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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vorab die Situation in der

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
vorab die Situation: in der 10. Schulklasse (Abschlussklasse Realschule) im Sept. 2010 wird ein Lehrer derart krank, dass er seinen Dienst nicht mehr aufnehmen kann. Sein Fach Physik kann bis heute nicht von einem Lehrer unterrichtet werden. Ein Vater (kein Lehrer) springt hiilfsweise ein, darf und kann natürlich jedoch keine Noten vergeben oder Tests etc. schreiben lassen. Dasselbe passiert leider im gleichen o. g. Zeitraum im Fach Chemie, das jetzt erst kurz vor den Abschlussprüfungen von einer neuen Lehrerin weiter unterrichtet wird.

Uns Eltern beschäftigt die Frage, ob und wie eine gerechte Leistungsbeurteilung in den beiden Fächern in den Abschlusszeugnissen der Schüler erfolgen kann. Für viele Schüler, die z. B. eine 4 im letzten Zeugnis in Physik oder Chemie hatten, ist der Notendurchschnitt im Abschlusszeugnis sehr wichtig, da sie auf eine weiterführende Schule gehen möchten, jedoch nun keine Gelegenheit hatten, aus o. g Gründen Ihre Noten zu verbessern. Andersherum behalten andere Schüler ihr guten Noten, obwohl sie sich vielleicht verschlechtert hätten.

Um den o. g. Schüler zu ermöglichen auf weiterführende Schulen zu gehen, wollten wir Eltern dem Schulleiter vorgeschlagen, den Viererkandidaten eine 3 in beiden Fächern zu geben. Dieser redet sich heraus, das ginge nicht, man müsse sich an die Schulgesetze (Schleswig-Holstein) halten, sodass wir jetzt an das Schulamt herantreten werden.

Schüler haben lt. Schulgesetz ein Recht darauf fair bewertet zu werden. Leistungsbeurteilungen müssen transparent sein und erklärt werden; Leistungsnachweise gibt es nun jedoch gar nicht, da die Fächer nicht, bzw. von keinem Lehrer, unterrichtet wurden. Chemie erst wieder, wie gesagt, seit 4 Wochen.

Wie ist der Fall zu lösen? Welche rechtlichen Ansprüche und Möglichkeiten haben die Schüler (und wir Eltern) unbenachteiligt aus der Sache herauszukommen, sprich mit gerechten Noten ihren Schulabschluss zu absolvieren? Wir Eltern wollen dem Schulamt vorschlagen, allen Viererkanditaten in beiden Fächern eine 3 im Abschlusszeugnis zu geben, damit sie den nötigen Durchschnitt für eine weiterführende Schule haben. Ist das rechtlich durchzusetzen, oder kann hier nur eine Goodwill-Lösung seitens der Lehrer erfolgen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:




Hier besteht ein hauptsächliches Problem,welches Sie auch schon richtig erkannt und direkt angesprochen haben.

 

So hat nämlich nur grundsätzlich ein Lehrer oder eine ähnlich einzustufende Person, die aufgrund eines Gesetzes oder durch Gesetz (also beispielsweise ein Privatdozent) zum Unterricht an der Schule in dem betreffenden Fachberufen ist, die Kompetenz, verbindlich Noten zu vergeben.

 

Wenn hier beispielsweise ein Vater der Kinder,der diese rechtliche Kompetenz nicht aufweist, Unterricht gibt, darf er grundsätzlich keine Noten vergeben.

 

Dieses ist richtig und in der Tat ein Dilemma.

 

Meines Erachtens hat die Schule hier nicht richtig reagiert. Die Schule hätte hier schnell für angemessenen Ersatz sorgen müssen beispielsweise durch einen Vertretungslehrer oder ähnliches.

 

Sollte dieses zeitlich noch möglich und sinnvoll sein, so sollte dieser Vorschlag (besser gesagt diese Forderung) schnellstmöglich und nachweisbar (unter Zeugen oder per Einschreiben) dem Schulleiter und dem zuständigen Schulamt schnellstmöglich mitgeteilt werden.

 

Sofern hier mit dem Schulamt beziehungsweise der Schulleitung eine Art " Kompromiss" im Hinblick auf die Einigung auf bestimmte Noten vereinbart wird, wäre dieses auch ein gangbarer Weg, sofern niemand den Sachverhalt rechtlich überprüfen lässt und alle hiermit einverstanden sind.

 

In letzter Instanz ( also wenn beispielsweise auch das Schulamt und der Schulleiter sich weiter weigern und auch die Einstellung eines Vertretungslehrers nicht mehr sinnvoll ist), müsste diese doch recht komplizierte Frage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht geklärt werden.

 

Um der Sache aber bereits jetzt Nachdruck zu verleihen würde ich Ihnen dringend empfehlen einen im Verwaltungsrecht/Schulrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen. Gegebenenfalls sollten Sie sich diesbezüglich mit den anderen Eltern zusammensetzen, um gegebenenfalls eine Kostenteilung mit dem Kollegen zu vereinbaren.









Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244




Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Newerla,

die Forderung nach Ersatzlehrern hat letztes Jahr sofort über das Schulamt massiv stattgefunden, konnte aber mangels Lehrkräfte, so die Schulleitung/Schulamt, nicht erfüllt werden.

Habe ich Sie richtig vestanden, dass das Schulgesetz für diesen Fall in Bezug auf Leistungsnachweise/Benotungen keine gesetzlichen Regelungen vorsieht, wie hier verfahren werden muss oder kann?

Wenn nein, läge demnach die Benotung im freien "pädagogischen" Ermessen der Schulleitung, wenn kein Lehrer sie mangels Qualifikation bzw. wegen zu kurzer verbleibender Unterrichtszeit bis zum Schulabschluss (s. Chemie) erbringen kann?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Newerla,

darf ich Sie bitten, meine zwei o. gestellten Verständnisfragen noch zu beantworten. Mit Dank im Voraus verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Nachfrage .Entschuldigen Sie bitte auch meine leichte Verzögerung bei der Rückantwort.

Die Leistungsbewertung ist in § 16 des Schulgesetzes Schleswig-Holstein geregelt.

Diese Vorschrift lautet wie folgt:

§ 16
Zeugnis, Leistungsbewertung

(1) Die Schülerin und der Schüler haben am Ende des Schuljahres und beim Verlassen der Schule Anspruch auf ein Zeugnis, in dem die im Unterricht erbrachten Leistungen bewertet und erreichte Abschlüsse beurkundet werden. Das für Bildung zuständige Ministerium regelt durch Verordnung das Nähere über Notenstufen, eine entsprechende Punktebewertung, weitere Formen der Leistungsbewertung, die weiteren Angaben im Zeugnis und von Satz 1 abweichende Zeitpunkte, an denen Zeugnisse erteilt werden.

(2) Die beteiligten Lehrkräfte und die Schulleiterin oder der Schulleiter im Rahmen ihrer oder seiner Aufgaben bewerten die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in pädagogischer Verantwortung. Das für Bildung zuständige Ministerium kann nähere Beurteilungsgrundsätze festlegen.





Gem. § 16 Abs. 1 des Schulgestezes wird die nährere Notenvergabe durch eine Verordnung des Schleswig-Holsteinischen Schulministeriums geregelt. Leider liegt diese Verordnung mir nicht vor, so dass ich hierzu keine Angabe machen kann. Gegebenenfalls sollten Sie sich an das Schulministerium wenden.

Meiner Erfahrung nach wird dieser Fall aber nicht geregelt sein. Dann hätte gem. § 16 Abs. 2 des Schulgesetzes in der Tat die Schulleitung die Kompetenz zur Notenvergabe.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Rechtsanwalt und Diplom Jurist
Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank! Wir hoffen, wir finden eine einvernhemliche Lösung, für das sich jetzt das Schulamt zur Verfügung gestellt hat.

Mit besten Grüßen an die Nordsee.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen.

Dann wünsche auch ich Ihnen noch alles Gute und viel Erfolg!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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