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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21842
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Am 16.09.2008 sagte ich meinem Berater bei der COMMERZBANK

Kundenfrage

Am 16.09.2008 sagte ich meinem Berater bei der COMMERZBANK er soll sämtliche
Minunswerte aus meinem Deptot - ca. 500.000,-EUR verkaufen und für den Erlös
Gold kaufen. Er hat mir von dem Plan strikt abgeraten. Wenig später mußte ich zusehen
wie sich mein Depot in nichts auflöste und der Goldpreis hingegen in die höhe schnellte.
Später entschuldigte er sich im Prinzip damit, daß die Analysten zu dem Zeitpunkt
Kauforder gaben.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

 

Die Haftung der Banken aufgrund von Falschberatung ist ein Beweisproblem, denn grundsätzlich obliegt es immer demjenigen, der einen Schadensersatzasnpruch geltend macht, die Voraussetzungen hierfür auch darzulegen und unter Beweis zu stellen. Das bedeuet, dass stets der geschädigte Anleger verpflichtet ist, Tatsachen vorzutragen, aus denen sich eine konkrete Pflichtverletzung im Sinne einer Falschberatung mit einem daraus entstehenden materiellen Schaden ergeben muss. Auch die im Zuge der Finanzkrise diskutierte Umkehr der Beweislast zugunsten der Bankkunden hat sich leider aufgrund der Widerstände in der Banken- und Finanzdientslestungsbranche nicht durchsetzen können.

 

Folge ist, dass der Bankkunde die volle Darlegungs- und Beweislast für die Falschberatung und einen daraus entstehenden Schaden trifft. Die einzige substanzielle Verbesserung, die die letzte Zeit unter dem Eindruck des vielfach beklagten fahrlässigen und profitorientierten Umgangs mit Bankkunden gebracht hat, ist die Verpflichtung zu Beratungsprotokollen. Sie sollen Klarheit über den Inhalt des Anlagegespräches zwischen Bankberater und Kunden verschaffen und diesen in die Lage versetzen, mögliche Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung anhand des Beratungsprotokolls auch darlegen und unter Beweis stellen zu können.

 

Ergibt sich auf der Grundlage des Beratungsprotokolls, dass etwa dem Kunden entgegen seinem ausdrücklichen Wunsch nach einer sicheren Geldanlage hochspekulative Zertifikate oder Rohstofffonds verkauft werden, lässt sich eine Falschberatung darlegen und beweisen.

 

Liegen solche Voraussetzungen in Ihrem Fall - existiert also ein Beratungsprotokoll, aus dem hervorgeht, dass Sie eine sichere Goldanlage gewünscht haben - , so ist grundsätzlich ein Anspruch wegen Falschberatung denkbar, wenn der Berater Ihnen stattdessen ein Investment in spekulative oder riskante Anlagen nachdrücklich empfohlen hat. Ist das der Fall sollten Sie - vor allem in Anbetracht der Höhe des erlittenen Schadens - einen auf Anlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt zur Geltendmachung etwaiger Schadensersatzansprüche hinzuziehen.

 

 


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

 

 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

 

Die Haftung der Banken aufgrund von Falschberatung ist ein Beweisproblem, denn grundsätzlich obliegt es immer demjenigen, der einen Schadensersatzasnpruch geltend macht, die Voraussetzungen hierfür auch darzulegen und unter Beweis zu stellen. Das bedeuet, dass stets der geschädigte Anleger verpflichtet ist, Tatsachen vorzutragen, aus denen sich eine konkrete Pflichtverletzung im Sinne einer Falschberatung mit einem daraus entstehenden materiellen Schaden ergeben muss. Auch die im Zuge der Finanzkrise diskutierte Umkehr der Beweislast zugunsten der Bankkunden hat sich leider aufgrund der Widerstände in der Banken- und Finanzdientslestungsbranche nicht durchsetzen können.

 

Folge ist, dass der Bankkunde die volle Darlegungs- und Beweislast für die Falschberatung und einen daraus entstehenden Schaden trifft. Die einzige substanzielle Verbesserung, die die letzte Zeit unter dem Eindruck des vielfach beklagten fahrlässigen und profitorientierten Umgangs mit Bankkunden gebracht hat, ist die Verpflichtung zu Beratungsprotokollen. Sie sollen Klarheit über den Inhalt des Anlagegespräches zwischen Bankberater und Kunden verschaffen und diesen in die Lage versetzen, mögliche Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung anhand des Beratungsprotokolls auch darlegen und unter Beweis stellen zu können.

 

Ergibt sich auf der Grundlage des Beratungsprotokolls, dass etwa dem Kunden entgegen seinem ausdrücklichen Wunsch nach einer sicheren Geldanlage hochspekulative Zertifikate oder Rohstofffonds verkauft werden, lässt sich eine Falschberatung darlegen und beweisen.

 

Liegen solche Voraussetzungen in Ihrem Fall - existiert also ein Beratungsprotokoll, aus dem hervorgeht, dass Sie eine sichere Goldanlage gewünscht haben - , so ist grundsätzlich ein Anspruch wegen Falschberatung denkbar, wenn der Berater Ihnen stattdessen ein Investment in spekulative oder riskante Anlagen nachdrücklich empfohlen hat. Ist das der Fall sollten Sie - vor allem in Anbetracht der Höhe des erlittenen Schadens - einen auf Anlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt zur Geltendmachung etwaiger Schadensersatzansprüche hinzuziehen.

 

 


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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