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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

sch nen Guten tag, mein Mann hat einen 12 j hrigen Sohn, bezahlt

Kundenfrage

schönen Guten tag, mein Mann hat einen 12 jährigen Sohn, bezahlt den Unterhalt. Ich bin im 5 Monat schwanger.. Das Jugendamt meinte da ich ja bei ihm wohne, würden wir den selben Unterhalt weiterbezahlen wenn KInd da ist. Das Gehalt meines Mannes variiert, wie wird das dann berechnet und wie ist es mit 13 Gehalt.. Mfg
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ihr Mann ist mit Geburt des weiteren Kindes auch diesem gegenüber zum Unterhalt verpflichtet. Auch wenn dieses mit im Haushalt lebt, wird dies bei der Ermittlung der Leistungsfährigkeit hinsichtlich des bereits vorhandenen Kindes berücksichtigt.

Je nach Höhe des Einkommens Ihres Mannes kann dies zu einer Reduzierung des bisherigen Unterhaltsbetrages gegenüber dem Sohn führen.

Verfügt Ihr Mann allerdings über ein sehr gutes Einkommen, kann es in der Tat sein, dass sich hinsichtlich der Unterhaltshöhe nichts ändert.


Als Basis für die Ermittlung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens wird in der Regel das Einkommen der letzten 12 Monate herangezogen. Hiervon erfasst werden dann auch Urlaubsgeld oder ein 13. Monatsgehalt. Hieraus wird ein monatliches Durchschnittseinkommen ermittelt, welches sodann um berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten zur Arbeit/Berufsbekleidung etc.) gekürzt bzw. bereinigt wird.

Anhand des bereinigten Einkommens wird dann der Unterhaltsbedarf des Kindes nach der Düsseldorfer Tabelle ermittelt. Hiervon wird das hälftige staatliche Kindergeld in Abzug gebracht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren. Vielen Dank.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo, danke für ihre Antwort, hätte da noch ne Frage. Bei berufsbedingten Aufwendungen, wie wird das berechnet und was verstehe ich unter bereinigt bzw gekürzt..

 

Mir ist mein Mann nicht Unterhaltspflichtig oder? Noch habe ich Gehalt, aber sobald Kind da ist nur noch Elterngeld, wie sieht es da aus. Danke ihnen...

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

abzuziehen vom ermittelten Nettoeinkommen sind "berufsbedingte Aufwendungen" (sogenannte Einkommensbereinigung). Dies entspricht in etwa dem, was das Finanzamt als "Werbungskosten" anerkennt, also z.B. Fahrtkosten zur Arbeit, Gewerkschaftsbeiträge und ähnliches mehr.

Manche Gerichte lassen dabei einen fünfprozentigen Pauschalabzug zu, andere verlangen einen detaillierten Einzelnachweis.

Für notwendige Kosten der berufsbedingten Nutzung eines Kraftfahrzeugs kann der nach den Sätzen des § 5 II Nr.2 JVEG anzuwendende Betrag (derzeit 0, 30 EUR) pro gefahrenem Kilometer angesetzt werden.

Bei der Berechnung werden die berufsbedingten Aufwendungen vom Nettoeinkommen abgezogen. Es verbleibt dann das bereinigte Einkommen, welches für die Ermittlung des Unterhalts nach der Düsseldorfer Tabelle relevant ist.


Richtig ist, dass Ihr Mann auch Ihnen gegenüber grundsätzlich zum Unterhalt verpflichtet ist. Dieser Unterhaltsanspruch ist jedoch nachrangig hinter den Ansprüchen minderjähriger Kinder.

Es müssen also erst die Kindesunterhaltsansprüche bedient werden. Dann kann erst der Ehegattenunterhalt ermittelt werden.

Durch die Nachrangigkeit ändert sich also bei der Höhe des Kindesunterhalts nichts, auch wenn Sie kein oder ein geringes Einkommen haben.

Im Zweifel besteht ein Anspruch auf ergänzende Leistungen nach dem SGB II bzw. Wohngeld.


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