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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, der Vater von meinem studierenden

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Vater von meinem studierenden Sohn (21) zahlt seit Jahren jeden Monat 51,13 € Unterhalt an ihn. Dadurch sind natürlich Unterhaltsrückstände entstanden. Im Mai verjährt dieser Anspruch. Die Frage ist: wo und wie muss mein Sohn anfangen, damit eine verjährungshemmende Maßnahme erfolgt.
Mit freundlichen Grüßen
Heike Wilhelm
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Wiederkehrende Anspruche, zu denen auch die Unterhaltsansprüche gehören, verjähren nach drei Jahren, § 195 BGB.

Soweit ein Unterhaltstitel (Urteil/Urkunde) vorhanden ist, muss vor Ablauf der Verjährung die Vollstreckung eingeleitet werden.

Hierzu genügt es einen Vollstreckungsauftrag wegen der aufgelaufenen Rückstände zu erteilen. Hierzu sollte man im Hinblick auf die einzuhaltenen Formalien einen Anwalt hinzuziehen.

Eine Vollstreckungmaßnahme ist auch notwendig, wenn von vornherein klar ist, dass nichts zu holen ist, um der Vollstreckungsverjährung entgegenzuwirken. Diese Maßnahme muss alle 3 Jahre wiederholt werden.

Empfehlenswert kann zudem eine Pfändung etwaiger Rentenantwartschaften bei der Deutschen Rentenversicherung oder von Auszahlungsansprüchen bei Versicherungen sein.


Sollte kein Titel vorhanden sein, muss der Anspruch gerichtlich geltend gemacht werden, um die Verjährung zu hemmen. Es muss also Klage bzw. ein Unterhaltsantrag beim Familiengericht gestellt werden. Auch hierfür ist die Einschaltung eines Anwaltes erforderlich, da in gerichtlichen Unterhaltsverfahren Anwaltszwang nach dem FamFG herrscht.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Wiederkehrende Anspruche, zu denen auch die Unterhaltsansprüche gehören, verjähren nach drei Jahren, § 195 BGB.

Soweit ein Unterhaltstitel (Urteil/Urkunde) vorhanden ist, muss vor Ablauf der Verjährung die Vollstreckung eingeleitet werden.

Hierzu genügt es einen Vollstreckungsauftrag wegen der aufgelaufenen Rückstände zu erteilen. Hierzu sollte man im Hinblick auf die einzuhaltenen Formalien einen Anwalt hinzuziehen.

Eine Vollstreckungmaßnahme ist auch notwendig, wenn von vornherein klar ist, dass nichts zu holen ist, um der Vollstreckungsverjährung entgegenzuwirken. Diese Maßnahme muss alle 3 Jahre wiederholt werden.

Empfehlenswert kann zudem eine Pfändung etwaiger Rentenantwartschaften bei der Deutschen Rentenversicherung oder von Auszahlungsansprüchen bei Versicherungen sein.


Sollte kein Titel vorhanden sein, muss der Anspruch gerichtlich geltend gemacht werden, um die Verjährung zu hemmen. Es muss also Klage bzw. ein Unterhaltsantrag beim Familiengericht gestellt werden. Auch hierfür ist die Einschaltung eines Anwaltes erforderlich, da in gerichtlichen Unterhaltsverfahren Anwaltszwang nach dem FamFG herrscht.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.