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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3249
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RAKRoth ist jetzt online.

Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herr, ich bin zum Dritten

Kundenfrage

Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herr,
ich bin zum Dritten Mal beim Diebstahl erwischt wurden und habe am Dienstag einen Termien zur Hauptverhandlung, was habe ich zu erwarten? Das erste mal habe ich eine Handtasche mitgenommen und mit der darin befindlichen Ec-Karte eingekauft und Geld abgehoben(Der Pin zur Ec-Karte befand sich in der Tasche). Urteil 90 Tagessätze a´€15,00. Das zweitemal wurde ich zu einer Geldstrafe wegen versuchten Diebstahls verurteilt(Geldbörse). Jetzt habe ich in einem Drogeriemarkt waren im Wert von €35,00 eingesteckt. Ich bin so dumm. Habe mich beriet schriftlich bei der zuständigen Richterin dazu geäußert und um Knade gebeten, da ich angst vor einem Eintrag in das Führungszeugniss habe. Ich arbeite zur Zeit als Verkäuferin und verdiene € 577,00. Ich habe angst meinen Job zu verlieren. Was habe ich zu erwarten oder wie soll ich mich bei Gericht verhalten , um ein mildes Urteil zu bekommen. Ich mach so etwas bestimmt nie, nie wieder.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Ihrer Schilderung müssen Sie entweder mit einer Geldstrafe oder mit einer geringen Freiheitsstrafe rechnen, deren Vollstreckung dann aber zur Bewährung ausgesetzt werden würde.

Ein von Reue getragenes Geständnis, das Auftreten in der Hauptverhandlung sowie das Bemühen um Schadenswiedergutmachung sind dabei wesentliche Strafmilderungsgesichtspunkte, die in Ihrem Fall zu beachten wären.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Roth,

 

heißt das nun, das ich ein Urteil erwarten kann ohne mit einer Eintragung ins Führungszeugniss rechnen zu müssen?

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Erstverurteilungen zu Geldstrafe von nicht mehr als 90 Tagessätzen oder zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als 3 Monaten werden regelmäßig nicht ins Führungszeugnis eingetragen.

Mit welcher konkreten Strafe Sie zu rechnen, kann ohne Einsicht in die Strafakte nicht prognostiziert werden. Dies wäre jedenfalls unseriös.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Sehr geehrter Herr Roth ,

was heißt das nun konkret?Ich bin am Ende meiner Kräfte, so daß ich schon überlege mich.... oder meine Sachen packe und veschwinde . Wenn ich so Verurteilt werde , dass eine Eintragung erfolgt, bekomme ich doch nie wieder einen Job bzw. verliere meinen jetzigen. Was soll ich nur tun?????

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

mir ist Ihr Dilemma durchaus bewusst. Sie müssen insoweit überlegen, ob Sie sich nicht durch einen Strafverteidiger vertreten lassen, um im Rahmen einer Strafzumessungsverteidigung zu erreichen, dass Sie unter einer eintragungsfähigen Strafe bleiben.

Wenn Sie Ihrem Arbeitgeber kein Führungszeugnis vorlegen müssen, kann ich nicht erkennen, dass Sie Ihren gegenwärtigen Job verlieren würden.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das hört sich ja für mich so an, als müßte ich in jedem Fall mit einer eintragungsfähigen Strafe rechnen!? Ach Du Schande.
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

möglich ist das aufgrund Ihrer Vorstrafen jedenfalls. Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine andere Nachrichten übermitteln kann.
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3249
Erfahrung: Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
RAKRoth und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Abend,

also ins Gefängniss muß ich nicht, oder??? Wann verjährt eine Eintragung im Führungszeugniss?? Stehen dann all meine Delikte darin??

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ein Aufenthalt in einer Justizvollzugsanstalt ist überwiegend unwahrscheinlich. Hinsichtlich der Eintragung ist § 34 BZRG zu beachten.

§ 34 BZRG- Länge der Frist

(1) Die Frist, nach deren Ablauf eine Verurteilung nicht mehr in das Führungszeugnis aufgenommen wird, beträgt
1.
drei Jahre
bei Verurteilungen zu
a)
Geldstrafe und Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten, wenn die Voraussetzungen des § 32 Abs. 2 nicht vorliegen,
b)
Freiheitsstrafe oder Strafarrest von mehr als drei Monaten, aber nicht mehr als einem Jahr, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes gerichtlich oder im Gnadenweg zur Bewährung ausgesetzt, diese Entscheidung nicht widerrufen worden und im Register nicht außerdem Freiheitsstrafe, Strafarrest oder Jugendstrafe eingetragen ist,
c)
Jugendstrafe von nicht mehr als einem Jahr, wenn die Voraussetzungen des § 32 Abs. 2 nicht vorliegen,
d)
Jugendstrafe von mehr als zwei Jahren, wenn ein Strafrest nach Ablauf der Bewährungszeit gerichtlich oder im Gnadenweg erlassen worden ist,
e)
(weggefallen)
2.
zehn Jahre bei Verurteilungen wegen einer Straftat nach den §§ 174 bis 180 oder 182 des Strafgesetzbuches zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe von mehr als einem Jahr,
3.
fünf Jahre in den übrigen Fällen.
(2) Die Frist, nach deren Ablauf eine Verurteilung wegen einer Straftat nach den §§ 171, 180a, 181a, 183 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder § 236 des Strafgesetzbuchs zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe von mehr als einem Jahr nicht mehr in ein erweitertes Führungszeugnis aufgenommen wird, beträgt zehn Jahre.
(3) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 Buchstabe d, Nr. 2, Nr. 3 verlängert sich die Frist um die Dauer der Freiheitsstrafe, des Strafarrests oder der Jugendstrafe. Bei Erlaß des Restes einer lebenslangen Freiheitsstrafe verlängert sich die Frist um den zwischen dem Tag des ersten Urteils und dem Ende der Bewährungszeit liegenden Zeitraum, mindestens jedoch um zwanzig Jahre.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Roth,

ich bedanke mich bei Ihnen und vielleicht denken Sie mal am Dinstag um 15.00 Uhr an mich und drücken mir die Daumen, dass ich noch einmal mit einem blauen Auge davon komme. Sonst wiess ich mir auch nicht mehr zu helfen!! Ich weissja, das ich einen Fehler begangen habe und muss dazu stehen. trozdem würde mir das helfen, zu wissen das Sie an mich denken und mir beistehen.

Vielen lieben DANK.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich hoffe, dass die Sache für Sie noch einmal glimpflich ausgeht und Sie einen Schlussstrich ziehen können.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Roth,

 

lieb von Ihnen, dass Sie an mich gedacht haben.

Hier nun das Urteil: 2 Monate Haftstrafe auf 2 Jahre Bewährung mit der Auflage, einen Wohnsitzwechsel dem Gericht bekannt zu geben und € 300,00 an das Rote Kreuz in Raten a´€100,00 zu zahlen. Meine Frage :Gibt es jetzt eine Eintragung in das Führungszeugnis?

Gruß

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

nach § 32 Abs. 2 Ziff. 5 BZRG werden Verurteilungen nicht aufgenommen, durch die auf Freiheitsstrafe von nicht mehre als drei Monaten erkannt worden ist, wenn im Register keine weitere Strafe eingetragen ist.

Sie sollten daher bei Ihrer örtlichen Meldebehörde ein Führungszeugnis beantragen. Wenn dort nichts aufgeführt ist, wird auch die neuerliche Strafe nicht aufgenommen.



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