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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3136
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Wonach richtet sich die H henberechnung gem 11, Abs. 2 Nachbarrechtsgestz

Kundenfrage

Wonach richtet sich die Höhenberechnung gemäß §11, Abs. 2 Nachbarrechtsgestz Baden- Württemberg? Eines der beiden Grundstücke ist natürlich erhöht. Darf der Unterlieger seine tote Einfriedung nach dem natürlich erhöhten Niveau des Nachbargrundstücks ausrichten oder gilt dies nur bei einem künstlich erhöhten Grunstück. Bitte um Quellenangabe, insbesondere Rechtssprechung.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Einfriedung kann am natürlichen Niveau ausgerichtet werden, hiervon geht zumindest das OLG Karlsruhe nachfolgend aus:

OLG Karlsruhe Urteil vom 13.2.2008, 6 U 79/07

Baden-Württembergisches Nachbarrecht: Grenzabstand für Mauern bei Bodenerhöhungen

Leitsätze

1. Eine an der Grundstücksgrenze errichtete Mauer verliert ihren Charakter als tote Einfriedung im Sinne des § 11 NRG BW nicht dadurch, dass auf dem Grundstück des Errichtenden der Boden bis an die Oberkante der Mauer durch Aufschüttung erhöht wird und die Mauer (nunmehr) das Nachbargrundstück nach §§ 9, 10 NRG gegen Schädigungen, die von der Erhöhung ausgehen, sichert.

2. In einem solchen Fall ist die Höhe der toten Einfriedung vom verbliebenen natürlichen Bodenniveau am Mauerfuß an der Grundstücksgrenze (also auf der zum Nachbargrundstück weisenden Seite) zu messen.

Mithin wäre die Errichtung der toten Einfriedung auif das nachbarliche Niveau durchaus möglich, wobei jedoch auf den entsprechenden Abstand nach § 11 Nachbarschaftsgesetz zu achten wäre.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihre Frage hilfreich beantwortet zu haben und freue mich auf Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße

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