So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26190
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

F r zwei Kinder aus erster Ehe,(geb.81 und 83 )wurde ,entsprechend

Kundenfrage

Für zwei Kinder aus erster Ehe,(geb.81 und 83 )wurde ,entsprechend der Möglichkeiten fast regelmäßig Unterhalt gezahlt.Unregelmäßigkeiten ,durch zweite Gattin verursacht,führten 1992 zu einem gerichtlichen Vergleich.Bis August 2004 wurde Unterhalt vom Gehalt abgezogen.Zum 04.03.2011 liegt mir nun eine Zwangsvollstreckung in Höhe von 8624,80EUR aufgrund des Vergleichs von 1992,für das erste Kind im Briefkasten. Warum nach zwanzig Jahren ohne Vorwarnung eine Zwangsvollstreckung,besteht in dem Zeitraum keine Verjährung,und wenn nicht,die Möglichkeit monatlicher Raten?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ein Vergleich ist ein vollstreckbarer Titel aus dem die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann.

Der gerichtliche Vergleich ist in jedem Falle 30 Jahre gültig und kann nach 30 Jahren auch noch vollstreckt werden, § 197 BGB.

Aber:

Prüfen Sie unbedingt die Forderungsaufstellung, welche Ihnen vom Gerichtsvollzieher übermittelt wurde.

Die aus dem Vergleich geltend gemachten Zinsen verjähren in 3 Jahren. Diese Verjährung wird durch die Zahlungen aus dem Gehalt (ich nehmen an Pfändungs- und Überweisungsbeschluss) gehemmt (natürlich nur sofern die Abzüge vom Gehalt diesen Vergleich betroffen haben). Sollte auf den Vergleich keine Zahlung erfolgt sein, so sind die Zinsen welche vor 2007 entstanden sind verjährt.

Natürlich besteht die Möglichkeit einer Ratenzahlung. Diesbezüglich sollten Sie als erstes mit dem Gerichtsvollzieher Kontakt aufnehmen. Die Höhe der Raten ist natürlich Verhandlungssache. Vorteilhaft ist es dabei dem Gerichtsvollzieher Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse darzulegen, damit der dem Gegner Ihren Ratenzahlungsvorschlag anhand Ihrer Leistungsfähigkeit plausibel machen kann.

Sollte der Gegner auf der Geltendmachung der verjährten Zinsen bestehen, so müssen Sie vor dem Amtsgericht eine Vollstreckungsabwehrklage erheben, § 767 ZPO und dort die Einrede der Verjährung hinsichtlich der aufgelaufenen Zinsen erheben.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht



Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz