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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16812
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo Herr R semeier; ich hatte Sie vor ein paar Wochen

Kundenfrage

Hallo Herr Rösemeier;

ich hatte Sie vor ein paar Wochen in einer an sich absurden Sache angeschrieben. Ich dachte, daß diese Angelegenheit erledigt ist, aber man lernt nie aus. Anscheinend geht diese Angelegenheit vor Gericht. Ich hätte daher ein paar Fragen, die ich gerne beantwortet hätte
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern versuche ich Ihnen weiterzuhelfen. Sie müssten nur bitte Ihre konkrete Frage stellen ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie nur den Teil meines Textes erhalten, der im oberen Fenster enthalten ist?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, es scheint nicht allzuviel Platz zu sein.

Versuchen Sie den Sachverhalt und die Frage auf das Notwendige und Wesentlich zu komprimieren.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Situationsschilderung:

Bezug nehmend auf meine Anfrage bzgl. „Schilderung der Situation an den Arbeitgeber des Ehemanns“ möchte ich einige weitere Frage stellen.

Ich habe dem Anwalt dieser Familie ein Schreiben per Email geschickt, in dem ich die Situation geschildert habe. Parallel zu dem Schreiben habe ich eine Anzeige bei der Polizei wegen „vorsätzlicher böswilliger Falschdarstellung, Verleumdung und Bedrohung“ erstattet.

Diesen Sachverhalt habe ich diesem Anwalt ebenfalls mitgeteilt.

Ich ging davon aus, daß dies die Angelegenheit beendet. Das war ein Irrtum. Der Anwalt der Familie hat mir statt dessen in einer Email weitere 14 Tage Frist eingeräumt, einen Vorschlag zur Schadensregulierung zu unterbreiten. Diese Frist habe ich ohne Reaktion meinerseits verstreichen lassen. In dem Schreiben des Anwalts wurde angekündigt, daß die Mandantschaft dann gerichtliche Schritte einleiten würde.

Wie bereits in meinem oben angeführten Schreiben festgehalten, sind die erhobenen Anschuldigungen leicht als falsch beweisbar. Es gibt im wesentlichen 2 Zeugen, die sicherlich vor jedem Gericht als glaubwürdig eingestuft werden: die Anwältin, die das Räumungsklage Verfahren durchgezogen hat und der Polizist, der die angesprochenen Gegenstände „umgelagert“ hat.

Für mich ist schwer nachvollziehbar, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht, die eine Sache gerichtlich verfolgen wollen, die mit mir eigentlich gar nichts zu tun hat, da ich bei der „Umlagerungsaktion“ gar nicht beteiligt war. Ich kann das nur als eine reine „Hassaktion“ betrachten, weil ich die Eltern, gegen die die Räumungsklage vom eigenen Sohn angestrengt wurde, nicht unterstützt habe. Hinweis: die Ehefrau dieser Mandantschaft ist die Schwester der Ehefrau dieser Familie, gegen die der eigene Sohn die Räumungsklage eingeleitet hat.

Ich habe zwar schon einige gerichtliche Verfahren erfolgreich überstanden, aber solch eine absurde Situation habe ich noch nicht erlebt.

Ich gehe davon aus, daß der Anwalt die Geschichte vor Gericht bringen wird. Im Prinzip habe ich nichts dagegen. Ich frage mich nur, wie solch ein Verfahren realistischerweise ablaufen wird. Da tritt ein Anwalt auf, der dem Gericht einen Sachverhalt schildert, der „erstunken und erlogen“ ist. Der Anwalt hat mein Schreiben mit der Schilderung der Ereignisse und er hat den Hinweis, daß es für meine Aussage Zeugen gibt. Er hat mich nicht gefragt, wie diese Zeugen heißen, sondern er bezieht sich simpel darauf, daß seine Mandantschaft diesen Sachverhalt – wie von ihnen vor dem Anwalt geäußert - als richtig bestätigt hat.

Meine Fragen sind daher: Wie wahrscheinlich ist es, daß es bei dieser Ausgangslage tatsächlich zu einem Gerichtsverfahren kommt.

Gemäß der Anwältin, die die Räumungsklage betrieben hat, ergeben sich 2 Möglichkeiten: Ist der „Schaden“ unterhalb von € 5000 ist ein Amtsgericht an meinem Wohnsitz zuständig (dies wäre Bergen auf Rügen); ist der „Schaden“ größer als € 5000 dann ist das nächstgelegene Landgericht (Stralsund) zuständig.

