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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3194
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Ich habe Freunde, die Gro eltern von einem Pflegekind ihrer

Kundenfrage

Ich habe Freunde, die Großeltern von einem Pflegekind ihrer Tochter waren, sieben Jahre lang.
Die Tochter gab das Kind zurück, weil sie noch 2 weitere Kinder in die Familie nahm und das älteste Pflegekind eifersüchtig, also für sie unerträglich wurde.
Die Großeltern lieben das Kind aber sehr, sie hatten sich viel mit ihm beschäftigt und sie wollten die Verbindung nicht aufgeben, als ihre Tochter es von ihnen verlangte.
Sie taten es für einige Monate, um die Verbindung zu ihrer Tochter nicht gaNz zu verlieren, aber sie nahmen die Verbindung zu dem Kind wieder auf, weil sie zu sehr unter der Trennung litten.
Das Kind kam in eine Stelle, wo viele Kinder waren und wo nie wieder ein solch enger Kontakt zu der Pflegemutter bestand wie vorher.
Dann kam das Kind in ein Kinderhaus, was eigentlich ein Kinderheim ist.
Den "großeltern" wird jeder Konntakt zu dem Kind, das heute 13 Jahre alt ist, erschwert. Es wird immer noch gesagt, die Trennung von der ersten Pflegemutter war ein Trauma und deshalb muss jede Erinnerung daran unterbrochen werden. deshalb wurde die Verbindung zu den "Großeltern" auch immer sehr erwschwert.
Das Kind durfte jetzt Weihnachten nicht zu den Großeltern. Die anderen Kinder aus dem Heim dürfen alle 14 Tage nach Hause, dieses Kind darf nie zu den Großeltern. Diese dürfen das Kind alle 4 Wochen mal kurz sehen und das wird als besondere Freundlichkeit von der Heimleitung erklärt.Etwas, was sie eigentlich nicht tun darf.
Briefe des Kindes werden zensiert. Die Heimleitung sagt den Großeltern, sie wären doch garnicht mit dem Kind verwandt, sie hätten also keine Rechte.
Aber sie haben das Kind sieben Jahre lang als ihr Enkelkind angesehen. Das Kind sieht sie auch als seine Großeltern an und sie sind seine einzigen wirklichen Bezugspersonen.
Was kann man hier machen.
Es sind nach meiner Meinung unglaubliche unmenschliche Massnahmen getroffen worden.
Kann man mit dreizehn Jahren schon mitsprechen darüber, wo und bei wem man wohnen will?
Könnten die Großeltern das Kind zu sich nehmen, wenn das Kind es will.Warum kann man solche guten menschlichen Beziehungen aufgrund von offensichtlich falschen psychologischen Theorien einem Kind nehmen?
Wie sollte man vorgehen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie schildern ein sehr umfangreiches Spektrum von Problemen, ich versuche Ihnen einen kurzen Überblick zu geben.

Sofern keine Verwandachft oder rechtliche Beziehung zum Kinde besteht, wird es schwer hier einen entsprechenden Status, zB. eine Pflegschaft zu erhalten.

Hierzu müsste der gesamte Sachverhalt genau geprüft werden.

Grds. kann den Großeltern ein Umgangsrecht zustehen, § 1685 BGB, sowie Personen, in denen sich das Kind als Pflegekind befand. Hauptaugenmerk ist hier das Wohl des Kindes, welches nicht eingeschränkt werden darf. Ist ein Umgangsrecht aber zum Wohl des Kindes erforderlich, muss es gewährt werden.

Andererseits müssen die Großeltern, wenn Sie das Kind überhaupt als Pflegekind bekommen sollten, die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.

Das Kind selbst hat mit 13 Jahren durchaus auch ein Mitspracherecht, ggf. über das Jugendamt, was für das Kind grds. verantwortlich ist. Hier kommt es auf den Entwicklungsstand des Kindes an.

Meine Empfehlung wäre hier, sich um ein regelmäßiges Umgangsrecht, insbesondere auch an den Wochenenden (ggf. 14-tägl.) zu bemühen. Ob eine Pflegschaft möglich ist, müsste genauer geprüft werden.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen hilfreich geantwortet zu haben und freue mich auf Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße