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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe im M rz 2008 meine

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe im März 2008 meine Restschuldbefreiung für meine Privatinsolvenz erhalten. (Ich hatte ein Handwersunternehmen). Jetzt 3 Jahre später bekomme ich Post von Gerichtsvollziehern bzgl. Eintreibung von Krankenkassenbeiträgen (insgesamt 3 Krankenkassen). Ich habe 2 kleine Kinder (6 und 11 Jahre), gehe arbeiten und bekomme knapp unter dem Pfändungsfreibetrag Lohn und habe noch einen Kredit auf unser Haus abzuzahlen.
Was soll ich machen? Ich dachte nach den 7 Jahren Insolvenz, die wirklich schwer waren, ist man die Schulden los? Jetzt geht alles von vorn wieder los! Ich bin jetzt etwas ratlos! Wo soll ich das ganze Geld hernehmen????
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:




Hier muss differenziert werden. Sie haben grundsätzlich recht, dass nach der Restschuldbefreiung die so genannten Insolvenzforderungen der Insolvenzgläubiger erloschen sind. Dieses ist ja auch schließlich Sinn und Zweck des Insolvenzverfahrens, um einen Neustart zu ermöglichen.

 

Dieses gilt aber nur für Insolvenzforderungen beziehungsweise Forderungen von Insolvenzgläubigern.

 

Damit eine Forderung zur Insolvenzforderung wird, muss diese Forderung ordnungsgemäß zur Insolvenztabelle angemeldet werden.

 

Sollte dieses der Fall gewesen sein, können Sie die Forderung mit Hinweis auf die Restschuldbefreiung verweigern. Sollte man in diesem Fall die Verweigerung nicht akzeptieren, sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

 

Sollten die Forderungen allerdings nicht in die Insolvenz mit einbezogen worden sein, etwa weil vergessen worden ist diese zur Insolvenztabelle anzumelden beziehungsweise diese Forderungen noch während des laufenden Insolvenzverfahrens entstanden sind, dann wären die Ansprüche grundsätzlich nicht von der Restschuldbefreiung erfasst.

 

In diesem Fall müsse geprüft werden, ob nicht bereits Verjährung eingetreten ist.

 

Der Anspruch der Krankenkasse auf Zahlung der Beiträge verjährt grundsätzlich in vier Jahren. Beginn der Verjährung ist das Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.









Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244



 

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen, dann teilen Sie mir diese bitte kurz mit, damit ich Ihnen hierauf antworten kann.

Ansonsten teilen Sie mir bitte kurz mit was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
ich habe gerade in der Insolvenzliste nachgeschaut, darin sind die Krankenkassen jeweils mit dem doppelten Betrag angemeldet.
Kann ich den Gerichtsvollzieher erstmal vertrösten? Er weiß eigentlich über meine Restschuldbefreiung Bescheid - kommt aber trotzdem und teilt mir die bevorstehende Zwangsvollstreckung mit!?
Das ist doch kein Neustart, wenn man nach der Restschuldbefreiung wieder anfängt an die Kassen zu zahlen! Da bin ich weit über dem Rentenalter, wenn überhaupt, wenn ich das alles noch zahlen soll!?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für Ihre Nachtrag.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, wurden hier die Forderungen ordnungsgemäß zur Insolvenztabelle angemeldet mit der Folge, dass diese Forderungen zur Insolvenz Forderungen geworden sind.

Die Restschuldbefreiung wird grundsätzlich erst nach Befriedigung der Insolvenzgläubiger unter Zuhilfenahme des Insolvenzverwalters nach den Bestimmungen der Insolvenzordnung erteilt.

Nach ihrer Schilderung sind diese Forderungen also in die Insolvenz eingeflossen und mit Erteilung der Restschuldbefreiung spätestens erloschen.

Da hier bereits eine Zwangsvollstreckung ins Haus steht, sollten Sie sich von einem Rechtsanwalt vor Ort unterstützen lassen.

Dieser müsste dann zunächst beim zuständigen Vollstreckungsgericht die einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung ( gegebenenfalls in Verbindung mit einer Vollstreckungsabwehrklage) beantragen.

Sie sollten sich auf jeden Fall gegen die Zwangsvollstreckung wehren.

Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochabend um alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort. Sofern sie noch Verständnisfragen haben können sie natürlich gerne nachfragen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Rechtsanwalt und Diplom Jurist
Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
sehr geehrter Herr Kollege,

erlauben Sie mir die Antwort des Kollegen wie folgt zu präzisieren:

Soweit die Krankenversicherung die ausstehenden Sozialabgaben, die Sie seinerzeit als Arbeitgeber nicht abgeführt haben, im Insolvenzverfahren als eine Forderung aus unerlaubter Handlung angemeldet hat, greift für diese Forderung gem. § 302 InsO die Restschuldbefreiung nicht.

Vielmehr erwirkt die Krankenkasse mit der Feststellung der Forderung aus unerlaubter Handlung einen vollstreckbaren Titel gegen Sie, der dann ab der Feststellung der Forderung weitere 30 Jahre gegen Sie vollstreckt werden kann.

Um Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu vermeiden, sollten Sie unbedingt mit den Krankenversicherungen Kontakt aufnehmen und eine Ratenzahlung vereinbaren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen