann das Vollstreckungsgericht allerdings dem Schuldner die Räumung auferlegen.


Gegen die Anordnung der Räumung ist die sofortige Beschwerde möglich , die eine Frist von zwei Wochen hat.

Die Beschlagnahme ergeht gem. § 20 ZVG wirksam durch Beschluss.

Der Beschluss wird wirksam , wenn er dem Schuldner zugestellt oder aber wenn das Ersuchen um Eintragung dem Grundbuchamt zugestellt wird, § 22 ZVG.


Danach muss der Schuldner nicht zwangsläufig benachrichtigt werden.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Sehr gerne können Sie nachfragen.










Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn Ihre Frage beantwortet ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Sie akzeptieren meine Antwort durch Klicken auf das grüne Feld.


Vielen Dank
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Fragen beantwortet sind, bitte ich höflichst um Akzeptierung


Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Welche Möglichkeiten habe ich um eine Zwangsverwaltung zu vermeiden oder abzuwenden in einem Härtefall? Kann ich mich selbst als Zwangsverwalter anbieten? Denn das Gericht ging auf den Gläubiger ein der einen Zwangsverwalter vorgeschlagen hat, ich denke der Vorgeschlagene ist deshalb befangen.

Außerdem werden 18% Zinsen verlangt, dieses ist meines erachtens Wucher und somit sittenwidrig.

Könnten Sie dazu noch etwas ausführen?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte.


Wie ich Ihnen ja bereits geschrieben hatte, läuft die Zwangsverwaltung nach anderen Kriterien ab als die Zwangsversteigerung.

Die Zwangsverwaltung ist nur die Befriedigung aus den Erträgen der Immobilie.

Der Schuldner bleibt Eigentümer, so dass ein Härtefall schwer vorstellbar und auch nicht vorgesehen ist.

Auf Antrag eines Berechtigten kann ein bestimmter Zwangsverwalter bestellt werden, das ist leider so vorgesehen.

Dieser hat aber ebenfalls die gesetzlichen Rechte und Pflichten.

Der Schuldner selbst wird idR. nur bei landwirtschaftlichen Grundstücken als Zwangsverwalter genommen, aber Sie können natürlich versuchen, sich selbst anzubieten.


Auch die Vergürung des Zwangsverwalters kann nichz willkürlich erfolgen, sondern richtet sich nach dem Gesetz.


Wucher liegt dann vor, wenn der Zinsunterschied zwischen dem maktüblichen Zins und dem vereinbarten Kreditzins mehr als 12 % beträgt.

Weiterhin muss hier noch auf die Umstände des Einzelfalls abgestellt werden.




Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für die Beantwortung
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr gerne.

Ihnen alles Gute und einen schönen Abend

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