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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16768
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Frau in erster Ehe verheiratet. 5 Kinder aus erster Ehe hervorgegangen.

Kundenfrage

Frau in erster Ehe verheiratet. 5 Kinder aus erster Ehe hervorgegangen. Mann aus erster Ehe 1968 verstorben. Frau heiratet (1970) erneut und haben eine gemeinsame Tochter aus der zweiten Ehe. Mann aus zweiter Ehe 1991 verstorben. Frau ist nach dem Berliner-modell als vorerbe eingesetzt worden und die Tochter aus zweiter Ehe als nacherbe. Frau ist jetzt verstorben und die Tochter aus zweiter Ehe tritt jetzt das nacherbe an. Frage: Haben die Kinder aus erster Ehe einen Anspruch aus dem Nachlass der kürzlich verstorbenen Frau (z.B Pflichtanteil)?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich nach deutschem Recht wie folgt beantworten möchte:

Durch ein Berliner Testament setzen sich Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben ein und bestimmen, dass mit dem Tod des Letztversterbenden ein Nacherbe eingesetzt wird.

Der Zweck ist der , dass dem überlebenden Ehegatten der Nachlass alleine zufallen soll.

Dieses Ziel wird durch Ausschluss der Abkömmlinge von der Erbfolge erreicht, die ja sonst miterben würden.


Auch durch das Berliner Testament können die eigenen Kinder von der Erbfolge ausgeschlossen werden, wenn der überlebende Ehegatten nicht gleichzeitig der leibliche Elternteil der Kinder ist.

Dann kann der überlebende Ehepartner nach seinem Tod das Vermögen ausschließlich an seine leiblichen Kinder weitervererben.


Da der überlebende Ehepartner die Mutter der Kinder aus erster Ehe war, und das Pflichtteilsrecht nicht ausgeschlossen ist, indem ZB ein Verzicht abgegeben wurde, haben die Kinder einen Anspruch auf den Pflichtteil aus dem mütterlichen Erbe.

Dieser Anspruch beläuft sich auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Normalerweise würden die 6 Kinder zu gleichen Teilen erben, d.j jeder ein sechstel.

Durch die Anordnung der Nacherbschaft bekommen die Kinder aus erster Ehe je 1/12 und die Tochter aus zweiter Ehe den Rest.




Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Sehr gerne können Sie nachfragen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rectsanwältin



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung


danke













Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Meine Sie mit 1/12 das gesamtvermögen oder sind die 1/12 auf die von Mütterlichseits?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Bei der Vor- und Nacherbschaft verhält es sich so, dass das Erbe des Vaters über die Mutter auf die Tochter aus zweiter Ehe übergeht.


Zunächst kommt also die Mutter in den Genuss des Nachlasses des Vaters, muss diesen aber mit Eintritt des Nacherbfalls an die Nacherbin herausgeben.

Es bestehen hier also zwei Erbmassen, die der Mutter und die des Vaters.

Der Pflichteil ergibt sich rein aus der Erbmasse der Mutter.



Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank für die freundliche Akzeptanz



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe bekommt meine halbschwester 50 % von gesammtvermögen und die Kinder den teilen die restlichen 50 % das heist 1/12

Vermögen = 220000 Euro
Halbschwester aus zweiter Ehe 110000 + 18333 Euro
kinder aus erster Ehe 110000 / 6 = 18333 EURO (1/12)
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie müssen streng zwischen Vermögen der Mutter und des Vaters unterscheiden.

Die Halbschwester bekommt das Vermögen des Vaters ganz.

Das Vermögen der Mutter würde zu einem sechstel an jedes Kind fließen.

Da die 5 Kinder jedoch enterbt sind bekommen sie jeder nur 1 / 12, den Rest bekommt die Tochter aus erster Ehe.