Ich habe keine Ahnung, was als „Schadenssumme“ angenommen werden wird, aber sollte es unter € 5000 sein, ist kein Anwaltszwang gegeben. Damit stellt sich die Frage: Soll ich einen Anwalt einschalten? Und wenn – kann dieser Anwalt mich vertreten – ohne daß ich physisch anwesend bin? Ich werde nämlich ab Ende April für ca. 6 Monate in den USA sein. In dem Falle, daß meine Anwesenheit erforderlich ist, müsste ich nach Deutschland fliegen. Wer bezahlt diesen Flug?

Wenn es zu der gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, kann diese Mandantschaft bei Verfahrensbeginn dazu gezwungen werden, einen Eid zu schwören, daß der erhobene Vorwurf auf Tatsachen beruht? Hinweis: Diese Mandantschaft war zum Zeitpunkt der Umlagerung gar nicht vor Ort, sondern im Saarland. Sie ist auch anschließend nicht zurück gekehrt. Ergo muß sich die erhobenen Anschuldigung auf Aussagen der vor Ort befindlichen Eltern gründen. Wenn der Eid verlangt wird, was passiert, wenn dann im Verlaufe des Verfahrens klar wird, daß diese Mandantschaft mich vorsätzlich falsch beschuldigt hat und somit einen Meineid geschworen hat? Was geschieht mit dem Anwalt, der eigentlich seine Mandantschaft schützen sollte, daß er solch eine Situation zuläßt? Kann er sich bei Kenntnis der Sachlage damit herausreden, daß er seiner Mandantschaft trotz der Möglichkeit, die korrekte Situation durch Befragung von Zeugen herauszufinden, vertraut hat?

Und letztendlich - was passiert der Mandantschaft, wenn das Gericht zu der Erkenntnis kommt, daß diese Mandantschaft vorsätzlich gelogen hat? Keiner der beiden Eheleute kann sich damit herausreden, daß sie von den Eltern des Hauseigentümers – des Sohnes - inkorrekt unterrichtet wurden und ihre Vorgehensweise damit rechtfertigen, daß sie die Aussagen der Eltern als korrekt angesehen hatten. Diese Mandantschaft hat in genauer Kenntnis der Sachlage diese Beschuldigung erhoben.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Wie wahrscheinlich ist es, daß es bei dieser Ausgangslage tatsächlich zu einem Gerichtsverfahren kommt.

Dies vermag ich naturgemäß nur bedingt einzuschätzen. Erfahrungsgemäß hängt dies davon ab, wieviel Erfolgsaussicht die Gegenseite Ihrem Klagebegehren beimisst, auch und insbesondere unter Berücksichtigung der Beweislage.

Soll ich einen Anwalt einschalten? Und wenn – kann dieser Anwalt mich vertreten – ohne daß ich physisch anwesend bin?

Sie sollten einfach schon deswegen einen Anwalt einschalten, da dieser die jeweilige Prozesslage besser abschätzen kann, als ein Laie, wobei Sie dies bitte nicht missverstehen wollen. Erfahrungsgemäß ist jedoch die persönliche "Befangenheit" und emotionale Betroffenheit oft hinderlich, die Sachlage ganz pragmatisch abschätzen zu können.

Wenn Sie im Ausland aufhältig sind, kann vom persönlichen Erscheinen auf Antrag abgesehen werden. Etwaige Kosten für ein notwendiges Erscheinen werden nur bedingt übernommen. Dies ist dann Sache des Kostenfestsetzung nach Abschluss des Verfahrens.

Wenn es zu der gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, kann diese Mandantschaft bei Verfahrensbeginn dazu gezwungen werden, einen Eid zu schwören, daß der erhobene Vorwurf auf Tatsachen beruht?

Nein, dies ist nicht möglich. Einzig die Zeugen können auf Antrag vereidigt werden.

Sollte sich im Laufe des Verfahrens herausstellen, dass wissentlich falsche Angaben gemacht worden sind, droht den Klägern eine Strafverfahren wegen Prozessbetrug und den etwaig lügenden Zeugen ein Verfahren wegen Meineids.

Beim Anwalt kommt es darauf an, was er wusste. Dieser vertraut in der Regel den Angaben seiner Mandanten. Es dürfte schwer sein, diesen des Prozessbetruges zu bezichtigen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren. Vielen Dank.




Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
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